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Bruce LaBruce wurde von der australischen Zensur verboten
Bruce LaBruce ist ein häufiger Gastautor für uns und wenn er nicht gerade Fashionhoheiten interviewt und uns Photos von prothetischen Gliedern schickt, dreht er Filme. Gerade hat er seinen neuen Film, „L.A. Zombie", fertig gestellt und obwohl Bruces Filme alles andere als familienfreundlich sind, wurden seine alten Werke dennoch auf den meisten lorbeergeschmückten Festivals ausgestrahlt. Wir waren daher sehr erstaunt, als wir ein Presseschreiben von ihm bekamen, wo angekündigt wurde, dass sein Film vom Internationalen Filmfest in Melbourne verboten wurde.
Die meisten Presseschreiben sind genauso langweilig zu lesen, wie die Benutzerinformationen einer Schampoo-Flasche. Dieses aber ist so gut gemacht, dass wir uns entschieden haben, es hier noch einmal zu drucken. Wenn irgendein PR Mensch das hier ließt, dann passt genau auf, denn wenn ihr wollt, dass wir das nächste mal über euren „Ultra-Premium Junmai Daiginio Sake" schreiben, dann werft einfach ein paar Aliengenitalien in eure Texte und ihr habt eine kleine Chance, dass wir es nicht sofort in die Verpiss-Dich Box werfen.
Für die unmittelbare Veröffentlichung
„L.A. Zombie, der letzte Film des kandadischen Filmemachers Bruce LaBruce, wurde vom Internationalen Filmfest in Melbourne verboten. Dies wurde bekanntgegeben, nachdem der Film offiziell von dem Festival ausgesucht und in sein Programm aufgenommen wurde. Es ist der erste Film seit sieben Jahren, der von der Zulassungsbehörde verboten wurde, seit Larry Clarks Film „Ken Park".
„L.A. Zombie" wird sein internationales Debut am 5 August beim Locarno Filmfestival machen. Es wurde auch vom Internationalen Filmfest in Toronto ausgewählt, und wird dort seine Nordamerika Premiere feiern. Der Film selbest ist eine Art Fortsetzung von LaBruces vorigem Film, „Otto", oder, „Up with Dead People", welcher 2008 beim Sundance und Berlin Filmfest ihre Premieren feierten, und danach auf über 150 verschiedenen Festivals gezeigt wurden, inklusive dem Internationalen Filmfest in Melbourne.
Komischerweise ist die Version, die von dem Australischen Zensurkomitee verboten wurde, nur die „softcore" Version, welche keine genauen Darstellungen von penetrierendem Analsex zeigt. Obwohl auch diese Version einige kurze Bilder von schlaffen Penisen zeigt, gehört das einzige steife Glied dem Alienzombie selbst, gespielt vom französischen Pornostar Francois Sagat, und es ist auch nur ein prothetischer (nicht realer) Schwanz und nicht sein eigener. Die „hardcore" Version kommt dann separat über Halloween raus, nachdem die „softcore" Version schon seit einigen Monaten auf dem Internationalen Festival Zyklus getourt ist.
„L.A. Zombie" handelt von einem Alienzombie, dass aus dem Meer hervorkommt und plötzlich überall in L.A. Leichen vorfindet, mit denen er dann Sex hat, um sie wieder zum Leben zu erwecken - nicht als Zombies, sondern als wirklich lebendige Menschen. Obwohl die Australsiche Zensurbehörde kein Problem damit hat jede Menge Mainstream Folter-Porno Filme durchzulassen in dem, unter anderem, Vergewaltigung und Verstümmelung von Frauen dargestellt wird, haben sie komischerweise nicht die Kraft für einen Film indem Tote wiederbelebt werden. Das Alienzombie kann oder kann auch nicht einen obdachlosen Schizophrenen verkörpern und der Film kann so gleichzeitig auch als Hinweis auf die erschreckende Zunahme der Obdachlosigkeit in der Stadt gesehen werden. Zensur in jeder Art sollte nicht geduldet werden und einen Film vom Programm eines Internationalen Filmfest zu streichen geht definitiv zu weit.
„L.A. Zombie", die „softcore" Version, wird ihr französisches Debüt Anfang September beim L'Etrange Filmfestival haben. Es ist auch, unter anderem, für das Internationale Sitges Fantasy Filmfest im Oktober geplant.
-Bruce LaBruce






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