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Ein bisschen Friede

von Felix

Hippie

Frieden ist super, man hat in Friedenszeiten einfach mehr Zeit zum ficken und rumhängen. Krieg und gewalttätige Konflikte sind eher nicht so toll, da man dabei sich und/oder andere verletzen könnte. Deswegen ist es eigentlich recht großartig, dass es so etwas wie die Charts des Friedens gibt, um zu sehen, wo man also am besten seine Zeit verbringen sollte.


OK, im Vergleich zu den vergangenen Jahren hat sich Deutschland geringfügig verschlechtert, was wohl bedeutet, dass wir uns auf direktem Wege in den nächsten Weltkrieg befinden. Aber natürlich orientieren wir uns nach oben und wollten deshalb mit dem Vize-Botschafter Neuseelands, der dann somit neben Georg Clooney, wohl auch irgendwie der Vize-Botschafter des Friedens ist, darüber sprechen, was wir besser machen können. Da der sich aber nicht meldete, rief ich einfach den neuseeländischen Mitbewohner meiner Kollegin an, da der mir schon einmal Prügel androhte, da ich ständig seinen Namen vergesse. Er heißt Jasper.

VICE: Hallo. Gratulation zum ersten Platz, ihr seid das friedfertigste Volk der Welt.

Jasper: Das ist Bullshit. Wir sind gewalttätige Wilde, ein Volk, das schon immer gewalttätig war. Sieh dir den Film Once We Were Warriors an, dann weißt du was Sache ist.

Ich erinnere mich, dass du mir schon mal eine knallen wolltest, weil ich ständig deinen Namen vergesse.

Bullshit. Das war nur ein Scherz, mach dir keine Sorgen. Ich habe dich nur verarscht.

Aber hast du schon mal jemanden verdroschen?

Nein, eigentlich noch nie wirklich. Wobei, ich schon einmal eine Prügelei mit einem Franzosen in einer Bar hatte, er hat mich ständig beleidigt, also gingen wir irgendwann aufeinander los. Am Ende flog ich aber raus und er blieb drin. Und dann geriet ich noch in ein paar andere Prügeleien, aber da steckte ich meistens eher ein.

Der Ghandi-Weg zum Frieden also; Prügel beziehen.

Ja, irgendwie schon.

Wie sieht es bei euch International aus? In Afghanistan oder im Irak mit dabei?

Nein, wir halten uns aus der Scheiße raus. Der Vorteil, wenn man am Arsch der Welt lebt ist, dass sich niemand dafür und sich auch niemand für einen interessiert.

Keine harschen Gedanken, dem cooleren und besseren Australien gegenüber?

Wir Neuseeländer sind voller Komplexe den Aussies gegenüber. Aber eigentlich kümmern sie mich nicht weiter. Vielleicht hasse ich sie ein klein wenig, aber mehr auch nicht.

Was können also aggressive Staaten von Neuseeland lernen?

Die gefährlichen Auswirkungen der Isolation am Arsch der Welt, Gleichgültigkeit und den Haka, das ist ein Kriegstanz aus Neuseeland.

Ihr tanzt, bevor ihr daran denkt in den Krieg zu ziehen?

Nein, eigentlich tanzen wir nur.

Ohne scheiß, ihr habt euch den Titel verdient. Jasper.

Natürlich wollte ich ebenfalls wissen, wie es ist, ganz unten auf der Liste zu stehen, doch die Irakische Botschaft war für ein offenherziges Gespräch ebenfalls nicht zu erreichen. Stattdessen hatte ich nur ihren Anrufbeantworter dran, der ziemlich aggressiv klang.

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