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<title>VICE Film RSS Feed</title>
<link>http://www.vice.com/</link>
<description><![CDATA[Film RSS feed for VICE.com
]]></description>
<language>de</language>
<pubDate>Wed, 22 May 2013 15:33:37 +0100</pubDate>
<item>
<title>Hinter dem Exzess</title>
<link>http://www.vice.com/de/read/hinter-dem-exzess-0000448-v9n3</link>
<pubDate>Wed, 20 Mar 2013 17:43:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<p>
	<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/22e50350fbeedf4a4b1f44e1c044b157.jpg" style="width: 640px; height: 429px;" /><br />
	<span style="font-family: Arial; font-size: 11px; line-height: 16px; "><i>Eines meiner Lieblingsfotos von Rachel Korine. Sie ist ein gro&szlig;er Fan von Gucci Mane, und auch wenn seine Mine mitunter schwierig zu deuten ist, sch&auml;tze ich, er fand sie ebenfalls toll. Ich meine, wer w&uuml;rde das nicht? Sie h&auml;kelt!</i></span></p>
<p>
	Ich kenne Harmony Korine schon seit vielen Jahren; gemeinsam sind wir durch dick und d&uuml;nn gegangen, haben gute und schlechte Zeiten erlebt. F&uuml;r mich verk&ouml;rpert er jeden Aspekt von Spring Breakers, was ihm sicher dabei geholfen hat, eine Umgebung zu schaffen, in der die Leute sich &ouml;ffnen und sicher f&uuml;hlen konnten&mdash;vielleicht um ganz beruhigt ausflippen zu k&ouml;nnen (auf eine angenehme Art). Schon allein die Besetzungsliste&mdash;James Franco, Gucci Mane, Selena Gomez, Vanessa Hudgens, Ashley Benson und seine Frau Rachel Korine&mdash;war ein Indiz daf&uuml;r, dass dies ein ganz besonderer Film werden w&uuml;rde. Und ich sch&auml;tze, mit der Besetzung der ATL Twins hat er der Tatsache Ausdruck verliehen, dass sie genau das verk&ouml;rpern, worum es in dem Film geht. Sie lie&szlig;en ihrerseits keinen Zweifel an ihren Bed&uuml;rfnissen: Trinken, Doppelpenetration von Frauen und Drogenkonsum. Sie gingen damit ganz offen um, wie der Film auch. Ich freue mich, dass ich ein paar meiner Hinter-den-Kulissen-Fotos mit dem Rest der Welt teilen kann; dazu gibt es ein paar Bildunterschriften, die ein wenig Kontext daf&uuml;r liefern, was sich an diesem verr&uuml;ckten Set abgespielt hat.</p>
<!--nextpage--><p>
	<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/5720dc19ba8c74087c9656bb0f8a5b58.jpg" style="width: 640px; height: 427px; " /><br />
	<span style="font-family: Arial; font-size: 11px; line-height: 16px; "><i>Wir &uuml;bernahmen die linke H&auml;lfte eines hufeisenf&ouml;rmigen Motels und zerlegten sie in einem gewaltigen Saufgelage. Unsere Seite stand schon seit Jahren leer, w&auml;hrend die andere noch in Betrieb war. Allerdings waren wir in Florida, von daher gab es zwischen beiden kaum Unterschiede.<br />
	</i></span></p>
<!--nextpage--><p>
	<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/7c782a056ee50172f44bff9967b69ddd.jpg" style="width: 640px; height: 959px; " /><br />
	<span style="font-size: 11px; font-family: Arial; line-height: 16px; "><i>Die ATL Twins waren in dem Club so richtig in ihrem Element; f&uuml;r sie geht nichts &uuml;ber Fototermine mit nackten M&auml;dchen. Sie bekamen sogar James Franco dazu mitzumachen.<br />
	</i></span></p>
<!--nextpage--><p>
	<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/70299a035b0fee7ba5432d3abefc54e2.jpg" style="width: 640px; height: 959px; " /><br />
	<em><span style="font-family: Arial; font-size: 11px; line-height: 16px; ">Ein DJ schmetterte seine Top-20-Hymnen, und die M&auml;dels flippten aus. Nie habe ich Kids nach Wasser und Limo so ausflippen gesehen. An dem Tag herrschte am Set eine unglaublich starke Energie. Wir hatten alle das Gef&uuml;hl, was auch passieren w&uuml;rde, es w&auml;re OK&mdash;keine Regeln, keine Grenzen. Ich wei&szlig; noch, wie Harmony den Kids gesagt hat: &bdquo;Vergesst alles, der Tag geh&ouml;rt euch! Ihr k&ouml;nnt ausflippen, so viel ihr wollt! Ihr habt eure beschissene Schule hinter euch gelassen, um es krachen zu lassen! SCHULE IST SCHEISSE! SCHULE IST SCHEISSE!&ldquo;<br />
	</span></em></p>
<!--nextpage--><p>
	<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/1c7becf755720f85f4b577ecef638ee0.jpg" style="width: 640px; height: 960px; " /><br />
	<em><span style="font-family: Arial; font-size: 11px; line-height: 16px; ">Ein typischer morgendlicher Eis-am-Stiel-Blowjob. Die Nacht war lang, und um sich die Wartezeit zwischen den Aufnahmen zu vertreiben, haben Vanessa und Ashley sich allerlei ausgedacht. Tanzpartys, Lieder mitsingen, Eis-am-Stil-Blasen ... ihr wisst schon.<br />
	</span></em></p>
<!--nextpage--><p>
	<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/a43705fb93593be1bb560f07bce5f08a.jpg" style="width: 640px; height: 427px; " /><br />
	<em><span style="font-family: Arial; font-size: 11px; line-height: 16px; ">Als wir das gedreht haben, konnten wir es selbst nicht glauben. F&uuml;r mich war das der wahrscheinlich &uuml;berw&auml;ltigendste Moment. Ich meine, das ist Vanessa Hudgens, die aus High School Musical! Nat&uuml;rlich waren auch die ATL Twins sehr hilfreich. Sie haben uns gezeigt, wie man sich eine Nase Koks von einem nackten K&ouml;rper runterzieht. Das M&auml;del mit den &bdquo;Drogen&ldquo; (pulverisiertes B12, falls es jemand wissen will) auf dem K&ouml;rper war eine Statistin, die steif wie ein Brett und die ganze Zeit knallrot angelaufen war.<br />
	</span></em></p>
<!--nextpage--><p>
	<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/f06ac54c8fa7c0d2cb7a974f72f1308a.jpg" style="width: 640px; height: 959px; " /><br />
	<em><span style="font-family: Arial; font-size: 11px; line-height: 16px; ">In dieser Szene tummelt sich Selena mit echten Spring Breakers. Ich glaube, es war ihr ein wenig unheimlich, diesen Raum voller ausflippender Jugendlicher zu betreten. Das Erste, was Rachel tat, war, sich auf einen Tisch zu stellen und zu br&uuml;llen: &bdquo;Wenn einer von euch Arschl&ouml;chern seinen Schwanz an meinem M&auml;dchen reibt, BRING ich ihn um!!!&ldquo; Sie kann sehr &uuml;berzeugend sein. Ich habe dann, glaube ich, auch keine Schwanzreibereien gesehen, zumindest nicht an Selena.<br />
	</span></em></p>
<!--nextpage--><p>
	<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/95844da9f827b180c4fdca277c8722b0.jpg" style="width: 640px; height: 959px; " /><br />
	<em><span style="font-family: Arial; font-size: 11px; line-height: 16px; ">Das waren die &bdquo;Chaosmasken&ldquo; der M&auml;dels. Die haben sie getragen, wenn es so richtig zur Sache ging. Allerdings w&auml;re ein &Uuml;berfall durch diese Damen f&uuml;r die meisten sicher ein Vergn&uuml;gen.<br />
	<br />
	</span></em></p>

]]></description>
<guid isPermaLink="false">http://www.vice.com/181311</guid>
<author>Annabel Mehran</author>
<category>film, Spring Breakers, James Franco, Gucci Mane, Selena Gomez, Vanessa Hudgens, Ashley Benson, Rachel Korine, Harmony Korine</category>
</item>
<item>
<title>Christoph Waltz ist nicht der Beste</title>
<link>http://www.vice.com/de/read/christoph-waltz-ist-nicht-der-beste</link>
<pubDate>Wed, 27 Feb 2013 13:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<p>
	<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/1c4859ba3e2ec3ef3158cd0dbd9b5542.jpg" style="width: 640px; height: 360px;" /><br />
	<em>Waltz surft. Nicht im Bild: Der Hype aus Hochwasser unter ihm.</em></p>
<p>
	Ihr wisst, wie das mit dem Wutb&uuml;rgern ist. Erstens ist es was f&uuml;r typische &Ouml;sterreicher, die niemandem irgendeinen Erfolg verg&ouml;nnen, zweitens ist es was f&uuml;r Leute, die sich gerne &uuml;ber typische &Ouml;sterreicher aufregen, die andauernd wutb&uuml;rgern und niemandem irgendeinen Erfolg g&ouml;nnen, und drittens sagt man dazu schon wieder l&auml;ngst nicht mehr so<span class="s1">&mdash;</span>was ein guter Grund w&auml;re, um an dieser Stelle schnell &uuml;ber kurzlebige Worth&uuml;lsentrends zu wutb&uuml;rgern. Aber egal, ob ihr nun wutb&uuml;rgern oder haten dazu sagt und ob es um Rants oder einfach nur Verrisse geht, jeder Schimpfweg und jede N&ouml;rgelstra&szlig;e f&uuml;hren unweigerlich nach &Ouml;sterreich.</p>
<p>
	Dar&uuml;ber k&ouml;nnte man jetzt vermutlich einen eigenen Artikel schreiben<span class="s1">&mdash;oder sich fragen, warum eigentlich jedes europ&auml;ische Land von sich glaubt, Weltmeister im Jammern und Schlechtreden zu sein. </span>Oder aber man akzeptiert, dass wir auf dem alten Kontinent alle irgendwie kaputte Nachfahren von Bauern oder noch kaputtere Spr&ouml;sslinge von Adelingen sind, die scheinbar nichts anderes im Kopf hatten, als mit ihrem generationen&uuml;berdauernden Inzest eine kontinentale Kinnladenzucht anzulegen und denen mit jedem neuen Winter ein bisschen mehr Lebensenergie aus dem Genpool gezuzelt wurde.</p>
<p>
	<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/e831c1cef2a4729cf667a890b799aae7.jpg" style="width: 640px; height: 356px;" /><br />
	<em>Waltz&#39; Regression in eine Zeit, als der Genpool noch Planschbecken war.</em></p>
<p>
	Wenn man sich damit erst mal abfindet, lebt es sich auch gleich viel angenehmer. Und es f&auml;llt einem auch leichter, andere Leute mit gro&szlig;en Kinnladen ungeniert runterzuziehen und &uuml;ber sie zu schreiben, dass sie bei aller Liebe wirklich nicht so toll sind, wie der momentane Heimat-Hype (OMG, ZWEI OSCARS F&Uuml;R #&Ouml;STERREICH, PARTY HARD, #YOLO!) uns glauben macht.</p>
<p>
	Ich wei&szlig;, das ist derzeit keine popul&auml;re Aussage, wo alle eure Freunde doch gerade damit besch&auml;ftigt sind, die YouTube-Videos vom letzten Jahr rauszusuchen und neu zu posten, weil wir es doch alle ein bisschen geil finden, wenn irgendein US-Late-Night-Host (also Leute aus dem &quot;echten Fernsehen&quot;) endlich auch mal &quot;Austria&quot; sagen, aber: <em>Christoph Waltz ist nicht der Beste.</em></p>
<p>
	<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/f1734fc0c434a7f74894570c886a2509.jpg" style="width: 640px; height: 427px;" /><br />
	<em>Aber zumindest hat er Dance Moves. Hier: The Sideways Shlong Squeeze</em></p>
<p>
	Warum ich das denke? Aus diesen drei Gr&uuml;nden:</p>
<p>
	<strong>1.: Er ist nicht der beste Charakter- oder Nebendarsteller </strong></p>
<p>
	Waltz hat zwar den perfekt oberfl&auml;chlichen Tarantino-Stil auch zur schauspielerischen Kunstform erhoben, aber er wirkt dabei immer wie eine postmoderne Blackbox, von der niemand wei&szlig;, was drinnen passiert, aber bei der sich jeder denken kann, dass es rein gar nichts mit dem zu tun hat, was wir sehen. Waltz ist so etwas wie der ewig drohende, nie ausbrechende Pferdefleischskandal des Filmschauspiels. Und ich wei&szlig; beim besten Willen nicht, ob er jemals wieder woanders als in Tarantino-Lasagne Fu&szlig; fassen kann.</p>
<p>
	<strong>2.: Er ist nicht das beste &Ouml;sterreich-Testimonial</strong></p>
<p>
	Wenn man sich &Ouml;sterreich als Marke vorstellt, sind wir bestimmt nicht das augenblickliche Amazon, sondern eher Play.com. Wie, ihr kennt Play.com gar nicht? Ganz genau. Es macht ziemlich exakt dasselbe wie Amazon, nur kleiner. Play hat keine Probleme mit negativem Image, aber auch keine Probleme mit zu viel Kundschaft. Wenn ihr in der Welt rum fragt, werdet ihr bemerken, dass es um unser Alpenminimundus &auml;hnlich bestellt ist. In Lateinamerika kennt uns niemand und in den USA denkt man immer noch an Mozart, Hitler oder <em>The Third Man</em>. Und wisst ihr, was dagegen besonders wenig hilft? Jemand, der in seinem Auftritt bei <a href="http://www.youtube.com/watch?v=6jUzNyADiy8">Conan O&#39;Brien</a> Deutschland und &Ouml;sterreich mit einem Panzer und einem Walzer vergleicht. Genauso gut k&ouml;nnte er sagen: &quot;Schaut her, sehr viel abgehobener und irrelevanter k&ouml;nnten wir eigentlich gar nicht sein!&quot;</p>
