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      Eine Liste von eingesessenen Gamer-Stereotype Eine Liste von eingesessenen Gamer-Stereotype Eine Liste von eingesessenen Gamer-Stereotype

      Eine Liste von eingesessenen Gamer-Stereotype

      January 23, 2013
      Josef Zorn

      Von Josef Zorn

      Editor

      Es ist frustrierend und manchmal auch unfair wie man (immer noch) kategorisiert wird, wenn man eine Konsole rumstehen hat oder sogar einen WoW Account besitzt. Ich habe verbreitete Vorurteile und Stereotype gefunden, die das Spielervolk als asoziale Säcke abstempelt. Es mag einiges stimmen, aber vieles muss wirklich jeder Gamer - auch wenn es nur Angry Birds oder Game Boys waren - aus integrer Überzeugung ablehnen.

      "Gamer sind alle Sexisten"

      Sexismus in Spiele werde ich vorab mal gar nicht verteidigen probieren oder ähnliches, aber wenn Leute Arschlöcher sind und aufgrund ihrer socially awkwardness scheiße zu Mädels sind, kann man nicht der gesamten Gaming-Industrie dafür Schuld geben. Wie die alte Frage: treibt Marilyn Manson Leute in den Selbstmord etc ... Eine sexistische Kultur ist sicherlich entstanden rund um die elektronische Spielewelt, aber das hat mehr mit der Online-Anonymität zu tun als mit den Spielen selbst.

      Sehen wir die dicken Titten in Mortal Kombat und Soulcalibur als lustiges und grafisches Stilmittel und nicht als Ansporn Frauen anhand unrealistischer Figurmaße und der Schwertlänge zu bewerten (obwohl bei Killer Instinct für N64 gabs Battle-Tangas, die durchaus stimulierten). Setzen wir also voraus, dass sobald jemand den Untschied zwischen visueller Fiktion und Realität nicht mehr erkennt, ist es egal welches Medium ihn zum sabbernden Urmenschen macht. Diese kleine Gruppe von Online-Cheauvis, die ohnehin immer mehr aus den Servern und Online vertrieben werden, macht die Community aber sicher nicht zum besoffenen Rapist-Stammtisch.

      "Da wird man doch zum Idioten"

      IQ Tests in der heutigen Form messen zwei Dinge: kristalline Intelligenz (einsetzbare Fähigkeiten, Wissen und Erfahrung) und fluide Intelligenz (logisches Denken und Problemlösung). Die Entwicklung der kristallinen ist stabil gleich geblieben über die letzten Jahrzehnte, aber die fluide Intelligenz ist seit den 1990ern sogar gestiegen. In der 2011er TEDx Konferenz in Brüssel hat Gabe Zichermann dazu erklärt, dass jene durch folgende Einflüsse erhöht werden kann: Verlangen nach Neuartigem, kreatives Denken, "doing things the hard way" und Networking. Alle diese fünf Eigenschaften vereinen"sehr erfolgreiche Videospiele" in sich. Das könnte natürlich völliger Müll sein, aber ich vertraue trotzdem darauf, dass wenn ich genug Assassin's Creed spiele, ich irgendwann ein Arithmetik Genie werde.

      "Videospiele sind für Kinder"

      Studien und Statistiken der ESA (The Entertainment Software Association) ergeben dass das Durchschnittsalter von Videogame-Fans zwischen 30 und (in neueren Studien sogar) 37 liegt. Das bedeutet wenn einer von euch heute erst anfängt sich durch frühe Nintendo-Titel zu arbeiten und bis ins zeitgenössische Spieleregal vorstoßen möchte, wird er am Ende dieser Mission eine Glatze haben und seinen Anus mittleren Alters zur nun jährlichen Prostata-Untersuchung schleppen dürfen. Und die Mädels?

      "Nur Dudes spielen den Scheiß"

      Das stimmt so auch nicht mehr wirklich. Wenn man der ESA vertrauen darf, sind mittlerweile 48% des gesamten internationalen Gamer-Volks nicht mit dem nötigen anatomischen Werkzeug ausgestattet um im Stehen zu pissen. Und das wird auch noch schlimmer, wenn man sich den mit dem Handy spielenden Anteil der Mädels in Schulen und öffentlichen Verkehrsmittel anschaut.

      "Das ist ein gewalttätiger Einfluss"

      Nein, Counter Strike und Gears of War sind nicht Schuld an Columbine. Es gibt keine einzige wissenschaftlich belegte Studie, die erfolgreich Videogame Gewalt mit tatsächlicher Gewalt verbinden könnte. Es ist sogar so, dass Gewalt bei Jugendlichen seit 40 Jahren gesunken ist, während aber Videospielverkauf in diesem spezifischem demografischen Bereich ein noch nie dagewesenes Hoch aufweist. Lieber MMORPG-Zombie als Amok-Läufer.

      "Spiele sind keine Kunst!"

      Viele Argumente werde ich nicht brauchen um dieses Vorurteil zu widerlegen: Shadow of the Colossus, FEZ, Portal, Shoot many Robots, Flower, Uncharted 3, Superbrothers: Sword & Sworcery EP, Day of the Tentacle (oder überhaupt LucasArts Adventures), Red Dead Redemption, so ziemlich alles von Nintendo aus den 90ern, XCOM Enemy Unknown etc ...  Wow, das wurde jetzt auch noch meine Favourite Games Liste der letzten (und überhaupt besten) Zeit.
       
      Kisses
       

      Für die Player:

      Extraterrestrische Weihnachten! 
      Wen interessieren die Feiertage, bitches, wir haben keine Zeit, müssen XCOM Enemy Unknown spielen. Und Nazi-Charlie, dem unsympathischen Cousin, schenken wir es aus altruistischen Gründen.
      The game that should not be
      Wir haben eine Liste zusammengestellt von Reboots und Remake-Spieletitel, die so beschissen waren, dass selbst Zurückficken und Abtreiben nichts mehr bringen würde. Jetzt müssen wir damit leben.
      HALO 4 gibt mir keine Chance
      Deshalb gebe ich dem Spiel auch keine. Millionen von Fans können auch manchmal falsch liegen.

       

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      Themen: Games, game of zorns, Vorurteile, gamer, sexisten, Gewalt, Mädchen, Videospiele

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