Musik
Musik Reviews - V.A., Strike Anywhere, The Plight und Black To Comm
Hier sind unsere Reviews zu V.A., STRIKE ANYWHERE, THE PLIGHT und BLACK TO COMM
V.A.
Simply Devotion – Cassy in the Mix
Cocoon
Mit DJ-Mixes verhält es sich wie mit FDP-Wählern: Es gibt eindeutig zu viele davon. Normalerweise taugen DJ-Mixes auch am besten dazu, dieses nervige Kippeln meines Schreibtisches zu unterbinden. Außer jedoch, sie stammen von Cassy. Mit ihren phänomenalen König Midas-Händen schafft sie es sogar, dass sich nicht nur ihre eigenen Produktionen, sondern auch diese Zusammenstellung wie eine elegant koordinierte Nachtfahrt durch Detroit, die Soulgeschichte und die Panorama Bar anfühlt.
BEN OSTBLOCK
STRIKE ANYWHERE
Iron Front
Bridge 9
Es gibt viele Gründe, Sympathien für Strike Anywhere zu hegen. Die antifaschistische und antikapitalistische Einstellung, das Image, dass sie jederzeit einem alten Mütterchen über die Straße helfen würden, die Hartnäckigkeit und Energie, ungefähr jeden Tag irgendwo auf dieser Welt ein Konzert zu spielen, die Hartnäckigkeit auch von Sänger Thomas Barnett, seine Dreadlocks so lange zu züchten, bis ihnen selber Haare wachsen. Und im Fall von Iron Front ein weiteres Album, dass sie zu den Agitprop-Punkern mit dem leidenschaftlichsten Sendungsbewusstsein und den ... äh besten Alben macht.
MARL KARX
THE PLIGHT
Winds of Osiris
Visible Noise
Neulich war ich bei YouTube auf der Suche nach dem Clip, in dem dieser debile US-Soldat ein Hundewelpen eine Klippe runter wirft, aber stattdessen fand ich nur tonnenweise billige Amateur-Kriegsvideos aus dem Irak, in denen 19jährige Rekruten mit ihren Jeeps durch Bagdad brausen, einheimische Kinder einschüchtern und Thin Lizzy hören. Offensichtlich ist das nahende „Classic Rock“-Revival ein von Kerrang! und Konsorten flankiertes Propagandamanöver des Pentagons, um die Menschen auf weitere Kriegshandlungen einzustimmen. Viel zu durchsichtig.
RONALD RAYGUN
BLACK TO COMM
Alphabet 1968
Type Recordings
Wer von euch gut aufgepasst hat, weiss noch, dass eine der besten Platten des letzten Jahres Black To Comms "Fractal Hair Geometry" gewesen ist. Hier machen sie weiter mit ihrer unsagbar wundervollen Tape Drone Music, die in ihren besten Momenten jeden hörend-fühlenden Menschen umfängt, bewirkt und zerschmelzt, auf dass er sich mit den Liedern und der Luft für immer vereinige.
VOLL ENDUNG





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