<p>
	<strong>3. Er ist nicht der beste Talk Show Gast</strong></p>
<p>
	Eigentlich sind 2. und 3. gro&szlig;teils fl&auml;chendeckend und beides trifft auf so gut wie alle seine Auftritte von <a href="http://www.youtube.com/watch?v=5uYbW7M2Cwo">Harald Schmidt</a> bis Conan O&#39;Brien zu. Manche von euch werden angesichts dieser ganzen Frevelei ihr Leben nicht mehr packen und diesen Artikel so kommentieren, als w&auml;rt ihr die Betreiber von Michael Hanekes (Fake-)<a href="https://twitter.com/Michael_Haneke">Twitter-Account</a>. &quot;Siehst du &uuml;berhaupt dieselben Filme, Opfer? #Aufschrei&quot; und &quot;I gonna rip your ass open with lolcatz&quot; sind da noch die nettesten Beschimpfungen, die mir von euch f&uuml;r mich einfallen. Aber sind wir uns doch kurz ehrlich: Wenn ihr an jeder Stelle, wo es um &Ouml;sterreich geht, einfach Tschetschenien einsetzt, entlocken euch die Waltz-Auftritte bestenfalls noch ein Schulterzucken.</p>
<p>
	<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/b7ab397ae2d2d92e5f5f3915e2ddc199.jpg" style="width: 640px; height: 587px;" /></p>
<p>
	Christoph Waltz ist die international &quot;angekommene&quot; Version von Harald Krassnitzer<span class="s1">&mdash;also die Art von Typ, die im Wirtshaus ein Reclam-Heft rausholt und beim n&auml;chsten Buchklubtreffen eine z&uuml;nftige Brettljausn mitbringt. Versteht mich nicht falsch, auch ich habe <em>Django Unchained</em> cool gefunden und war von <em>Inglourious Basterds</em> sogar so begeistert, dass ich mich wie ein von Benzedrin aufgeputschter Antifa-K&auml;mpfer f&uuml;hlte, der am liebsten ins n&auml;chstbeste Cineplexx eingebrochen w&auml;re, um &uuml;berall gro&szlig;e Qs hinzupissen und danach anzuz&uuml;nden (was ziemlich viel Sinn macht, wenn man ein von&nbsp;</span><span class="s1">Benzedrin aufgeputschter Antifa-K&auml;mpfer ist). Aber in beiden F&auml;llen fiel ziemlich schnell auf, dass Waltz mehr Typus als Typ und f&uuml;r Tarantino gewisserma&szlig;en das Gleiche war wie Klaus Kinski f&uuml;r Werner Herzog und Laura Dern f&uuml;r David Lynch. N&auml;mlich <em>Obsessionen</em>, die mehr dazu da waren, einen gewissen klamaukigen Fetisch zu befriedigen, als tats&auml;chliche Charaktere zu verk&ouml;rpern.</span></p>
<p>
	Bei <em>Django</em> hatte ich sogar schon die Bef&uuml;rchtung, dass Tarantinos Waltzmanie gewisserma&szlig;en seinen Fu&szlig;fetisch von der Leinwand verdr&auml;ngt hatte. Vielleicht ist das alles also mehr Tarantinos als Christoph Waltz&#39; Schuld. Zumindest w&uuml;rde ich das wirklich gerne glauben, damit ich mit allen anderen so tun kann, als h&auml;tte ich den Oscar irgendwie selbst gewonnen. Aber so viel ich auch die Augen zusammenkneife, f&uuml;r mich ist Waltz durch Tarantino zu einem ganz anderen Typus geworden: N&auml;mlich zu der v&ouml;llig <span data-ft="{&quot;tn&quot;:&quot;K&quot;}" id=".reactRoot[1].[1][2][1]{comment455525991183759_3807286}.0.[1].0.[1].0.[0].[0][2]"><span class="UFICommentBody" id=".reactRoot[1].[1][2][1]{comment455525991183759_3807286}.0.[1].0.[1].0.[0].[0][2].0"><span id=".reactRoot[1].[1][2][1]{comment455525991183759_3807286}.0.[1].0.[1].0.[0].[0][2].0.[0]"><span id=".reactRoot[1].[1][2][1]{comment455525991183759_3807286}.0.[1].0.[1].0.[0].[0][2].0.[0].[0]">gek&uuml;nstelten, &uuml;berkandidelten, feingliedrigen Fig</span></span><span id=".reactRoot[1].[1][2][1]{comment455525991183759_3807286}.0.[1].0.[1].0.[0].[0][2].0.[3]"><span id=".reactRoot[1].[1][2][1]{comment455525991183759_3807286}.0.[1].0.[1].0.[0].[0][2].0.[3].0"><span id=".reactRoot[1].[1][2][1]{comment455525991183759_3807286}.0.[1].0.[1].0.[0].[0][2].0.[3].0.[0]">ur, die immer furchtbar gestakst und geschraubt redet und die in mir den Wunsch wachsen l&auml;sst, irgendwann mal einfach nur mit ihm Schnaps zu saufen, damit endlich ein bisschen Echtheit </span></span></span></span></span>aus seiner gepeinigten Leber sickert.</p>
<p>
	Wie es sich f&uuml;r einen echten &Ouml;sterreicher geh&ouml;rt, plagt mich nach so vielen b&ouml;sen Abs&auml;tzen jetzt wirklich das schlechte Gewissen, sodass ich das mit dem Schnapssaufen wohl einfach schon mal alleine angehen werde. Dann kann ich im Wirtshaus auch gleich ein bisschen dar&uuml;ber schluchzen, dass ich pers&ouml;nlich nie einen Oscar gewinnen werde und mir die Tr&auml;nen mit meinem eigenen Reclam-Heft trocknen. Bevor ich das Flagellanten-Trinken beginne, m&ouml;chte ich noch schnell diese Entschuldigung loswerden: Sorry, Christoph Waltz, daf&uuml;r hattest du bei <em>Am dam des</em> auch wirklich die allercoolsten Hosen!</p>
<p>
	<iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/KaAaF7SUJTQ" width="640"></iframe></p>
<p>
	Sind wir wieder gut? Wir k&ouml;nnen ja trotzdem hinter dem R&uuml;cken weiterschimpfen, wie es sich f&uuml;r richtige &Ouml;sterreicher geh&ouml;rt. Dann auch gerne per Sie. Oder so. Mahalo!</p>
<hr style="color: black; background: black; height: 1px; width: 100%; " />
<p>
	<font style="letter-spacing: 2px;"><b>EMPFOHLENE ARTIKEL</b></font></p>
<p>
	&nbsp;</p>
<table border="0" cellpadding="5" cellspacing="5">
	<tbody>
		<tr>
			<td align="left" height="75" valign="top" width="85">
				<a href="http://www.vice.com/de/read/bei-den-oscars-hagelte-es-ganz-unamerikanisch-nazi-und-sexwitze-"><img height="75px" src="http://assets.vice.com/content-images/article/bei-den-oscars-hagelte-es-ganz-unamerikanisch-nazi-und-sexwitze-/6a6f916d2ee1ab72d0061255e6537f2e_vice_95x95.jpg" width="75px" /></a></td>
			<td align="left" height="75" valign="top">
				<span style="font-family:'Arial'; font-size:15px; font-weight: bold; line-height: 20px;"><a href="http://www.vice.com/de/read/bei-den-oscars-hagelte-es-ganz-unamerikanisch-nazi-und-sexwitze-">Bei den Oscars hagelte es ganz unamerikanisch Nazi- und Sexwitze </a></span><br />
				<span style="font-family:'Arial'; font-size:11px; line-height: 15px;">Wer die Oscars verpennt hat, selber Schuld. Ihr habt die ganzen Sex- und Naziwitze verpasst. Wie haben durchgehalten und euch eine kleine Zusammenfassung von der Show gemacht.</span></td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				<a href="http://www.vice.com/de/the-vice-guide-to-film/north-korean-film-madness-1"><img height="75px" src="http://assets.vice.com/content-images/article/north-korean-film-madness-part-1-of-3--9/08291a5ca1602b10351df65c6ddafcac_thumb.jpg" width="75px" /></a></td>
			<td align="left" height="75" valign="top">
				<span style="font-family:'Arial'; font-size:15px; font-weight: bold; line-height: 20px;"><a href="http://www.vice.com/de/the-vice-guide-to-film/north-korean-film-madness-1">North Korean Film Madness </a></span><br />
				<span style="font-family:'Arial'; font-size:11px; line-height: 15px;">Willkommen zum nordkoreanischen Filmwahnsinn.</span></td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				<a href="http://www.vice.com/de/read/sextourismus-blasphemie-und-diatcamp-Ulrich-Seidl-film"><img height="75px" src="http://assets.vice.com/content-images/article/on-acid-at-london-fashion-week/1bc15c631a152c55e28aa5a6215e2477_thumb.jpg" width="75px" /></a></td>
			<td align="left" height="75" valign="top">
				<span style="font-family:'Arial'; font-size:15px; font-weight: bold; line-height: 20px;"><a href="http://www.vice.com/de/read/sextourismus-blasphemie-und-diatcamp-Ulrich-Seidl-film">￼ Seidl will mit dir &uuml;ber Sextourismus, Blasphemie und Di&auml;tcamps reden</a></span><br />
				<span style="font-family:'Arial'; font-size:11px; line-height: 15px;">Drei Frauen auf der Suche nach der Erf&uuml;llung von Liebe: die eine als Sextouristin in Kenia, die andere als Geliebte von Jesus Christus und die n&auml;chste als unsterblich verknallte Teenagerin. </span></td>
		</tr>
	</tbody>
</table>
<p>
	&nbsp;</p>

]]></description>
<guid isPermaLink="false">http://www.vice.com/178372</guid>
<author>Markus Lust</author>
<category>film, christoph waltz, oscars, Pferdefleisch, Florian Henckel von Donnersmarck, Hollywood</category>
</item>
<item>
<title>Ein Film über die Jungs von Pirate Bay zeigt, wie die Szene wirklich tickt</title>
<link>http://www.vice.com/de/read/simon-klose-pirate-bay-film-berlinale</link>
<pubDate>Thu, 14 Feb 2013 07:00:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<p>
	<iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/KCAGb7oSwDs" width="640"></iframe></p>
<p>
	Der schwedische Filmemacher Simon Klose hat die letzten vier Jahre damit verbracht, das Leben der Gr&uuml;nder von The Pirate Bay zu dokumentieren: Peter Sunde, Gottfrid Svartholm und Fredrik Neij. Und in diesen vier Jahren ist viel passiert, schlie&szlig;lich sind Peter, Gottfrid und Fredrik die Gesichter von einer der weltgr&ouml;&szlig;ten Tauschb&ouml;rsen und damit die ganze Zeit verklagt, durchsucht, ins Gef&auml;ngnis gesteckt und generell von den Beh&ouml;rden &uuml;berall verfolgt worden. Am Ende des Gerichtsverfahrens gegen <i>The Pirate Bay</i> stand eine Strafe von 3,5 Millionen Euro und au&szlig;erdem die Antwort auf die Frage, wie das Urheberrecht und der normale Internet-User&mdash;also alle anderen, auch du&mdash;miteinander klar kommen k&ouml;nnen.</p>
<p class="p1">
	<span class="s1">&Uuml;ber Crowdfunding konnte Simon ein Filmteam anheuern, um <i>The Pirate Bay &ndash; Away From Keyboard</i> (oder kurz<i>TPB AFK</i>) schneiden und fertigstellen zu k&ouml;nnen. Der Film ist unter der Creative Commons-Lizenz freigegeben und hatte vergangenen Freitag auf der Berlinale Premiere. Gleichzeitig wurde der Film kostenlos f&uuml;r jeden im Internet ver&ouml;ffentlicht, was wohl auch eine Premiere darstellt. Ich habe mich mit Simon getroffen, und mit ihm &uuml;ber sein Leben &bdquo;away from keyboard&rdquo; zu sprechen, seitdem er 2008 die Piraten-Jungs kennengelernt hat.</span></p>
<p>
	<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/ff98734ab41da08eb98821e641bda097.jpg" style="width: 480px; height: 640px;" /></p>
<p>
	<b>VICE: Hey Simon, wie geht&#39;s?</b><br />
	<b>Simon Klose:</b> Ich hab einen Jetlag und bin m&uuml;de. Und ein bisschen durch den Wind und vollgepumpt mit Koffein. Aber ja, mir geht&#39;s gut.</p>
<p class="p1">
	<span class="s1"><b>Was hast du alles so gemacht?</b></span><br />
	Ich war sehr besch&auml;ftigt. Es ist total verr&uuml;ckt. Einen Monat war ich in Vietnam und im n&auml;chsten in San Francisco. Und jetzt bin ich in Berlin voll besch&auml;ftigt. Ich habe jetzt schon lange nicht mehr richtig ausgeschlafen, aber es ist alles gro&szlig;artig, spannend und auch seltsam.</p>
<p class="p2">
	<b>Was machst du als n&auml;chstes?</b><br />
	Ich arbeite an einer Website, die mit dem Film zusammen online geht. Kennst du das, wenn du dir einen Film anschaust und gleichzeitig bei Google nach Sachen suchst, die damit zu tun haben?</p>
<p class="p1">
	<span class="s1"><b>Ja, das mache ich immer so.</b></span><br />
	Mit meiner Website k&ouml;nnen Filmemacher in ihre Filme Links einbauen. So bekommst du mehr Infos, sogar w&auml;hrend du den Film siehst.</p>
<p class="p2">
	<b>Hast du dich schon immer so f&uuml;r Technik interessiert?</b><br />
	Nein, fr&uuml;her &uuml;berhaupt nicht. Ich hatte richtig Angst vor Technik und Computern. Aber dann hat sich das irgendwie ge&auml;ndert... Ich hab gemerkt, ich kann auch anders sein. Du kannst dich auch &auml;ndern, das ist cool. Der Film hat mir da einiges beigebracht.</p>
<p>
	<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/53c806f852ef4180270b3a710cefe3c9.jpg" style="width: 640px; height: 401px;" /><br />
	<strong> </strong></p>
<p>
	<b>Wie hast du zu den Jungs von TPB Kontakt hergestellt? Die sehen aus, als w&uuml;rden sie lieber unter sich bleiben.</b><br />
