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Hegefeuer der Eitelkeiten

von VICE Staff

tenderness_mittel1Eigentlich ist uns die Streiterei um Hegemann recht egal, aber trotzdem waren wir durch den Medien Overkill der vergangen Tage gezwungen, uns mit ihrem Text, den sie für unsere Literaturausgabe verfasst hat nocheinmal auseinanderzusetzen.

 

 

 

 

 

 

Wir wurden heute durch eine Leserin darauf aufmerksam gemacht, dass die Geschichte, die Helene uns für die Literatur Ausgabe geschickt hatte, einige Ähnlichkeit mit einer Story namens „Un Peu Tendress“ von Martin Page, einem französischen Schriftsteller aufweist. Wir sind dem Ganzen nachgegangen und stellten fest, dass die Geschichte wirklich einige Übereinstimmungen gemein haben. Wenn ihr nun des französischen mächtig seid und sie selbst lesen wollt, könnt ihr dies auf seiner Webpage tun.

Wir versuchten mit Martin Page, sowie seinem französischen Verlag Editions Du Seuil in Kontakt zu treten, aber konnten ihn bislang noch nicht erreichen.  Stattdessen riefen wir Helene an um diese Sache aufzuklären und aus der Welt zu schaffen. Sie sagte uns, dass sie kein französisch spreche und noch nie von Martin Page gehört habe, weder die Geschichte, noch dessen Blog kenne.

Etwas später meldete sich dann ein Freund von Benjamin Teske, einem jungen deutschen Regisseur, der uns eine weitere Version der Entstehung der von uns veröffentlichten Geschichte schilderte. Benjamin Teske, drehte im vergangenen Jahr einen 12 Minütigen Kurzfilm namens „TRY A LITTLE TENDERNESS“ basierend auf Martin Pages Geschichte.

Im Vorfeld der Dreharbeiten unterhielten Benjamin und Page Kontakt bzgl. des Drehbuchs, dass sich sehr nah, beinahe wortwörtlich an der deutschen Übersetzung von Pages Kurzgeschichte hält, die hierzulande in einer Anthologie namens „Tour de France - Junge französische Literatur“ erschienen ist und deren ISBN ihr weiter unten finden könnt. Teske ist ein großer Fan der Kurzgeschichte von Page und dankbar, dass dieser ihm die Verfilmungsrechte für die Story gratis übergab.

Im Rahmen des 30. Max Ophüls Preis 2009, bei dem auch Helene anwesend war, wurde der Film vorgeführt, in dessen Credits explizit auf Martin Page hingewiesen wird. Benjamin wurde erst gestern Nacht auf die von uns veröffentlichte Kurzgeschichte aufmerksam und bemerkte frappierende Ähnlichkeiten zu der Kurzgeschichte von Page, sowie seinem eigenen Drehbuch, dessen entsprechende Passagen er uns zugeschickt hat und wir euch hier in Ausschnitten vorlegen:

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Als wir nun von Benjamin erfuhren, gingen wir nocheinmal den E-Mail Verkehr mit Helene durch und stellten fest, dass sie uns im im Vorfeld gebeten hatte, den Text Benjamin Teske zu widmen, da uns aber damals die Tragweite dieser Widmung nicht bewusst war und wir sie explizit nach einem unveröffentlichten, neuverfassten Text gebeten hatten, haben wir diese nicht abgedruckt. Wir zitieren aus der uns vorliegenden E-Mail:

„solltet ihr die geschichte tatsächlich drucken wollen in geraumer zeit, wärs großartig wenn ihr aus diversen gründen drüber schreiben könntet für benjamin teske“

In der ersten Edition ihres Buches wurden vom Verleger ebenfalls keine Widmungen veröffentlicht. Leider veröffentlichen wir keine zweit Editionen unseres Magazins und deswegen haben wir diese Widmung Benjamin heute nachträglich zugetragen, aber da er Helene persönlich nicht kennt, meinte er, dass wenn überhaupt eine Widmung an Martin Page passend gewesen wäre.

Das sind also die Fakten. So liegen sie uns vor. Wir beziehen keine Seiten, noch wollen wir jemanden verurteilen oder uns in die Diskussionen innerhalb der Feuilletons einmischen. Wir überlassen es also euch daraus schlau zu werden.

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