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Die Griechen drehen nun Pornos mit den Frauen ihrer Minister

von Nadja Sayej

Dass man sich in Griechenland, das von der EU zu einem Dritte Welt Land gemacht wurde, der Pornografie zuwendet, verwundert eigentlich nicht. Wird es also bald so wie L.A., ein Mekka der Pornoszene?

Wie wir alle wissen, ist Griechenland verarmt und die meisten seiner Bürger kommen gerade so über die Runden. Anstatt aber ihren Ärger über korrupte Politiker weiter auf die Straße zu tragen, packen die Griechen nun die richtig großen Geschütze aus—die unterhalb der Gürtellinie.
SIRINA, das größte griechische Pornounternehmen hat gerade seinen neusten Streifen veröffentlicht: „Die Revolution des Volkes gegen die Frau des Ministers.“ In dem epischen, zwei Stunden langen Porno vergewaltigen Terroristen Ministergattinnen und erpressen nebenbei die Politiker, die das gestohlene Geld dem Staat zurückgegeben sollen. „Sonst stellen wir die Videos ins Internet!“

Die Filmstars dieses Streifens sind Katerina Metaxas, Dimitri XXX, Doctor Dino, Apollonius (wie griechisch ist das denn?), Kenzo, Fiber, Theodore, Sani und Penelope, die alle wie Türsteher und Trullas aussehen.

Laut einem Blogpost, der sich auf einen Artikel der griechischen Zeitung Eleftheros Typos beruft, haben ungefähr 2.500 Bewerber ihren Lebenslauf an SIRINA geschickt, um eine Rolle in einem der Filme zu bekommen. Viele dieser Bewerber waren Hausfrauen, Studenten oder professionelle Arbeitslose. Ungefähr 80-90 Prozent der Bewerber sind mittlerweile Griechen. Vor 2010 waren es meistens Ausländer, die in griechischen Pornos vögelten (Pornogehälter in Griechenland fangen bei 1.000 Euro pro Szene an und große Namen können bis zu 3.000 oder 4.000 Euro bekommen).

Eröffnungsszene: Drei Gangster und ein Club-Mädchen in Lederkleid und auf zehn Zentimeter hohen Absätzen hängen auf Holzkisten ab und trinken Bier. Ein leichter Trance-Beat läuft im Hintergrund. Sie entschließen sich, Politiker zu attackieren. Mit AKs und Schlauchboot bewaffnet entern sie eine schicke Jacht, um die Frau des Ministers in ihre Fänge zu bekommen, die eigentlich ganz erfreut scheint, von diesen Rebellen entführt zu werden. Leider sieht im Film niemand wie der griechische Ministerpräsident Andonis Samaras oder seine Frau Georgia Kretikos aus. Der Stil: künstliche pinke Fingernägel, Fake-Teint und bunt schillerndes Augen-Make-up.

Sie zwingen sie mit einer Knarre am Kopf, dem Politiker einen zu blasen, während sie sie mit einer Handy-Kamera filmen. Ihre Brüste sind echt, aber ihre Muschi ist rasiert. Sie weint, schnappt nach Luft und flippt völlig aus. Dann zwingen die Terroristen sie, der Knarre einen zu blasen, wodurch sie würgen muss. „Bravo“ sagen sie zu ihr, als sie anfängt, ihre Schwänze zu lutschen.

Alle sind so braun wie in Pornos aus L.A., aber mit weniger Silikon und mehr Cellulite. Es gibt verschiedene Arten von griechischen Grunzlauten und nicht das gewöhnliche „Fick mich härter! JA!“ Die Positionen und Kameraeinstellungen sind jedoch wie in traditionellen Pornos—Mädchen oben, Doggy-Style, hämmernder Missionar-Couch-Sex und Dreier mit Blowjobs, damit jedes Loch der Mädchen mit irgendwas gefüllt ist (außer ihren Ohren und Nasenlöchern). Die Technik ist weniger mechanisch und mehr animalisch (ist das ein europäisches Ding?).

Während der ganzen ersten Vergewaltigungsszene bleiben die baumelnden Diamantenohrringe der Ministerfrau an ihrem Platz, sogar als sie ihr Gesicht in die Couchkissen der Jacht schubsen. Sie hauen ihr ins Gesicht und schlagen sie, wenn die Blowjobs nicht gut genug sind. Sie weint alle paar Minuten aufgebracht über die Würstchenparade, auf der sie sich befindet. Die ersten 35 Minuten sind einfach nicht sexy, bis sie ihrem Verlangen nachgibt und anfängt, die rasierten Eier zu lecken (Entführer rasieren sich die Eier?).



Sie treten ihr gegen den Kopf oder würgen sie bei Blowjobs, ficken sie, während sie schreit und versucht, sie wegzustoßen. Die Videoqualität ist etwas besser als die von Gonzo-Pornos. Die Beleuchtung ist zwar mittelmäßig, doch man merkt, dass das kleine Filmteam sein Bestes gegeben hat.

Griechische Männer schwitzen viel und sie müssen sie wie verrückt rasiert haben, da keiner auch nur ein Haar am Körper hat. Tattoos gibt es genau so viele wie woanders. Wer hätte gedacht, dass Ministergattinnen diamantene Bauchnabelpiercings haben? Sie ficken sie auch mit AKs, bevor sie die Damen zum Hauptquartier zurückbringen, wo sie von anderen Frauen mit schwarzen Umschnalldildos verführt werden.



Spoiler: Niemand wird umgebracht, es wird aber auch keiner gerettet. Es gibt nur viel Deep Throat und Sperma, das die Frauen nach häufigem Würgen schlucken sollen, eine schmerzhafte Metapher für Griechenlands finanzielle Krise. Ansonsten erfährst du hier nichts über die Krise, aber das ist ja auch keine Zeitung. Es ist ein Pornofilm mit einer fesselnden Idee, die Sperma liefert. Das ist aber auch alles. Dein Geld bist du, wenn du dir den Film kaufst, eh los.
 


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