	Ich hab ja alleine gefilmt, ganz ohne Team. Mit Piatbyr&aring;n&mdash;das ist eine Organisation aus Schweden, die Leuten wie den Piraten-Jungs gegen Klagen und Angriffe der gro&szlig;en Konzerne hilft&mdash;und mit Peter Sunde war ich auf einer Kunstausstellung in Italien. Das war im Sommer 2008, wir fuhren mit einem roten Hippie-Buli durch ganz Europa. Dabei haben sich die Jungs, diese &bdquo;digitale Gemeinschaft&rdquo;, zum ersten Mal &bdquo;AFK&rdquo;, (&bdquo;away from keyboard&rdquo;, sozusagen im echten Leben) kennengelernt.</p>
<p class="p2">
	<b>Warum sagen die Jungs &bdquo;AFK&rdquo; und nicht &bdquo;IRL&rdquo; (&bdquo;in real life&rdquo;, im echten Leben), wenn sie &bdquo;im echten Leben&rdquo; sind und nicht &uuml;ber ihre Computer kommunizieren? (Was habe ich da gerade gefragt?)</b><br />
	Ich wei&szlig; es nicht. &bdquo;AFK&rdquo; und &bdquo;IRL&rdquo; ist das nicht das gleiche... Ich wollte im Film unbedingt deutlich machen, dass es da einen gro&szlig;en Unterschied gibt zwischen dem, was das Rechtssystem vorschreibt, und dem was diese Typen erreichen wollen. Darum auch &bdquo;AFK&rdquo;. Diese beiden Welten sprechen zwei v&ouml;llig unterschiedliche Sprachen.</p>
<p class="p1">
	<span class="s1"><b>Glaubst du, dass die Piraten-Jungs darum auch ihren Prozess verloren haben?</b></span><br />
	Keine Ahnung. Vielleicht hatte es etwas damit zu tun. Vielleicht auch nicht. Das ist wirklich schwer zu sagen. Ganz offensichtlich war es aber auch der gro&szlig;e Generationsunterschied. Auf der einen Seite sa&szlig;en diese drei Typen in T-Shirts und Kapuzenpullis. Sogar da drinnen im Gericht hatten sie ihre Laptops dabei&mdash;sie hackten sich ins W-Lan-Netz im Gerichtssaal. So chatteten sie dann miteinander und arbeiteten an der The Pirate Bay-Seite, direkt da vor Ort.<br />
	Auf der anderen Seite sa&szlig;en drei Anw&auml;lte mit ihren drei Assistenten, insgesamt waren es vielleicht neun Leute. Das waren Anzugtr&auml;ger in grau und schwarz. Wir sprechen hier vom Jahr 2009! Nur einer von ihnen hatte einen Laptop vor sich stehen. Es war ein faszinierendes Bild: Die sitzen da mit Stift und Block, und auf der anderen Seite sind die Jungs, die die ganze Zeit im Web surfen. Das Bild hat sich bei mir eingebrannt. Und was kam am Ende dabei raus? Eine Strafe &uuml;ber 3,5 Millionen Euro f&uuml;r die Jungs. Irgendwie ist das sehr tragisch ausgegangen.<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/7317df805b73cefba03aced27837c053.jpg" style="width: 453px; height: 640px;" /></p>
<p>
	<b>Auf deiner Website sagst du, <i>TPB-AFK</i> beruht auf einem alternativen Gesch&auml;ftsmodell.</b><br />
	Das Modell ist sicher nicht f&uuml;r jeden. Ich habe es bei meinem Film angewendet und es hat funktioniert. Ich hatte die Ehre, mit den Jungs rumzuh&auml;ngen, die mit ihrer (Torrents-)Website das Internet f&uuml;r immer ver&auml;ndert haben. Und ich hatte die Ehre, die Community dahinter kennenzulernen. Unglaublich viele Menschen unterst&uuml;tzen diese Bewegung. Ich wollte mit dem Film zeigen, was ich alles erlebt habe und den Film so vielen wie m&ouml;glich zug&auml;nglich machen. Gleichzeitig wollte ich so viele Tools wie m&ouml;glich nutzen, um den Film zu finanzieren und als Filmemacher &uuml;berleben zu k&ouml;nnen.</p>
<p class="p2">
	<b>Zeigt der Film, wie die Jungs wirklich sind?</b><br />
	Ich denke, es wollen alle wissen, wie die Jungs wirklich drauf sind, weil &uuml;ber sie so viel in der Presse geschrieben worden ist, &uuml;ber eine lange Zeit hinweg. Denn eigentlich wissen wir nicht so viel &uuml;ber sie, obwohl wir &uuml;ber <i>The Pirate Bay</i> so viel gelesen haben. Es ist schon spannend, diese Jungs der ganzen Welt vorzustellen. Ich finde sie faszinierend und habe viel von ihnen gelernt.</p>
<p class="p2">
	<b>Klingt cool. Danke, dass du dir die Zeit genommen hast und noch viel Gl&uuml;ck, Simon!</b></p>
<p class="p2">
	<a href="http://watch.tpbafk.tv/">Alle Infos zu <i>The Pirate Bay &ndash; Away From Keyboard </i>gibt es hier.</a></p>
<p class="p4">
	&nbsp;</p>
<p>
	&nbsp;</p>
<hr style="color: black; background: black; height: 1px; width: 100%; " />
<p>
	<font style="letter-spacing: 2px;"><b>EMPFOHLENE ARTIKEL</b></font></p>
<p>
	&nbsp;</p>
<table border="0" cellpadding="5" cellspacing="5">
	<tbody>
		<tr>
			<td align="left" height="75" valign="top" width="85">
				<a href="http://www.vice.com/de/read/james-franco-berlinale-Interior-Leather-Bar"><img height="75px" src="http://assets.vice.com/content-images/article/james-franco-berlinale-Interior-Leather-Bar/fd8443bb39e14852f879f0b9c2f1b843_vice_514x235.jpg" width="75px" /></a></td>
			<td align="left" height="75" valign="top">
				<span style="font-family:'Arial'; font-size:15px; font-weight: bold; line-height: 20px;"><a href="http://www.vice.com/de/read/james-franco-berlinale-Interior-Leather-Bar">James Franco macht Kunst, redet aber nicht dar&uuml;ber - zumindest nicht mit mir </a></span><br />
				<span style="font-family:'Arial'; font-size:11px; line-height: 15px;">James Franco ist ein Multitalent: er kann schauspielern, schreiben und nun ist er auch K&uuml;nstler! Oder hat das was mit dem Galeristen/Medien-Anwalt zu tun, der so viel grinst und einfach wei&szlig;, wie man richtig Kohle scheffelt?</span></td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				<a href="http://www.vice.com/de/read/deutsche-ueberwachung-menschenrechte-bahrain-arabischer-fruehling"><img height="75px" src="http://assets.vice.com/content-images/article/deutsche-ueberwachung-menschenrechte-bahrain-arabischer-fruehling/307d0489db731388f155abcb8670bfc2_vice_220x124.jpg" width="75px" /></a></td>
			<td align="left" height="75" valign="top">
				<span style="font-family:'Arial'; font-size:15px; font-weight: bold; line-height: 20px;"><a href="http://www.vice.com/de/read/deutsche-ueberwachung-menschenrechte-bahrain-arabischer-fruehling">Deutsche Technik spioniert Menschenrechtler aus </a></span><br />
				<span style="font-family:'Arial'; font-size:11px; line-height: 15px;">Die Deutschen sind auf der Seite der Unterdr&uuml;ckten auf dieser Welt. Von wegen! Menschenrechtsaktivisten anderer L&auml;nder werden mit Hilfe der deutschen Technik ausspioniert, und auf Grundlage dieser Daten inhaftiert, gefoltert und ermordet.</span></td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				<a href="http://www.vice.com/de/read/vergiss-berlin---china-hat-die-besten-start-ups"><img height="75px" src="http://assets.vice.com/content-images/article/vergiss-berlin---china-hat-die-besten-start-ups/7d8fb3e16b79a0347523574e29324172_vice_514x235.jpg" width="75px" /></a></td>
			<td align="left" height="75" valign="top">
				<span style="font-family:'Arial'; font-size:15px; font-weight: bold; line-height: 20px;"><a href="http://www.vice.com/de/read/vergiss-berlin---china-hat-die-besten-start-ups">Vergiss Berlin - China hat die besten Start-Ups </a></span><br />
				<span style="font-family:'Arial'; font-size:11px; line-height: 15px;">Alles reden vom Start-Ups und dem eigenen Business. In New Yorks Brooklyn, in Berlin oder San Francisco. Aber habt ihr mal von Shenzhen in China geh&ouml;rt? Da gehts n&auml;mlich richtig ab.</span></td>
		</tr>
	</tbody>
</table>
<p>
	&nbsp;</p>

]]></description>
<guid isPermaLink="false">http://www.vice.com/176843</guid>
<author>Caisa Ederyd</author>
<category>film, Berlinale, Simon Klose, Peter Sunde, Gottfrid Svartholm, Fredrik Neij, film, The Pirate Bay – Away From Keyboard, Pirate Bay</category>
</item>
<item>
<title>Der Romanisator</title>
<link>http://www.vice.com/de/read/der-romanisator-0000314-v8n9</link>
<pubDate>Sun, 23 Sep 2012 06:00:00 +0100</pubDate>
<description><![CDATA[<p>
	<span style="font-size: 11px; font-family: Arial; line-height: 16px;"><i>Illustrationen von Penelope Gazin</i></span><br />
	<br />
	<em><img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/5c359e95254210d0daab46757f308e03.jpg" style="width: 640px; height: 857px;" /></em></p>
<p>
	<i>Ihr habt noch nie von Alan Dean Foster geh&ouml;rt? Aber ihr kennt sicher die Titel seiner Werke: </i>Alien, Alien&thinsp;2, Alien&thinsp;3, Transformers, Star Wars, Das Ding aus einer anderen Welt <i>und viele andere &bdquo;Romane zum Film&ldquo;, die er geschrieben hat. In den letzten 40 Jahren hat er mehr als 30 Spielfilme und deren Originaldrehb&uuml;cher in Romanform gebracht, was ihn zum produktivsten Science-Fiction-Romanverfasser aller Zeiten macht. Aber da die Studios in letzter Zeit lieber darauf verzichten, Romanversionen von Spielfilmen in Auftrag zu geben, wird seine Spezies vermutlich mit ihm aussterben.</i></p>
<p>
	Obwohl die Erstellung von Filmromanen meist als schn&ouml;der Broterwerb ohne jeden literarischen Wert betrachtet wird und die Romane selbst in Form von billigen Taschenb&uuml;chern mit knalligem Pr&auml;gedruck auf den Markt kommen, die selten mehr als eine Auflage haben, haben sich schon namhafte Science-Fiction-Autoren an diese Aufgabe herangewagt. Orson Scott Card schrieb den Roman zu <i>Abyss&mdash;Abgrund des Todes</i>; Arthur C. Clarke schrieb den Roman zu 2001&mdash;<i>Odyssee im Weltraum</i>, w&auml;hrend er mit Kubrick an dem Drehbuch arbeitete; Isaac Asimov hat nicht nur <i>Die phantastische Reise</i> in einen Roman verwandelt, sondern sogar noch den Folgeband <i>Doktor Schapirows Gehirn. Phantastische Reise ins Zentrum des Ichs</i> geschrieben; und Michael Moorcrock schrieb den Roman <i>The Great Rock &rsquo;n&rsquo; Roll Swindle</i>, der auf einem Film &uuml;ber die Sex Pistols basierte, der wiederum auf die Idee eines Theaterdirektors zur&uuml;ckging, der etwas &uuml;ber &bdquo;Sexy Young Assassins&ldquo; machen wollte. Filmromane gibt es bereits seit den 1920er Jahren und sie wurden urspr&uuml;nglich von den Filmstudios in Auftrag gegeben, damit das Science-Fiction- und Horrorfilmpublikum seine Lieblingsfilme lesenderweise nacherleben konnte, nachdem es das Kino verlassen hatte. Als LDs, Videokassetten und DVDs auf den Markt kamen, lie&szlig; die Nachfrage rapide nach; trotzdem erlebten die Filmromane in den 80er und 90er Jahren ein Comeback. Kurz nach der Jahrtausendwende allerdings gab es kaum noch Bedarf an &bdquo;B&uuml;chern zum Film&ldquo;; selbst die Massen an Videospielen, die danach den Markt &uuml;berfluteten, konnten diesem einst gewaltigen, wenn auch wenig anerkannten Zweig des Verlagswesens kein neues Leben einhauchen. Wie werden die Science-Fiction-Fans von morgen ihren Bedarf an transmedialer Literatur decken? Ich rief Alan an, um ihm diese Frage zu stellen, und mich mit ihm &uuml;ber diese und viele andere Dinge zu unterhalten.<br />
	<br />
	<b>VICE: Ich wollte mit dir schon lange mal &uuml;ber die <i>Alien</i>-Romane sprechen, aber ich bin froh, dass ich es nicht getan habe, bevor der Film<i> Prometheus</i> ins Kino kam. Was h&auml;ltst du von dem Film?<br />
	Alan Dean Foster:</b> Ich habe ihn noch nicht gesehen.<br />
	<br />
	<b>Wirklich nicht? Warum nicht?<br />
	</b>Weil ich in einer Kleinstadt lebe, wo das n&auml;chste Kino, das interessante Filme zeigt, oder das n&auml;chste Kino &uuml;berhaupt 20&thinsp;Autominuten entfernt ist, und weil meine Frau nicht mehr ins Kino geht, weil sie nicht so lange sitzen kann. Wenn ich in L.&thinsp;A., New York oder Boston leben w&uuml;rde, w&uuml;rde ich bestimmt viele Gleichgesinnte finden, zu denen ich sagen k&ouml;nnte: &bdquo;Hey, wollen wir uns nicht<i> Prometheus</i> ansehen?&ldquo;<br />
	<br />
	<b>Erstaunlich, dass du der Versuchung widerstehen konntest, wo du einen so gro&szlig;en Teil deines Berufslebens mit dem Thema &bdquo;Alien&ldquo; verbracht hast. Bist du nicht neugierig?<br />
