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Niemand kann diesen Typen daran hindern, seinen Hund zu nageln

von Aleks Eror


Michael Kiok mit seinem Hund/Sexualpartner.

Sex mit Tieren ist keine Randerscheinung oder gar illegal (siehe unsere Doku über Eselficker in Kolumbien). Das haben wir in den letzten Wochen in den Medien mitbekommen, weil ein Gesetz verabschiedet werden soll, laut dem auf Sex mit Tieren ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro droht.

Micheal Kiok, Vorstand der Zoophilie-Organisation ZETA, setzt sich für Leute ein, die darauf stehen, Pferden einen runter zu holen. Ich rief ihn an, um zu erfahren, inwieweit er  und seine zoophilen Kameraden von dem neuen Gesetz betroffen sein werden.

VICE: Hallo Michael. Also, was hast du für ein Problem mit dem zukünftigen Gesetz gegen Sodomie?
Michael Kiok: Es ist ganz einfach totaler Mist. Die Tiere, mit denen wir zusammenleben, sind schlicht Teil unserer sozialen Gemeinschaft und wir sind Teil der ihren—wir sind wie eine Herde.

OK, interessante Theorie. Wird es dieses Gesetz für dich illegal machen, weiterhin sexuelle Beziehungen zu Tieren unterhalten?
Nein. Psychologen haben 120 Zoophile untersucht und dabei herausgefunden, dass Zoophilie eine sexuelle Orientierung ist. Du kannst diese Gefühle nicht einfach unterdrücken. Nachdem ich zehn Jahre lange den Versuch unternommen habe, eine Ehe aufrechtzuerhalten, habe ich mich scheiden lassen und beschlossen, mich nicht länger mit Gewalt in diese Rolle zu zwingen, die mir von Seiten der Gesellschaft zugedacht wird.
 
Ist es im Jahr 2012 nicht eigentlich ein bisschen zu spät, um ein Gesetz gegen Sodomie zu verabschieden?
Früher gab es schon einmal so ein Gesetz, aber das Verbot von sexuellem Kontakt zwischen Mensch und Tier wurde 1969 abgeschafft, da sich die Philosophie des Strafrechts verändert hat—einst ging es dabei hauptsächlich um Moral, aber dann änderten sie es zu einer Art Philosophie, basierend auf einer Verletzung des Bürgerrechts. Nach deutschem Gesetz gelten Tiere immer noch als „Dinge“ und haben somit keine Rechte. Das ist eine Schande, aber so sieht es nun mal aus. Erst jetzt kann jemand, der Tiere zur sexuellen Befriedigung benutzt, oder jemand, der Tiere dazu trainiert, von anderen zur sexuellen Befriedigung benutzt zu werden, bestraft werden.

Was ist der Unterschied zwischen Zoophilie und Sodomie?
Zoophile lieben ihre Tiere und sie haben eine emotionale Verbindung zu ihnen. Es entwickelt sich möglicherweise—sofern das Tier das auch will—eine sexuelle Beziehung. Es gibt auch Leute, dir wir Beasties nennen, die nur daran interessiert sind, Sex mit Tieren zu haben. Sie behandeln das Tier gut, aber ohne dabei das Konzept einer Partnerschaft auszuleben. Dann gibt es auch noch eine Minderheit, die Tiere sexuell foltert. Wir nennen sie Zoosadisten und wir sind absolut dagegen.

Denkst du, die Menschen haben ein falsches Bild von euch?
Ja, manche sagen, wir wären kriminell und würden die Tiere quälen. Dreißig von denen sind eines Tages vor meiner Haustür aufgetaucht und haben rumgebrüllt, dass ich ein Perverser sei. Interessanterweise sind mehr als 90 Prozent dieser fanatischen Aktivisten weiblich.

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