Loveparade 2006 - The Love Is Back
Letzten Samstag traf sich die crème de la crème der internationalen Technoszene nach 2 Jahren Pause wieder auf der Berliner Loveparade, dem jährlichen Mecca aller Technofans. Die erste Loveparade entstand 1989 als eine politische Demonstration und wurde von einem Typ namens Dr. Motte veranstaltet. Zur ersten Parade kamen etwa 150 Teilnehmer. Es wurden einfach ein Generator sowie eine Anlage auf einen alten VW-Bus geladen und damit reiner Techno abgespielt. Heutzutage zwängen sich eine Zillion Raver in ihre Neon-Hotpants hinein und tanzen eng aneinandergeschmiegt mit komplett Unbekannten ungefähr 24 Stunden Stück.
Die Party war ein großer Erfolg, obwohl die Regierung ihre Bürokratie ins Spiel gebracht und ‚Loveguards’ inklusive Informationsmaterial bereitgestellt hatte, um deinem Freund, der zu viel E eingeworfen hat, und gerade versucht, Leute mit seinem unsichtbaren Lovestick zu hauen, zu helfen. Dennoch waren ein paar Klassiker nicht vergessen worden. Wie zum Beispiel die tausenden Reihen von mit Kotze, Pisse und Drogen überschwemmten Dixies. Ironischerweise war der Hauptsponsor eine Fitnessstudio-Kette, die eine bescheuert aussehende Love Banane als Markenzeichen hat.
In letzter Zeit haben Schwarzseher die ganze Geschichte als Sell-Out und ein ganz enttäuschendes Erlebnis im Vergleich zur alten Loveparade bezeichnet. Sie jammern darüber, wie „es gar nicht mehr um die Musik geht“. Haaaallo? Sogar stocktaube Endvierziger wurden alleine von den Basslines zum Klimax gebracht. Kurz, es war, als ob Aliens die Welt für einen Tag allein durch die Kraft des Technos und hautenges PVC übernommen hätten. Du konntest einfach nichts dagegen tun, außer die übergewichtige Hausfrau neben dir an den gepiercten Nippeln zu nehmen und total wild zu tanzen, bis ihr beide in einem Rausch von Schweiß, Kotze und pinker Haarfarbe auf den Boden gefallen seid.
VIDEO 1: Auf dem Klo auf der Loveparade
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