	</b>Die Leute sprechen immer wieder von der sogenannten Trendwende, und ich glaube, die steht wirklich bevor, denn in allern&auml;chster Zukunft wird niemand mehr ins Kino gehen. Die Leute lesen die Kritiken, sehen sich die Ausschnitte auf Youtube oder io9 an, und dann haben sie schon 90 Prozent des Films gesehen. Irgendwann braucht der Film dann nicht einmal mehr gedreht zu werden. Man redet &uuml;ber den Film, der vielleicht gedreht worden w&auml;re, und stellt die besten Szenen ins Netz. Diese werden dann bewertet, und die Internetnutzer k&ouml;nnen sich den Rest denken. Ich f&uuml;rchte, darauf l&auml;uft es fr&uuml;her oder sp&auml;ter hinaus, und das meine ich nur zum Teil ironisch.<br />
	<br />
	<b>Zuerst wollte ich dich fragen, warum du nicht beauftragt wurdest, den Roman zu <i>Prometheus</i> zu schreiben, aber dann wurde mir klar, dass es gar kein Buch zum Film geben wird.<br />
	</b>Ich habe den Film zwar noch nicht gesehen, aber ich habe seine Entwicklung mitverfolgt, und bisher wurde die Romanfassung mit keiner Silbe erw&auml;hnt, was ungew&ouml;hnlich, aber auch irgendwie interessant ist. Denn f&uuml;r das Studio w&auml;re es eine gute Werbung und sie k&ouml;nnten ein paar Dollar dazu verdienen, deshalb w&auml;ren sie sicher daran interessiert. Aber ich habe bisher weder von einem Autor noch von einem Verlag geh&ouml;rt, der daran arbeitet. Dabei ist der Film bereits angelaufen, und das ist schon merkw&uuml;rdig.<br />
	<br />
	<b>Das Studio und die Filmemacher haben ja eigentlich gro&szlig;e M&uuml;he auf das transmediale Werbematerial verwendet. Der Trend geht dahin, diese Filme in ein eigenes Universum einzubetten, und vor dem Hintergrund verwundert es schon, dass Romanfassungen der Vergangenheit anzugeh&ouml;ren scheinen, obwohl sie diesem Trend entgegenk&auml;men.<br />
	</b>Das ist wirklich merkw&uuml;rdig. Ich glaube auch, dass Roman&shy;fassungen gen&uuml;gend Absatz f&auml;nden. Das Buch kann man &uuml;berall hin mitnehmen und lesen, und im Roman kann man vieles machen, was im Film unm&ouml;glich ist. Um im Roman eine Stimmung oder eine Landschaft zu beschreiben, braucht man kein horrendes Budget. Im Roman kann man zehn Seiten lang die innere Befindlichkeit einer Figur darstellen, was nicht einmal in einem Director&rsquo;s Cut m&ouml;glich w&auml;re, es sei denn der Regisseur ist unendlich geduldig.</p>
<p>
<!--nextpage-->	<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/b306b7590c2897d34d1e9dad7b842d59.jpg" style="width: 640px; height: 443px;" /></p>
<p>
	<b>Vielleicht sind Romanfassungen auch nicht mehr erw&uuml;nscht, weil man damit die Kontrolle &uuml;ber den Film und sein Universum, und somit auch &uuml;ber das geistige Eigentum des Films abgeben w&uuml;rde. Weil man seine Grundideen, die von einem Testpublikum, von Marktforschern und Statistiken f&uuml;r gut befunden wurden, nicht verunreinigen lassen will. Die Erstellung einer Romanfassung stellt schlie&szlig;lich ein Risiko dar; sobald ein Thema ausgebaut wird, muss zwangsl&auml;ufig neuer Stoff eingef&uuml;hrt werden. Es sei denn, man gibt sich damit zufrieden, sich zw&ouml;lf Seiten lang &uuml;ber die physischen Vorz&uuml;ge von Noomi Rapace auszulassen.<br />
	</b>Manche sehen in der Arbeit des Filmromanautors lediglich den Versuch, das Drehbuch so lange auszuschm&uuml;cken, bis der Roman 200 Seiten hat, und das schafft man ohne viel M&uuml;he. Ich dagegen sehe B&uuml;cher zum Film als Gelegenheit, Fragen zu beantworten, die im Film gar nicht angesprochen werden. Und ja, sicher greift man damit in die Entscheidung des Regisseurs ein, der manche Dinge bewusst im Dunkeln gelassen hat. Als ich den Roman zu <i>Alien 2</i> geschrieben habe, habe ich die biomechanische Struktur der Physiognomie der Aliens beschrieben, wie sich bestimmte Gelenke bewegen oder wie die mehrteilige Mundpartie funktioniert, wo sich der innere Teil teleskop&shy;artig herausschiebt. Alles Sachen, die man im Film viel zu kurz sieht, um sie wirklich verstehen zu k&ouml;nnen. Und was ist mit der Intention der Aliens? Haben sie &uuml;berhaupt eine Intention? Das alles kann man im Film nicht erkl&auml;ren, zumindest nicht im ersten Teil. Aber im Buch ist das alles m&ouml;glich.<br />
	<br />
	<b>Ridley Scotts <i>Alien</i> basiert auf einer Illustration von H. R. Giger aus <i>Necronomicon</i>, zu dem dieser von H. P. Lovecraft inspiriert wurde. Von daher ist die Furcht, dass Romanautoren neue Aspekte in die Geschichte einbauen, die ihrerseits zum Kanon werden, gar nicht legitim, denn wer kann guten Gewissens eine Geschichte ganz f&uuml;r sich allein beanspruchen?<br />
	</b>Dan O&rsquo;Bannon konnte die<i> Alien</i>-Geschichte mit Fug und Recht f&uuml;r sich beanspruchen. Er hat das Originaldrehbuch zu <i>Alien</i> geschrieben, und leider weilt er nicht mehr unter uns. Als ich dazu kam, habe ich nicht nur mit Dan O&rsquo;Bannons Version arbeiten m&uuml;ssen, sondern auch mit Ridley Scotts, James Camerons und David Finchers Version. Meine Arbeit bestand darin, alles so miteinander zu verkn&uuml;pfen, dass es schl&uuml;ssig bleibt, und das war manchmal gar nicht so leicht. Ich hatte nur drei Wochen Zeit, um <i>Alien</i> zu schreiben, und das Studio war derma&szlig;en &uuml;bervorsichtig, dass sie mir keine Anhaltspunkte dazu lieferten, wie der Alien aussieht, nicht einmal eine schriftliche Beschreibung, und erst recht keine Abbildungen. Wenn man den Roman zu Alien liest, wird man deshalb darin keine Beschreibung des <i>Alien</i> finden; er hei&szlig;t einfach nur Alien. Unter diesen Bedingungen musste ich arbeiten, und das war verdammt schwer. Das Problem war nicht so sehr, dass ich zu sehr vom Filmoriginal abwich, sondern vielmehr zu nahe daran war. Als die Romanfassung herauskam, war ich ziemlich sauer dar&uuml;ber, dass sie die Sprache der Marines verharmlost hatten.<br />
	<br />
	<b>Der Verleger hat den Text zensiert, ohne dich zu informieren?<br />
	</b>Genau. Und ich war dar&uuml;ber genauso entsetzt wie du. Ich habe erst davon erfahren, als ein Fan mir schrieb: &bdquo;Was soll das? Die Space-Marines laufen herum und sprechen wie Erstkl&auml;ssler; das klingt total bescheuert.&ldquo; Da nahm ich mir ein Buch und sah nach. Normalerweise lese ich meine eigenen B&uuml;cher n&auml;mlich nicht noch mal; ich lese lieber die B&uuml;cher anderer Leute. Und tats&auml;chlich &thinsp;&hellip; &bdquo;Verdammte Hacke!&ldquo;, dachte ich mir, und das schrieb ich auch an Warner Books, wenn ich mich dabei auch noch ein wenig unverbl&uuml;mter ausdr&uuml;ckte. Sie antworteten, dass sie damit ein gr&ouml;&szlig;eres Publikum unter den Jugendlichen ansprechen wollten, was v&ouml;lliger Bl&ouml;dsinn ist, denn Teenager sprechen sowieso nicht so wie die Figuren aus <i>Alien</i>. Also haben sie die Sprache willk&uuml;rlich ver&auml;ndert und mir wohlweislich nichts davon erz&auml;hlt, weil sie sich schon dachten, dass ich ein mordsm&auml;&szlig;iges Theater veranstalten w&uuml;rde. Nicht weil ich meine eigenen Texte h&auml;tte verteidigen wollen, sondern weil es Camerons Sprache war, die ich genauso r&uuml;berbringen wollte, wie sie urspr&uuml;nglich war.<br />
	<br />
	<b>Diese konservative Haltung ist besonders interessant bei einem Film, der von einem Monster handelt, das aus einem riesigen erigierten Penis und einem teleskopartigen Vagina-Zahn-Penis-Mund besteht und das sich durch orale Vergewaltigung fortpflanzt. Hat James Cameron sich jemals zu Ihrer <i>Alien-2</i>-Romanfassung ge&auml;u&szlig;ert?<br />
	</b>Ja, wir hatten eine kurze Diskussion &uuml;ber eine Szene, aber wir konnten das Problem l&ouml;sen. Am Ende wird die Alienk&ouml;nigin aus der Luftschleuse geschleudert und Ripley klettert die Leiter hoch und schlie&szlig;t die Luke wieder. Und das hat mich vom wissenschaftlichen Standpunkt her gest&ouml;rt, weil es nicht funktioniert h&auml;tte. Erstens w&auml;re die gesamte Luft aus dem Raum entwichen, und zweitens w&auml;re der dadurch entstehende Druck so stark gewesen, dass sie es unm&ouml;glich geschafft h&auml;tte, die Leiter hochzusteigen. Dazu habe ich Cameron befragt, und er sagte zu mir: &bdquo;Ich wei&szlig;, aber ich wollte die Einstellung unbedingt drin haben.&ldquo; Und normalerweise ist er&mdash;was technische Fragen angeht&mdash;sehr gewissenhaft. Aber in Hollywood ist die Wirkung wichtiger als die Wissenschaft. Das galt schon in der Stummfilmzeit.<br />
	<br />
	In <i>Alien 3</i> habe ich versucht, die offensichtlichsten Fehler zu korrigieren. Zum Beispiel sa&szlig;en da Leute auf einem Haufen von Batterien und suchten die vollen heraus, die sie f&uuml;r ihre Taschenlampen brauchten. Der Film spielt Hunderte von Jahren in der Zukunft, und die benutzen immer noch Batterien? Ich gehe nicht davon aus, dass jemand meine Romane in 20 Jahren auf technische Genauigkeit &uuml;berpr&uuml;fen wird, aber einige der Fehler im Drehbuch konnte ich einfach nicht unbeachtet lassen. Den Roman zu <i>Alien 3</i> zu schreiben, hat mich so genervt, dass ich das Angebot zu <i>Alien&mdash;Die Wiedergeburt </i>abgelehnt habe.<br />
	<br />
	<b>Ich war beeindruckt, als ich h&ouml;rte, dass du die meisten deiner Romanfassungen in weniger als einem Monat geschrieben hast. Dann las ich, dass Michael Avallone <i>R&uuml;ckkehr zum Planet der Affen</i> in drei Tagen geschrieben hat. Diese Wahnsinns&shy;geschwindigkeit scheint Standard in der Branche zu sein. Verrate mir bitte: Wie kann man so schnell schreiben?<br />
	</b>Wenn man nur schreibt und sonst nichts anderes tut, geht das. Ich konnte schon immer sehr schnell schreiben, aber das kann auch nach hinten losgehen. Zwar komme ich schnell voran, aber f&uuml;r manche Dinge sollte ich mir manchmal mehr Zeit lassen. Manchmal langweile ich mich auch beim Schreiben. Ich bin ein visueller Autor. Ich habe mit Comics lesen gelernt, vor allem mit <i>Dagobert Duck</i>. Bei <i>Alien</i> habe ich die Geschichte in groben Z&uuml;gen auf ein Diktierger&auml;t gesprochen. Damals gab es noch keine Computer und ich konnte schneller reden als auf einer Schreibmaschine schreiben. Dann gab ich das Diktat zum Abtippen und daraus fertigte ich dann die Endfassung an. Und als dann die Computer aufkamen, ging es noch schneller, weil ich die Geschichte direkt in den Computer tippte.<br />
	<br />
	<b>Wie beeinflusst das Erstellen von Romanfassungen deine Wahrnehmung der Welt? Siehst du in allen Dingen Potenzial f&uuml;r erz&auml;hlerische Entwicklung? Gibt es irgendetwas, das nicht als Substrat f&uuml;r einen Roman geeignet w&auml;re? Wie sieht es mit unbelebten Gegenst&auml;nden aus, wie z.&thinsp;B. einem Dosen&ouml;ffner oder einem Haufen Kleingeld?<br />
	</b>Beim Dosen&ouml;ffner w&auml;re ich mir nicht sicher, aber ich habe schon mal ein Filmplakat zu einem Roman verarbeitet. Das war &uuml;brigens mein erstes Mal. 1972 kam die Erstellung von B&uuml;chern zum Film erstmals in Mode, und der Verlag Ballantine Books hatte die Rechte an einem furchtbaren italienischen Film mit einem weiblichen Tarzan erstanden, der <i>Luana</i> hie&szlig;. Ballantine kam auf mich zu und fragte mich: &bdquo;K&ouml;nnen Sie aus dem Film ein Buch machen?&ldquo; Ich war ein junger, aufstrebender Schriftsteller und antwortete nat&uuml;rlich: &bdquo;Sicher!&ldquo; Als ich nach dem Drehbuch fragte, sagte der Verleger, dass das einzige Exemplar, das sie h&auml;tten, auf Italienisch w&auml;re, und Italienisch konnte ich nicht. Ballantine arrangierte eine Privatvorf&uuml;hrung f&uuml;r mich in Los Angeles, aber der Film war auf Italienisch und hatte keine englischen Untertitel. Und als ich in dem Kino sa&szlig;, kamen mir gewaltige Zweifel: Erstens verstand ich kein Wort, und zweitens war der Film so schlecht, dass ich nur mit M&uuml;he bis zum Schluss durchhielt. Zum Gl&uuml;ck hatten sie Frank Frazetta engagiert, zwei Bilder zum Film zu malen, um damit die Werbetrommel zu r&uuml;hren. Diese beiden Bilder wurden sp&auml;ter viele Male in seinen Kunstb&uuml;chern reproduziert, auch wenn dort meist verschwiegen wird, f&uuml;r was f&uuml;r einen furchtbaren Film sie urspr&uuml;nglich werben sollten. Die Bilder sind im typischen Frazetta-Stil gemalt: Eine umwerfende, wild dreinschauende weibliche Tarzan-Gestalt ist mit einem L&ouml;wen und einem Panther abgebildet. Ich lie&szlig; mich von dem Bild inspirieren und schuf meine eigene Tarzan-Geschichte, die ich Frazetta widmete. Das Beste an der ganzen Geschichte war, dass ein Mitarbeiter von Disney zuf&auml;llig ein Exemplar meiner <i>Luana</i>-Filmplakat-Romanversion in die H&auml;nde bekam und Ballantine Books wegen der Filmrechte kontaktierte.<br />
