Des Papstes erste Worte (auf Twitter), Halleluja!

von Markus Lust

Die Genesis 2.0 ist gestartet, das virtuelle Leben hat seinen ersten Funken Heiligkeit abbekommen, denn: Der Papst hat endlich getwittert. Wir folgen dem gottgleichen Papa natürlich schon seit einer Woche unter @Pontifex und haben uns deshalb gleich wie gierige Schulmädchen auf seine ersten sozialmedial geflügelten Worte gestürzt. Hier könnt ihr seine Weisheit und unsere unmittelbare Reaktion quasi im archivierten Live-Ticker nachlesen. Hashtag Halleluja, Habemus Twitter (jetzt wirklich!).

 

Oh, jetzt sind wir also plötzlich Freunde. Ich habe gehört, Freunde folgen sich GEGENSEITIG auf Twitter, Pontifex. Und nutzen das Medium nicht nur zum Circle Jerk mit seinen sechs Alter Egos. Ich sag's nur.

 

Ich glaube vor allem, ich verstehe die Frage nicht. Ist das Jahr des Glaubens jetzt das Jahr, das wir einläuten (also 2013), oder das, von dem der Top-Krichenwissenschaftler des Vatikans inzwischen errechnet hat, dass es nicht die Apokalpyse bringen wird (also 2012)? Egal.

 

Ach, du weißt du Anwort auf deine Frage also schon selber. Sehr sympathisch. Und ich soll jetzt hinausgehen und Jesus "in denen, die bedürftig sind" suchen? Wie genau stellst du dir das bitteschön vor? Darf man das auch ohne ihre Zustimmung? Und ist das auf offener Straße nicht ein bisschen unhygienisch?

 

Noch mal fall ich nicht auf dich rein. Ich bin mir sicher, diese Antwort hast du auch längst parat und lachst dir grade nervös auf und ab wippend ins Fäustchen, während du 5 Minuten lang zusiehst, wie Idioten wie ich sich die arthritischen Finger wundtweeten, bevor du damit herausrückst.

 

Bravo. Bin ich der einzige, der findet, dass die Antwort absolut nichts mit der Frage zu tun hat? Ah, scheinbar nicht. Vermutlich könnte man die Kritik auch ein bisschen elaborater formulieren, aber im Kern gebe ich @LewisTurrell recht. Schließlich ist das Wissen darum, dass man nicht alleine und Gott ein Felsen ist (Ketzerei?) keine Antwort auf die Zweifel, wie man den Glauben an Jesus in einer hoffnungslosen Welt (Angstmacherei?) richtig leben kann. Aber ich schätze, aus der kommunikativen Inkongruenz kann man sein eigenes Gleichnis ableiten. Mahalo!


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