	<br />
	<b>Die Verfilmung der Romanversion des Filmplakats einer Drehbuchverfilmung?<br />
	</b>Ja, genau das schienen sie vorzuhaben. Das war meine erste Romanfassung und die hatte sich gewaschen. Danach kamen B&uuml;cher zu <i>Raumschiff Enterprise </i>und <i>Krieg der Sterne</i>, die noch immer in Druck sind. Und damit ging meine Karriere als Romanverfasser los und ich bekam st&auml;ndig neue Angebote. Aber solche Dinge entwickeln sich meist zuf&auml;llig. Ich bin nicht mit der Absicht Schriftsteller geworden, B&uuml;cher zum Film zu schreiben. Ich schrieb meine eigenen Science-Fiction-Geschichten und -B&uuml;cher. Aber da ich immer wieder gefragt wurde, haben die Dinge eben ihren Lauf genommen. Au&szlig;erdem hat es mich gereizt, in k&uuml;rzester Zeit einen anst&auml;ndigen Roman aus dem Boden zu stampfen. Ich konnte meinen eigenen Director&rsquo;s Cut anfertigen&mdash;wenn man mich lie&szlig;&mdash;konnte technische Ungereimtheiten bereinigen und Figuren, Handlungsstr&auml;nge und -hintergr&uuml;nde ausweiten. Und daran haben die Fans ihren Spa&szlig;. Ich muss sagen, ich bin stolz auf meine B&uuml;cher zum Film.<br />
	&nbsp;</p>

]]></description>
<guid isPermaLink="false">http://www.vice.com/160012</guid>
<author>Hamilton Morris</author>
<category>film, </category>
</item>
<item>
<title>Ein letzter Versuch: Bring mir bei, Kunst zu „verstehen“</title>
<link>http://www.vice.com/de/read/stuff-ein-letzter-versuch-bring-mir-bei-kunst-zu-verstehen-glen-coco</link>
<pubDate>Thu, 10 May 2012 12:30:00 +0100</pubDate>
<description><![CDATA[<p>
	<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/c9d00a09d30aa0cbf298588c384f067b.jpg" style="color: rgb(66, 66, 59); font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 13px; line-height: 19px; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; border-image: initial; max-width: 642px; height: 474px; width: 640px; " /></p>
<p class="p1">
	<span class="s1">Vor einiger Zeit habe ich dar&uuml;ber geschrieben, <a href="http://www.vice.com/de/read/ich-verstehe-kunst-einfach-nicht">dass ich Kunst nicht verstehe.</a>&nbsp;<a href="http://www.vice.com/de/read/frieze-fair-trying-to-get-art">Und dann habe ich der Kunst eine zweite Chance gegeben.</a>&nbsp;Nachdem ich unglaublich langweilige Nachrichten von Lesern bekommen habe, die davon handeln, wie falsch ich lag, dachte ich, es w&auml;re eine gute Idee, Kunst <strong>noch</strong> eine Chance zu geben. Dieses Mal mit Hilfe von jemandem, der behauptet zu wissen, wovon er redet.</span></p>
<p class="p1">
	<span class="s1">Der Typ oben im Bild ist unser Freund Alex, der gerade am Courtauld Institute of Art studiert, welches, zumindest laut <i>Wikipedia</i>, ziemlich wichtig zu sein scheint. Wir gingen zu &bdquo;First Thursdays&ldquo;, der Nacht, in der die Galerien in East London lange offen bleiben, um ihre neuesten Kollektionen zu pr&auml;sentieren.</span></p>
<p class="p1">
	<span class="s1">Ich hielt seine kritischen gedanklichen Erg&uuml;sse fest und sagte ihm, ich w&uuml;rde sp&auml;ter darauf eingehen. Mal schauen, ob Alex mir helfen kann, Kunst endlich zu verstehen.</span></p>
<p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 14px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; font-size: 13px; line-height: 19px; color: rgb(66, 66, 59); font-family: arial, helvetica, sans-serif; ">
	<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/413de19da9136cb5aa7f9a0bd42d4ab0.jpg" style="border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; border-image: initial; max-width: 642px; height: 474px; width: 640px; " /><br />
	<em>Ich wei&szlig; nicht, wie das hier hei&szlig;t, da war kein Schild.</em></p>
<div>
	<strong>Alex sagt:</strong> &bdquo;Bald ist Jubil&auml;um. Als Neuausrichtung des Nationalgeistes ist das Konzept der Monarchie wieder in Mode. Ein Weg, die Defizite, unter denen Gro&szlig;britannien leidet, aufzuwerten, Ikonen zu kr&ouml;nen oder einen Heiligenkult zu schaffen. Als solche wirken sie zeitgem&auml;&szlig;. Die banalen Stars &agrave; la Nicki Minaj erreichen die Leute nicht so, wie es die wahrhaft m&auml;nnlichen Ikonen der 60er taten. Die Menschen greifen auf die 60er zur&uuml;ck. Eine Zeit, in der diese Ikonen M&auml;nnlichkeit und sexuelle Anziehungskraft verk&ouml;rperten. Beispielsweise James Dean, Elvis oder Hunter S. Thompson.&ldquo;</div>
<div>
	&nbsp;</div>
<div>
	<strong>Glen sagt: </strong>&bdquo;Bah. Schon wieder hat jemand ein Bild von Elvis zunichte gemacht. Verstehe. Da wird eine Aussage &uuml;ber die Promi-Kultur getroffen. Die ... sicherlich, was auch immer, berechtigtes Argument. JA, die Leute interessieren sich f&uuml;r Stars, als ob sie Mitglieder des K&ouml;nigshauses w&auml;ren! Aber ist man zu dieser Feststellung nicht schon tausendmal gekommen? K&ouml;nnte man diesen Punkt nicht verbal ausdr&uuml;cken? Muss jeder Idiot, der eine offensichtliche Meinung &uuml;ber irgendetwas hat, unbedingt ein Kunstwerk schaffen, um sie der Welt mitzuteilen? Bei dem Gedanken daran, wie diese Drucke an der unverputzten Backsteinwand irgendeines Lofts in einem ehemaligen Kaufhaus h&auml;ngen, wird mir schlecht.&ldquo;</div>
<div>
	&nbsp;</div>
<p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 14px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; font-size: 13px; line-height: 19px; color: rgb(66, 66, 59); font-family: arial, helvetica, sans-serif; ">
	<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/ea719a17ad9b528199f67c63c51757a5.jpg" style="border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; border-image: initial; max-width: 642px; height: 474px; width: 640px; " /><br />
	<em>&bdquo;Night Angel&ldquo; von Ben Young</em></p>
<p class="p1">
	<span class="s1"><b>Alex sagt: &bdquo;</b>Das kindliche Element des Kritzelns ist eine spontane Reaktion auf die unmittelbare Umgebung. Das Problem ist, das Leute h&auml;ufig etwas Geniales von Kunst erwarten&mdash;der journalistische Wert der Kunst reicht ihnen nicht. Sie wollen zus&auml;tzliche Bedeutung, Schwei&szlig; auf der Stirn, eine einzigartige, neue und verf&uuml;hrerische &Auml;sthetik. Aber mir gef&auml;llt diese Leinwand irgendwie. Ich denke, es ist offensichtlich, wie viel Arbeit darin steckt. Ich mag die Farbe. Sie verf&uuml;gt &uuml;ber ein sch&ouml;nes, &auml;sthetisches Wechselspiel und ist in diesem Sinne wohldurchdacht. Ich denke, dass sie kunsthistorisch betrachtet besonders originell ist.&ldquo;</span></p>
<p class="p1">
	<span class="s1"><b>Glen sagt: </b>&bdquo;Ich bin mir nicht hundertprozentig sicher, was du damit sagen willst, Alex. Vielleicht bin ich einfach nur unkultiviert, aber ich denke nicht, dass etwas gleichzeitig&bdquo;spontan&ldquo; und &bdquo;wohldurchdacht&ldquo; sein kann. Alles, was ich sehe, ist eine gro&szlig;e Krakelei, die Tausende von Euro wert ist und von Leuten angestarrt werden wird, die in einer Galerie kommen, deren Miete monatlich wahrscheinlich auch Tausende von Euro kostet. Ich kann verstehen, dass das Bild manchen Leuten unter &auml;sthetischen Gesichtspunkten gefallen mag, aber k&ouml;nnten sie sich kein Foto davon anschauen? Oder einem Kleinkind ein paar Buntstifte geben und ihr eigenes Krickelkrakel gestalten? Mir erscheint das alles sehr verschwenderisch.&ldquo;</span></p>
<p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 14px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; font-size: 13px; line-height: 19px; color: rgb(66, 66, 59); font-family: arial, helvetica, sans-serif; ">
	<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/f605d6620a408433b97ce7f792068bac.jpg" style="border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; border-image: initial; max-width: 642px; height: 474px; width: 640px; " /><br />
	<em>&bdquo;L.H.O.O.Q.&ldquo;&nbsp;von Kate Hawkins</em></p>
<p class="p1">
	<span class="s1"><b>Alex sagt: </b>&bdquo;Du sagst, das sind beides Ikea-Bretter? Schau dir seinen kleinen, witzigen Schnurrbart an. Er stellt einen Kommentar dar&uuml;ber dar, wie infantil die Kombination dieser Gegenst&auml;nde ist. Minderwertige Arbeit. Es scheint, als w&auml;re es ein humorvoller Kommentar &uuml;ber die Mittelklasse oder eine gewisse Form von Nostalgie, vielleicht in Bezug auf den schwedischen Modernismus, f&uuml;r den <i>Ikea</i> bekannt war, bevor alles der Massenproduktion anheim fiel. Es soll insofern Naive Kunst sein, als dass jeder sie herstellen kann.&ldquo;</span></p>
<p class="p1">
	<span class="s1"><b>Glen sagt: </b>&bdquo;Das kann jeder herstellen? Ohne Schei&szlig;? Ich bin SCHOCKIERT. Das hei&szlig;t, die Aussage dieses Werks ist, dass es existieren kann? Ist das wirklich etwas, worauf man Menschen hinweisen muss?&ldquo;</span></p>
<p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 14px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; font-size: 13px; line-height: 19px; color: rgb(66, 66, 59); font-family: arial, helvetica, sans-serif; ">
	<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/6c93bb5cdc0f1d995cda0f42566fd0e7.jpg" style="border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; border-image: initial; max-width: 642px; height: 474px; width: 640px; " /><br />
	<em>&bdquo;The Last Huzzah of the Hoxditch Pleasure Pirates&rdquo; von Robert Rubbish und Steph Von Reiswitz</em></p>
<p class="p1">
	<span class="s1"><b>Alex sagt:</b> &bdquo;Die Nuller-Jahre waren eine Zeit, die stark von Hedonismus gepr&auml;gt war, aber es scheint, als w&uuml;rde ihnen der Hedonismus der 80er und 90er fehlen. Diese Jahrzehnte hatten eine charakteristische Droge oder Musik, w&auml;hrend die Nuller-Jahre ein gro&szlig;er Schmelztiegel f&uuml;r alle waren. Es steht jedem offen, seinen eigenen gro&szlig;en Hedonismus zu erschaffen. Als solche sind die sp&auml;ten Nuller-Jahre der &bdquo;Untergang des R&ouml;mischen Reiches&ldquo;. Hedonismus und Dekadenz sind zu ihrem eigenen unausweichlichen Ende gekommen&mdash;die Leute trinken nicht mehr, um einen ausschweifenden oder romantischen Lebensstil zu unterst&uuml;tzen wie einst Oscar Wilde oder Jim Morrison. Das hier ist ziemlich selbstgef&auml;llig, oder? Wie ein Kommentar dar&uuml;ber, wie viel Spa&szlig; sie innerhalb der Grenzen ihrer eigenen kleinen Gruppe haben. Vielleicht bin ich zynisch.&ldquo;</span></p>
<p class="p1">
	<span class="s1"><b>Glen sagt: </b>&bdquo;Die sp&auml;ten Nuller-Jahre? Du wei&szlig;t, dass es 2012 ist, oder? Warst du gestern einen heben?&ldquo;</span></p>
<p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 14px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; font-size: 13px; line-height: 19px; color: rgb(66, 66, 59); font-family: arial, helvetica, sans-serif; ">
	<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/463eb431a5e58cc3a8b13f9d5c5cb1d1.jpg" style="border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; border-image: initial; max-width: 642px; height: 474px; width: 640px; " /><br />
	<i>&bdquo;The Orchard&ldquo; von Yves Beaumont</i></p>
<p class="p1">
	<span class="s1"><b>Alex sagt: </b>&bdquo;Ich bl&auml;ttere die zu diesen Bildern geh&ouml;rende Literatur durch. Viele W&ouml;rter, die sie benutzen, sind einfach nur leer. Zum Beispiel beschreiben sie die Arbeit als &sbquo;um Haaresbreite vom Abstrakten entfernt&rsquo;&mdash;was soll das &uuml;berhaupt bedeuten? Das ist ein Missbrauch von Sprache, um Abstraktion zu kompensieren. Stattdessen sollte man Werke wie dieses <i>nicht </i>beschreiben. Indem man es beschreibt, schr&auml;nkt man es ein. Sie sind ziemlich durchdacht. Eigentlich finde ich sie ziemlich &uuml;berzeugend.&ldquo;</span></p>
<p class="p1">
	<span class="s1"><b>Glen sagt: </b>&bdquo;Das ist eine Reihe komplett wei&szlig;er oder fast komplett wei&szlig;er Leinw&auml;nde. Egal, ob der K&uuml;nstler Sprache missbraucht, um mir zu sagen, wie ich sie betrachten soll, es werden immer wei&szlig;e Leinw&auml;nde bleiben. Ich wei&szlig; gar nicht, wo ich anfangen soll, zu erkl&auml;ren, dass das einfach nur vollkommen idiotisch ist. Ich sch&auml;tze, dass es in der menschlichen Geschichte eine Zeit gab, in der es akzeptabel gewesen w&auml;re, das mit der Frage &sbquo;Aber ist das Kunst!?!?!&rsquo; zu pr&auml;sentieren. Aber jetzt, 2012? Kannst du dir vorstellen, wie viele Leute bereits wei&szlig;e Leinw&auml;nde ausgestellt haben m&uuml;ssen?&ldquo;</span></p>
<p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 14px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; font-size: 13px; line-height: 19px; color: rgb(66, 66, 59); font-family: arial, helvetica, sans-serif; ">
	<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/46f8c342996ee3ea85274c60e64c894a.jpg" style="border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; border-image: initial; max-width: 642px; height: 474px; width: 640px; " /><br />
	<i>&bdquo;The Riverbank&ldquo; von Yves Beaumont</i></p>
<p class="p1">
	<span class="s1"><b>Alex sagt:</b> &bdquo;Kunst, die dem Laien gef&auml;llt, ist vulgarisiert. In einer vulgarisierten visuellen Kultur, wo Werbung an jeder Ecke h&auml;ngt und alle paar Minuten im Fernsehen gezeigt wird, sind sie eine sehr laute, aufdringliche &Auml;sthetik gewohnt. Feinheiten wie die eines abstrakten Gem&auml;ldes sind sehr schwer zu vermitteln. Das ist ein erworbener Geschmack&mdash;die Leute haben die M&ouml;glichkeit, Unterscheidungen zu treffen und Unterscheidungen kommen normalerweise dort vor, wo man Unterscheidungen treffen sollte und Unterscheidungen sollten innerhalb der traditionellen Str&ouml;mung getroffen werden, in der sich der K&uuml;nstler positioniert, die irgendwie bekannt gemacht werden sollte. Wirklich.&ldquo;</span></p>
<p class="p1">
	<span class="s1"><b>Glen sagt: </b>&bdquo;Ich habe das gerade ungef&auml;hr 30 Mal gelesen und wirklich keine Ahnung, was irgendetwas davon bedeutet. Daher wei&szlig; ich nicht genau, was ich sagen soll. Ich denke, du wei&szlig;t noch nicht mal selbst, was du sagst, oder?&ldquo;</span></p>
<p class="p1">
	<span class="s1">OK, das reicht, ich bin zu einem Fazit gekommen. Und dieses Fazit lautet, dass Kunst, die hier von einem Kerl namens Alex repr&auml;sentiert wurde, daran gescheitert ist, sich selbst zu verteidigen. Ich habe Kopfschmerzen von der Transkription unseres vierst&uuml;ndigen Gespr&auml;chs dar&uuml;ber. Ich sch&auml;tze, idealerweise sollte jeder aufh&ouml;ren, &uuml;ber Kunst zusprechen. Oder zumindest, mit mir dar&uuml;ber zu sprechen. Wenn du dir etwas anschauen m&ouml;chtest, schau es dir an. Wenn du so tun m&ouml;chtest, als ob ein Haufen Pappmach&eacute;-Vasen optisch unterhaltsamer ist als der neue <i>The Fast and the Furious</i>, super. Sch&ouml;n f&uuml;r dich.</span></p>
<p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 14px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; font-size: 13px; line-height: 19px; color: rgb(66, 66, 59); font-family: arial, helvetica, sans-serif; ">
	<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/912521b8a4298de1e6a2d8b5f1df78c5.jpg" style="border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; border-image: initial; max-width: 642px; height: 474px; width: 640px; " /></p>
<p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 14px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; font-size: 13px; line-height: 19px; color: rgb(66, 66, 59); font-family: arial, helvetica, sans-serif; ">
	<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/606ec241f39c0175895c997b552d239f.jpg" style="border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; border-image: initial; max-width: 642px; height: 349px; width: 640px; " /></p>
<div>
	&nbsp;</div>
<hr style="color: black; background: black; height: 1px; width: 100%; " />
<p>
	<font style="letter-spacing: 2px;"><b>MEHR ZU KUNST</b></font></p>
<p>
	&nbsp;</p>
<table border="0" cellpadding="5" cellspacing="5" width="640">
	<tbody>
		<tr>
			<td align="left" height="75" valign="top" width="85">
				<a href="http://www.vice.com/de/read/ich-verstehe-kunst-einfach-nicht"><img height="75px" src="http://assets.vice.com/content-images/article/ich-verstehe-kunst-einfach-nicht/073c49a74881d1647af1e40d97baad96_thumb.jpg" width="75px" /></a></td>
			<td align="left" height="75" valign="top" width="545">
				<span style="font-family:'Arial'; font-size:15px; font-weight: bold; line-height: 20px;"><a href="http://www.vice.com/de/read/ich-verstehe-kunst-einfach-nicht">Ich verstehe Kunst einfach nicht</a></span><br />
				<span style="font-family:'Arial'; font-size:11px; line-height: 15px;">Ein Trost f&uuml;r mich ist, dass ich zu 99% sicher bin, dass niemand WIRKLICH Kunst mag und es eher eine exklusive Veranstaltung f&uuml;r Reiche ist, die ihrer &bdquo;Laune&ldquo; fr&ouml;hnen.</span></td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				<a href="http://www.vice.com/de/read/frieze-fair-trying-to-get-art"><img height="75px" src="http://assets.vice.com/content-images/article/frieze-fair-trying-to-get-art/fdfc345986a2dcf25bbb46441ad79ede_thumb.jpg" width="75px" /></a></td>
			<td align="left" height="75" valign="top" width="545">
				<span style="font-family:'Arial'; font-size:15px; font-weight: bold; line-height: 20px;"><a href="http://www.vice.com/de/read/frieze-fair-trying-to-get-art"> OK, ich tu&#39;s &ndash; ich geb der Kunst eine zweite Chance</a></span><br />
				<span style="font-family:'Arial'; font-size:11px; line-height: 15px;">Auf der Frieze Art Fair entschied ich, der Kunst eine zweite Chance zu geben.</span></td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				<a href="http://www.vice.com/de/read/stuff-die-documenta-13-und-die-pressemappe-des-grauens-nadja-sayej-carolyn-christov-bakargiev"><img height="75px" src="http://assets.vice.com/content-images/article/stuff-die-documenta-13-und-die-pressemappe-des-grauens-nadja-sayej-carolyn-christov-bakargiev/2edf257bedd578cebe1ca89dd96070f9_vice_95x95.jpg" width="75px" /></a></td>
			<td align="left" height="75" valign="top" width="545">
				<span style="font-family:'Arial'; font-size:15px; font-weight: bold; line-height: 20px;"><a href="http://www.vice.com/de/read/stuff-die-documenta-13-und-die-pressemappe-des-grauens-nadja-sayej-carolyn-christov-bakargiev">Die dOCUMENTA (13) und die Pressemappe des Grauens</a></span><br />
				<span style="font-family:'Arial'; font-size:11px; line-height: 15px;">Bei einem so renommierten Kunst-Event &uuml;berrascht es dann doch, dass das Media Press Kit in Form einer gebrannten Panasonic-CD vorliegt, auf die etwas mit Filzer geschrieben worden ist.</span></td>
		</tr>
	</tbody>
</table>
<p>
	&nbsp;</p>

]]></description>
<guid isPermaLink="false">http://www.vice.com/142055</guid>
<author>Glen Coco</author>
<category>film, Kunst, Kunst verstehen, Glen Coco</category>
</item>
<item>
<title>Die schmutzigen Geheimnisse Babylons</title>
<link>http://www.vice.com/de/read/die-schmutzigen-geheimnisse-babylons-v8n4-0000181</link>
<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 04:00:00 +0100</pubDate>
<description><![CDATA[<p>
	<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/af87cca44f66436220bff8394a3e9cb5.jpg" style="width: 640px; height: 417px; " /></p>
<p>
	Ein paar Tage vor meinem Interviewtermin mit Kenneth Anger bekam ich es ein wenig mit der Angst. Ich stellte mir eine gruselige Szene vor, in der ich dem 85-j&auml;hrigen Filmemacher in einem d&uuml;steren, sehr altert&uuml;mlichen Zimmer gegen&uuml;bersitze, w&auml;hrend er von meinen Interviewfragen immer genervter wird. Und, obwohl ich an solche Dinge nicht glaube, begann ich zu f&uuml;rchten, dass er einen thelemischen Fluch &uuml;ber mich aussprechen w&uuml;rde, wenn ich es mit meiner Fragerei zu sehr auf die Spitze trieb. Es w&auml;re nicht das erste Mal.<br />
	<br />
	Ob mich dieses Schicksal nun ereilt hat, ist schwer zu sagen, aber zumindest bekam ich das, wof&uuml;r ich gekommen war. Ich wollte mit Kenneth reden, weil er f&uuml;r mich jemand ist, der die &Auml;sthetik Hollywoods zu ein paar der eindr&uuml;cklichsten und emblematischsten Kurzfilme getrieben hat, die je gemacht wurden. Ein Gro&szlig;teil seiner Arbeiten, besonders <i>Rabbit&rsquo;s Moon, Scorpio Rising, Kustom Kar Kommandos, Lucifer Rising</i> und <i>Mouse Heaven</i>, pervertieren auf subtile Weise die amerikanische Ikonografie, soziale Normen und &Uuml;berzeugungen.<br />
	<br />
	Kenneth schrieb zudem die B&uuml;cher <i>Hollywood Babylon </i>und <i>Hollywood Babylon II</i>&mdash;detaillierte Schilderungen verschwiegener Skandale der Stars der Stummfilm&auml;ra bis zu den 60ern. Ein paar der Behauptungen der B&uuml;cher sind zwar von Kritikern in Zweifel gezogen worden, aber was wissen die schon. Sie waren ja nicht dabei. Und vor der Zeit gesellschaftlicher Plagen wie <i>People</i>, <i>InTouch</i> und <i>Us Weekly</i>, war es f&uuml;r ber&uuml;hmte Menschen sehr viel einfacher mit ihren Missetaten davonzukommen, als es das heute ist. Sechs Jahre nachdem die Originalausgabe in Frankreich erschienen war, kam das Buch 1965 in den USA heraus. Es dauerte nur wenige Tage, bis es verboten und aus den Regalen entfernt wurde&mdash;bis 1975 eine neue Ausgabe erschien.<br />
	<br />
	W&auml;hrend meines Besuchs in L.A. anl&auml;sslich des Interviews tauchte komischerweise immer wieder zuf&auml;llig sein Name auf. Als ich das Museum of Death auf dem Hollywood Boulevard besuchte, und im Gespr&auml;ch mit dem netten Besitzerpaar seinen Namen erw&auml;hnte, sagten sie, dass sie seit Jahren mit &bdquo;Ken&ldquo; befreundet w&auml;ren und er sie seitdem mindestens dreimal (davon einmal &uuml;ber den Anrufbeantworter) verflucht h&auml;tte. Er schickt ihnen auch t&auml;glich alle m&ouml;glichen Dinge per Post&mdash;Briefe, Notizen, B&uuml;cher und kleine P&auml;ckchen&mdash;anscheinend, weil er die Post und die Leute, die da arbeiten, mag, und weil es ihm Spa&szlig; macht, Leuten Dinge zu schicken.<br />
	<br />
	Ein weiterer seltsamer Zufall ereignete sich an einem freien Nachmittag, an dem ich die ungl&uuml;ckliche Entscheidung traf, bei der Dearly Departed Tour mitzufahren, einer Busexkursion durch L.A., die zu den Schaupl&auml;tzen ber&uuml;chtigter Hollywoodskandale und -tode f&uuml;hrt. Der Guide kam mehr als einmal w&uuml;tend auf Kenneth zu sprechen, den er als &bdquo;Tyrann&ldquo; und &bdquo;L&uuml;gner&ldquo; bezeichnete. Er bezichtigte ihn sogar, die Todesumst&auml;nde des 20er-Jahre-Sternchens Marie Provost frei erfunden zu haben. W&auml;hrend eines Mittagessens mit John Gilmore, wurde Kenneth erneut zum Gegenstand des Gespr&auml;chs. John brachte es besser als alle anderen auf den Punkt, als er den Regisseur als &bdquo;ikonoklastischen, altert&uuml;mlichen und experimentellen Filmemacher und den Stachel im Fleische Hollywoods&ldquo; bezeichnete&mdash;einen &bdquo;selbst ernannten spirituellen Magier, aus den Zeiten, bevor die &Auml;ra des Glamour begann&ldquo;.<br />
	<br />
	Er erz&auml;hlte dann gleich noch die Geschichte, wie Kenneth bei der Beerdigung ihres gemeinsamen Freundes, des Regisseurs Curtis Harrington, auf dem Hollywood Forever Cemetary auftauchte und einen schwarzen Regenmantel, Eyeliner und Nagellack trug. Sein Hemd war bis zum Nabel hinunter aufgekn&ouml;pft, sodass das riesige Luzifertattoo auf seiner Brust zu sehen war, und er hatte einen knabenhaften Fotografen dabei, der Fotos machte, w&auml;hrend Kenneth Curtis&rsquo; Leiche vor dessen Verbrennung k&uuml;sste. Bevor er vom Friedhof flog, &uuml;berreichte Kenneth John noch eine kleine Vampirfigur, die einen Beh&auml;lter mit Pfefferminzbonbons enthielt, aber, wie er erkl&auml;rte, urspr&uuml;nglich ein Beh&auml;lter f&uuml;r gerippte Kondome gewesen war.<br />
	<br />
	Am Ende lief unser Interview aber sehr gut, oder zumindest empfand ich das so. Kenneth war h&ouml;flich, wenn auch etwas reserviert, und die einzigen komischen Momente w&auml;hrend unseres Gespr&auml;chs waren die kurzen Momente des Schweigens, nachdem er eine Frage beantwortet hatte. Manchmal fiel ihm dann noch etwas ein und er fing noch einmal zu sprechen an, aber meistens schaute er mir nur in die Augen und sagte: &bdquo;OK?&ldquo;, um anzudeuten, dass er mit der Frage fertig war. Am Ende des Gespr&auml;chs war es v&ouml;llig klar, dass er eine wandelnde Schatzkiste der Hollywoodgeschichte ist: Er treibt sich schon l&auml;nger im Herzen Hollywoods herum und kennt es besser als jeder andere.<br />
	<br />
	<b>VICE: Liebst du Hollywood eher oder verachtest du es?<br />
	Kenneth Anger: </b>Ich habe zwar hin und wieder gemischte Gef&uuml;hle, aber im Prinzip mag ich es sehr gern. Heute sind wir in einer ruhigen Phase, aber in den 20ern und 30ern gab es streckenweise fast jede Woche einen neuen Skandal. In letzter Zeit mangelt es an wirklich saftigen Skandalen.<br />
	<br />
	<b>Hat das etwas mit der Art zu tun, wie in der Presse &uuml;ber Stars berichtet wird? Sind heute einfach zu viele Leute ber&uuml;hmt?<br />
	</b>Nein, es waren die Pers&ouml;nlichkeiten dieser Leute, die irgendwie gr&ouml;&szlig;er als das Leben selbst waren. Und es waren Genies. Nimm z.&thinsp;B. Charlie Chaplin. So gern er die Grenzen des M&ouml;glichen erweiterte, so leicht geriet er auch in Schwierigkeiten. In seinem Fall hie&szlig; das, dass er auf sehr junge M&auml;dchen stand und das ist immer noch ein Tabu.<br />
	<br />
	<b>Gibt es irgendwelche besonders interessanten Skandale, die du in letzter Zeit mitverfolgt hast?<br />
	</b>Ich habe eine ziemlich gute Antenne f&uuml;r alles, was in Hollywood l&auml;uft, und es hat sich einfach beruhigt. In den 60ern kochte es mit der Manson-Geschichte noch mal hoch, aber inzwischen sind die Dinge wieder ganz ruhig.<br />
	<br />
	<b>Und du musst es wissen. Du hast das meiste schlie&szlig;lich miterlebt. Und du hast schon, bevor du Teenager warst, Filme gemacht. Wann hast du dir zum letzten Mal einen dieser Filme angeschaut?<br />
	</b>Ich habe sie mir nicht wieder angeschaut; sie sind archiviert. Ich habe damals auf 16 mm gefilmt. Heute arbeite ich lieber digital.<br />
	<br />
	<b>Warum Kurzfilme? Hat es dich nie gereizt, einen Spielfilm zu machen?<br />
	</b>Nun, k&uuml;rzere Filme konnte ich aus meinem privaten Budget bestreiten und ich vergleiche meine Filme gern mit Gedichten&mdash;ich betrachte mich als Filmpoeten. Und 15 Minuten bis eine halbe Stunde kann ich gut aus meinem eigenen Budget finanzieren. Meine l&auml;ngsten Filme sind bis zu 40 Minuten lang, aber Spielfilme haben mich seltsamerweise nie gereizt.<br />
	<br />
	<b>Hei&szlig;t, dass du eine Digitalkamera benutzt, auch, dass du das Internet als M&ouml;glichkeit der Distribution deiner Filme akzeptierst?<br />
	</b>Leider macht es das sehr einfach, die Filme illegal zu kopieren. Wir leben im Zeitalter der Piraterie. Ich habe allergr&ouml;&szlig;te Probleme damit. Ich versuche meine Dinge so gut ich kann zu sichern, aber man kann sich nicht v&ouml;llig vor Zugriffen sch&uuml;tzen.</p>
<p>
	<b>Die Regierung hat ja in letzter Zeit versucht, die Anwendung des Urheberrechts im Netz enger auszulegen&mdash;mit Gesetzen wie SOPA und dem PROTECT IP Act und solchen Sachen. Verfolgst du diese Dinge mit und hast du eine Meinung dazu?<br />
	</b>[verzieht das Gesicht] Ich w&uuml;nsche ihnen viel Gl&uuml;ck. Die Leute hinter der kommerziellen Filmindustrie machen sich vor allem Sorgen, dass sie richtig viel Geld verlieren, also steht f&uuml;r sie viel auf dem Spiel.<br />
	<br />
	<b>Es hat den Anschein, dass die Filmemacher heute eher mit dem Vertrieb als mit den Inhalten Probleme haben. Das war nicht immer so. Als du <i>Fireworks</i> gemacht hast, deinen ersten offiziell ver&ouml;ffentlichten Film, bekamst du ein paar rechtliche Probleme.<br />
	</b>Kleinere rechtliche Probleme; der Film war 1947 einfach ein wenig zu gewagt f&uuml;r seine Zeit. Es war ein Pionierfilm, und er wurde an einem einzigen Wochenende gedreht, also waren es wohl andere Zeiten. Aber es war irgendwie aufregend, nicht zu wissen, was passiert. Ich hatte, nachdem ich ihn gemacht hatte, z.&thinsp;B. Probleme ein Labor zu finden, in dem ich ihn entwickeln konnte. Aber schlie&szlig;lich fand ich eins, wo sie sagten: &bdquo;Es ist ja nur ein kleiner Film, also machen wir es.&ldquo; Das war das Consolidated Lab, das damals eine Tochterfirma von Republic Pictures war. Einer der Techniker war fr&uuml;her bei der Navy gewesen und weil es in meiner Familie ein paar echte Seem&auml;nner gab, machte er sich Sorgen, wegen [der Seem&auml;nner] in dem Film. Aber am Ende passierte nichts.<br />
	<br />
	<b>Dennoch wurdest du wegen Obsz&ouml;nit&auml;t verklagt, was damals eine schwerwiegende Beschuldigung war.<br />
	</b>Es kam nie dazu. Es stand mal im Raum, aber passierte dann doch nicht.</p>
<p>
<!--nextpage-->	<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/56935c25a0342c1e4c2feee85a6db2cc.jpg" style="width: 493px; height: 640px; " /><br />
	<span style="font-size: 11px; font-family: Arial; line-height: 16px;"><i>Kenneth posiert im Aufzug des schicken und stilechten Art-Deco-Restaurants Cicada in Downtown L.A. Kaum, dass wir den Laden betreten hatten, begann er die Geschichte des Ladens als gehobenes Textilkaufhaus zu erz&auml;hlen, in dem ein paar der gr&ouml;&szlig;ten Stars ihre Eink&auml;ufe zu erledigen pflegten. Foto von Mike Piscitelli </i></span></p>
<p>
	<b>Aber der Sexologe Alfred Kinsey wurde auf dich aufmerksam, und ihr freundetet euch an. Hat er dich in deiner Arbeit ermutigt?<br />
	</b>Ja. Kinsey machte Interviews f&uuml;r sein Buch<i> Sexual Behaviour in the Human Male</i>, und, ich wei&szlig; nicht&thinsp;&hellip; Was ist, wenn jemand nicht &bdquo;human&ldquo;, also menschlich, ist? Der Titel war irgendwie ungeschickt, aber so nannte er sein Forschungsbuch halt. Er war ja im Grunde Biologe, ein Experte f&uuml;r&mdash;ausgerechnet&mdash;Wespen. Als er nach L.A. kam, um seine Befragungen durchzuf&uuml;hren, trafen wir uns. Er kam ins Coronet Theatre, um sich eine Mitternachtsvorf&uuml;hrung von <i>Fireworks</i> anzusehen, und er wollte eine Kopie f&uuml;r seine Sammlung an der Indiana University kaufen. Ich stimmte zu, und das war die erste Kopie, die ich je verkauft habe. Aber wir blieben bis zum Ende seines Lebens gute Freunde.<br />
	<br />
	<b>War er zu dieser Zeit, als es ja schwierig war, offen &uuml;ber Sexualit&auml;t in der Gesellschaft zu sprechen, eine Art Waffenbruder f&uuml;r dich, oder waren eure Interaktionen eher loserer Natur?<br />
	</b>Als Kinsey zum ersten Mal nach Europa und Italien kam, hatte ich intensiv zur Villa von Aleister Crowley recherchiert, denn ihm geh&ouml;rte dieses Farmhaus aus dem 18. Jahrhundert, dem er den Namen The Abbey of Thelema gab. Er war von Gauguin inspiriert und dekorierte die W&auml;nde mit Wandbildern, die aber explizit erotisch waren, wenn auch auf eine humoristische Art, und so wurde er aus Italien verbannt. Es waren die Anfangstage Mussolinis, der die Engl&auml;nder eh nicht mochte. Es war also ein guter Grund ihn rauszuwerfen und dann hat man Crowleys Bilder wei&szlig; &uuml;bert&uuml;ncht. Ich habe einen Sommer damit zugebracht, die wei&szlig;e Farbe wieder abzukratzen und [die Wandbilder]&nbsp;zu fotografieren. Das war eine interessante Form der Arch&auml;ologie.<br />
	<br />
	<b>Viele deiner Filme zeigen homoerotische Bilder, obwohl sie zu einer Zeit entstanden sind, als die Homosexualit&auml;t technisch illegal war. Hat die Einmischung des Staates in die sexuellen Pr&auml;ferenzen Einzelner einen Einfluss auf deine Art des Filmemachens gehabt? Hat das je eine Rolle gespielt?<br />
	</b>Ich habe einfach immer gemacht, was ich will. Es hat mich nie gest&ouml;rt und ich hatte auch nie besondere Probleme damit. Meine Filme sind nicht explizit. Obwohl man vielleicht sagen k&ouml;nnte, dass <i>Fireworks</i> auf gewisse Weise explizit war, ist er doch so symbolisch, dass es irgendwie durchging.<br />
	<br />
	<b>Glaubst du, dass die Zensur manchmal vielleicht auch eine Quelle der Inspiration sein kann? Dass man manche Dinge sogar klarer ausdr&uuml;cken kann, wenn man sie einfach unausgesprochen l&auml;sst?<br />
	</b>Wir leben in einer Zeit, in der irgendwie alles erlaubt ist. Es gab Zeiten, wo man um alles, was mit Sexualit&auml;t zu tun hatte, auf Zehenspitzen herumspazieren musste.<br />
	<br />
	<b>So fehlt das Geheimnisvolle.<br />
	</b>Die Tatsache, dass man heute im Prinzip alles machen kann, was man will, hei&szlig;t, dass es keine Zensur gibt, die einen vom Filmemachen abhalten kann, oder die dazu f&uuml;hrt, dass man in den Knast geworfen wird. Damals in den Anfangszeiten, in den 40ern, konnte einem so was passieren.<br />
	<br />
	<b>Und dennoch waren viele der Stars, &uuml;ber die du in <i>Hollywood Babylon</i> schreibst, au&szlig;erhalb der Leinwand in Aktivit&auml;ten involviert, die sehr viel skandal&ouml;ser waren. Und, obwohl ich sicher bin, dass es nicht so war, kamen diese Dinge scheinbar aus dem Nichts. Du hattest fast f&uuml;nf Jahre lang keinen Film mehr gemacht und dann brachtest du pl&ouml;tzlich all diese schmutzigen Details der Unterhaltungsindustrie ans Tageslicht.<br />
	</b>Ich habe nie mit dem Filmemachen aufgeh&ouml;rt, aber es stimmt, ich arbeitete an dem Buch und lebte und reiste durch Europa. Jetzt arbeite ich gerade an einem &uuml;ber Zeppeline, eine faszinierende, obsolete Form der Fortbewegung, mit gelegentlich explosiven Folgen, wenn man nicht vorsichtig mit ihr ist.<br />
	<br />
	<b>Das scheint eine logische Fortentwicklung deiner Arbeit, aber ich vermute mal, es wird um einiges leichter werden, daf&uuml;r einen Verlag zu finden, als f&uuml;r ein Buch, dass ein paar der ber&uuml;hmtesten Leute der Welt wie verhaltensgest&ouml;rte Sonderlinge aussehen l&auml;sst. Wie hast du es geschafft, dass <i>Hollywood Babylon</i> &uuml;berhaupt in die Regale kam? Ich wei&szlig;, dass die Franzosen involviert waren.<br />
	</b>Als ich nach Paris zog, lernte ich die Leute von <i>Cahiers du Cin&eacute;ma</i> kennen, dem wichtigsten Filmmagazin. Ich erz&auml;hlte ihnen Geschichten, die ich kannte&mdash;seltsame und schillernde Geschichten &uuml;ber Hollywood&mdash;und irgendwann sagten sie: &bdquo;Warum schreibst du nicht ein Buch dar&uuml;ber?&ldquo; Und so kam die erste Ausgabe von <i>Hollywood Babylon</i> auf Franz&ouml;sisch heraus&mdash;in den sp&auml;ten 50ern in Paris. Und dann erschien eine erweiterte Fassung auf Englisch.<br />
	<br />
	<b>Beruhten die meisten Geschichten auf deinem eigenen Wissen, oder warst du auf Nachforschungen und Interviews angewiesen?<br />
	</b>Ich wusste das im Prinzip alles selbst. Als ich nach Paris kam, hatte ich schon alles absorbiert, alles was ich &uuml;ber die Geschichte Hollywoods wissen konnte.<br />
	<br />
	<b>Wegen eurer Fotoseiten liest es sich in vieler Hinsicht wie eine Zeitschrift&mdash;so wie eine Klatschzeitschrift sein sollte.<br />
	</b>Das war absichtlich so. Es ist ein Bilderbuch, fast eine Art Dokumentarfilm. Ich sammle schon mein Leben lang Fotos des alten Hollywood, also habe ich buchst&auml;blich Tausende, aus denen ich w&auml;hlen kann. Es ist eine Auswahl meiner Fotos, die fast so wichtig sind wie der Text.<br />
	<br />
	<b>Ich wohne w&auml;hrend meines Besuchs in L.A. im Beverly Hilton und vor dem Hotel gibt es eine Art Schrein f&uuml;r Whitney Houston, mit Luftballons und Kerzen etc. Aber sogar jetzt, schon wenige Wochen nach ihrem Tod, herrscht wieder business as usual. Sie ist schon wieder aus den Medien raus. Denkst du, dass sich die &Ouml;ffentlichkeit an die extremen Verhaltensweisen der Stars gew&ouml;hnt hat, oder sind die Dinge einfach nicht mehr so interessant?<br />
	</b>Sie ist im Bad eingeschlafen, ich denke, sie ist ertrunken. Aber sie hatte eine Menge Drogen im Blut, also glaube ich nicht, dass es Selbstmord war. Ich glaube es war ein Unfall.<br />
	<br />
	<b>Sicher, aber worauf ich eigentlich damit hinaus wollte, ist, dass die Haltbarkeitsdauer dieser Art von Geschichten sich, seit du <i>Hollywood Babylon</i> geschrieben hast, extrem verk&uuml;rzt zu haben scheint.<br />
	</b>Die Branche der Entertainment-News ist heute eine gut laufende Maschine. Es kommt darauf an, um wen es geht und was passiert ist. Vor meiner Zeit gab es z.&thinsp;B. den Fatty-Arbuckle-Skandal und der blieb noch die ganzen 20er hindurch im Gespr&auml;ch. In Whitneys Fall liegt es daran, dass es keine Geheimnisse gibt. Es war einfach ein Unfall und es ist schlimm, dass es passiert ist, aber sie war wohl selber schuld.<br />
	<br />
	<b>Fatty Arbuckel ist das perfekte Beispiel f&uuml;r jemanden, dessen Privatleben seinem Leben auf der Leinwand genau entgegen&shy;gesetzt war. Und die Tatsache, dass ein dicklicher Schauspieler mit dem Spitznamen Fatty angeblich ein M&auml;dchen zu Tode quetschte, w&auml;hrend er sie bei einer Party in seinem Hotelzimmer vergewaltigte, machte die Geschichte und die darauffolgenden Gerichtsverfahren zum beliebten Nachrichtenstoff f&uuml;r &uuml;ber ein Jahrzehnt. Aber ich habe das Gef&uuml;hl, dass die Stars heute noch viel schlimmere Sachen &ouml;ffentlich gestehen, ohne dass ihnen dadurch ein Schaden entsteht. Sind sie einfach besser darin, so zu tun, als t&auml;te es ihnen leid, und haben sie alle Teams von PR-Leuten, die ihnen helfen, ihre Geschichten zu besch&ouml;nigen?<br />
	</b>Nun, wir reden von der Schauspielkunst, und zu schauspielern ist somit ihr gutes Recht. Aber die Leute, die heute in Hollywood sind, sind einfach nicht auf die gleiche Art skandal&ouml;s. In den 60ern kochte die Drogenwelle hoch und auch wenn es die Drogen noch gibt, ist es doch sehr still darum. Kokain macht immer mal Probleme.<br />
	<br />
	<b>Wenn man sich die Filme der Stummfilm&auml;ra anschaut, die Art, wie sie gefilmt und geschnitten wurden, hat man den Eindruck, dass alle tonnenweise Koks gezogen haben, bis zu der Sekunde, wo der Regisseur &bdquo;Action!&ldquo; br&uuml;llt.<br />
	</b>Ich finde, dass der Stil der Filme es reflektiert, besonders die Kom&ouml;dien von Mack Sennett [dem Regisseur, der ganz wesentlich f&uuml;r die Popularit&auml;t von Slapstick verantwortlich war]. Und meine Nachforschungen beweisen, dass sie Kokain nahmen. Man sieht den Sachen diesen Einfluss an.<br />
	<br />
	<b>In <i>Babylon Hollywood</i> gibt es einen Menge Geschichten, in denen von &bdquo;Joy Powder&ldquo; die Rede ist&mdash;was ungef&auml;hr so harmlos klingt, als n&auml;hmen die Leute einen dieser Energy-Cocktails. Ein anderer Begriff, den du in dem Buch verwendest, und zwar gleich auf den ersten Seiten, ist &bdquo;Purple Epoch&ldquo;&mdash;die purpurne Epoche. Was ist das? Es klingt sch&ouml;n.<br />
	</b>Das war eine Zeit, in der die talentierten Leute auch extravagante Geschm&auml;cker und Geld hatten. Es waren die 20er, eine Reflektion des Jazzzeitalters. Und die Hollywood-Version davon war ziemlich wild.</p>
<p>
<!--nextpage-->	<img alt="" src="http://assets.vice.com/content-images/contentimage/no-slug/a80a34fde1913c9eba3a6152f9e48574.jpg" style="width: 455px; height: 640px; " /><br />
	<span style="font-size: 11px; font-family: Arial; line-height: 16px;"><i>Kenneth posiert f&uuml;r seine bewundernden Fans, nachdem er beim Anthology Film Archives Benefit 2010 mit Lob &uuml;berh&auml;uft worden ist. Foto von Jason Henry </i></span></p>
<p>
	<b>Ein anderes Thema, auf das du im Buch recht schnell zu sprechen kommst, sind die Geschichten um den Tod von Olive Thomas&mdash;der vielleicht erste &bdquo;Hollywood Skandal&ldquo;, wie wir ihn heute kennen. Du schreibst, und es wurde ja auch immer gemunkelt, dass sie eine gro&szlig;e Freundin von Kokain war, was in Kombination mit Alkohol und der Syphillismedizin ihres Ehemanns Jack Pickford anscheinend ein t&ouml;dlicher Fehler war. Sie war einer der ersten bildh&uuml;bschen Stars, die unter d&uuml;steren Umst&auml;nden starben. Und so wurde ihr Name f&uuml;r immer mit schmuddeligem [Verhalten] in Verbindung gebracht.<br />
	</b>Ihr Tod zog den Leuten auch den Schleier von den Augen: Olive Thomas hatte so ein reines und liebreizendes Image. Der Ruf Hollywoods kippte pl&ouml;tzlich in etwas sehr viel D&uuml;stereres, als man es bis dahin gesehen hatte. Die Leute dachten wohl: &bdquo;Wenn Olive das tut, m&uuml;ssen es ja alle tun.&ldquo; Es gab auch noch andere, wie Mary Miles Minter [die beschuldigt wurde, ihren Lover, den Regisseur William Desmond, auf dem H&ouml;hepunkt ihres Erfolgs ermordet zu haben]. Sie war eine Art andere Version von Mary Pickford [Jack Pickfords Schwester], aber an die gr&ouml;&szlig;ten Stars traute sich nie jemand ran. Das Karussell der Skandale drehte sich, aber bestimmte Stars wurden von dem Ganzen einfach nicht tangiert.<br />
	<br />
	<b>Hast du einen Lieblingsstar aus dieser &Auml;ra? Jemand, mit dem du dich in deinen Forschungen immer wieder besch&auml;ftigst?<br />
	</b>Ich liebe die Karriere von Rudolph Valentino, der mit 31 starb und in dieser kurzen Zeit einen erstaunlichen Weg zur&uuml;ckgelegt hat. Sein Leben fasziniert mich immer wieder.<br />
	<br />
	<b>Und findest du immer noch neue Informationen? Ich kann mir kaum vorstellen, wie umfassend deine Archive sein m&uuml;ssen.<br />
	</b>Ich habe zu ihm sehr viel Information. Es gibt die Fakten und es gibt die Ger&uuml;chte. Ich bevorzuge die Fakten, aber ich h&ouml;re mir auch die Ger&uuml;chte an. [l&auml;chelt]<br />
	<br />
	<b>Deine Bereitschaft, auch die Ger&uuml;chte zu durchforsten hat dir, als <i>Hollywood Babylon </i>erschien, mit ein paar Leuten einigen &Auml;rger eingebracht, besonders nach der zweiten Auflage. Man hat dir vorgeworfen, eine Schlammschlacht zu betreiben, und manche haben dir sogar faktische Ungenauigkeiten nachgesagt.<br />
	</b>Nun, ich bin nie verklagt worden&thinsp;&hellip;<br />
	<br />
	<b>In anderen Worten&mdash;deine Kritiker konnten dir nichts nachweisen.<br />
	</b>Keiner kam je zu mir und sagte: &bdquo;Nun, du hast dir das Ganze ausgedacht.&ldquo; Denn das habe ich definitiv nicht.<br />
	<br />
	<b>Ich glaube, der Filmemacher und Historiker Kevin Brownlow hat einmal gesagt, dass du ihm erz&auml;hlt h&auml;ttest, dass der Gro&szlig;teil deiner Forschungen auf &bdquo;mentaler Telepathie&ldquo; beruht. Warum denkst du, haben manche Leute versucht das Buch schlecht zu reden?<br />
	</b>Ich glaube nicht, dass sie das getan haben. Das w&auml;re mir neu. Solche Probleme habe ich nie gehabt.<br />
	<br />
	<b>OK, reden wir von etwas anderem. Ich finde die Verbindung zwischen Hollywood und dem Okkulten faszinierend. Denkst du, dass das eine das andere bedingt?<br />
	</b>Es hat [in L.A.] eine Reihe etwas seltsamer Kulte und solcher Dinge gegeben und das ruft dann gelegentlich das Interesse von ein paar Leuten in Hollywood hervor. Es hat aber nie eine massive Hinwendung zum Satanismus oder so etwas gegeben.<br />
	<br />
	<b>Ja, aber was ist mit Scientology? Es kommt einem so vor, als hinge halb Hollywood da irgendwie mit drin. Dabei f&auml;llt mir ein: Du hast in verschiedenen Interviews erw&auml;hnt, dass du ein fast fertiges Manuskript f&uuml;r <i>Hollywood Babylon III</i> hast, dass es aber nie ver&ouml;ffentlicht werden kann, weil es sich in gro&szlig;en Teilen um Scientology dreht. Stimmt das?<br />
	</b>Ich habe eine Rohfassung, aber sie verklagen die Leute gerne und da will ich mich nicht drauf einlassen. Und sie haben ein paar Leute, wie John Travolta und Tom Cruise, die da reingeraten sind und es zu ihrem Glauben gemacht haben, also lass ich die in Ruhe.<br />
	<br />
	<b>Dein Interesse an den Lehren von Aleister Crowley hat deine Arbeit sehr beeinflusst. Was hat dich an ihm und seiner thelemischen Philosophie so angezogen?<br />
	</b>Er ist ein faszinierender Typ und wenn ich Spielfilme machen w&uuml;rde, w&uuml;rde es mich sehr reizen, etwas &uuml;ber Aleister Crowley zu drehen. Gott sei Dank hat das noch keiner. Verschiedene Leute haben aber damit schon gedroht. Ich habe irgendwie gehofft, dass es nicht passiert und das ist es auch [noch] nicht, und so ist mir das bisher erspart geblieben.<br />
	<br />
	<b>Leute, die sich nicht auskennen, w&uuml;rden vielleicht keinen gro&szlig;en Unterschied zwischen Crowleys J&uuml;ngern und den Scientologen sehen. Sie haben nat&uuml;rlich keine Ahnung, aber kannst du ihnen helfen, es zu verstehen?<br />
	</b>Es hat immer Leute gegeben, die sich f&uuml;r Aleister Crowley interessieren, der 1947 gestorben ist. Seine Anh&auml;nger sind Mitglieder des OTO, Ordo Templi Orientis, was eine Art Kultgesellschaft ist. Sie hat Hunderte Mitglieder, ist aber fast unsichtbar, sie fallen nicht auf. Es ist nicht wie Scientology, was ja praktisch ein Gewerbe ist. Mit denen habe ich nichts zu tun.<br />
	<br />
	<b>Alles klar.<br />
	</b>K&ouml;nnen wir zum Ende kommen?<br />
	<br />
	<b>OK, darf ich noch kurz drei Fragen stellen?<br />
	</b>[seine Augen weiten sich, w&auml;hrend er die Lippen sch&uuml;rzt] Nein.<br />
	<br />
	<b>Nicht mal eine?<br />
	</b>Na, wenn es nur noch ein paar wenige sind&thinsp;&hellip;<br />
	<br />
	<b>Nur eine, vielleicht zwei, versprochen. Werner Herzog behauptet immer gerne, dass L.A. die einzige wahre amerikanische Stadt ist, weil die anderen gr&ouml;&szlig;eren St&auml;dte in den USA von Europa beeinflusst sind. Anders ausgedr&uuml;ckt ist L.A. der einzige Ort, der eine echt amerikanische Kultur hat. Was h&auml;ltst du davon?<br />
	</b>Das sagt er, weil er ein Ausl&auml;nder ist und es von au&szlig;en beurteilt. Als kommt [ihm] L.A. wie ein seltsames Monster vor, oder es hat gewisse seltsame Elemente, die typisch f&uuml;r Kalifornien sind, aber ich lebe hier, also&thinsp;&hellip;<br />
	<br />
	<b>Du liebst es immer noch?<br />
	</b>Ja, es ist interessant. Sonst w&uuml;rde ich nicht hier leben.<br />
	<br />
	<span style="font-size: 11px; font-family: Arial; line-height: 16px;"><i>Seht euch in einer neuen Folge von </i><a href="http://www.vice.com/vice-meets/kenneth-anger" target="_blank">VICE Meets&thinsp;&hellip;</a><i> auf VICE.com an, wie Rocco Kenneth live und in Farbe interviewt.<br />
	</i></span></p>
<p>
	Portr&auml;ts von Mike Piscitelli und Jason Henry</p>

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<guid isPermaLink="false">http://www.vice.com/140209</guid>
<author>Rocco Castoro</author>
<category>film, </category>
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