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      Superman vs. Spider-Man: A Porn Parody

      February 10, 2013
      Aus der Kolumne 'Skinema'


       


       

      Regie: Axel Braun
      Bewertung: 10
      Vividvideo.com


      Ich möchte mich im Vorhinein entschuldigen: Dies wird die bekloppteste Pornokritik aller Zeiten. In den letzten Jahren waren die erfolgreichsten Kinohits Filme über Superhelden, und die lukrativsten Pornos in den letzten fünf Jahren waren Parodien, also ist es wenig verwunderlich, dass es in letzter Zeit massenweise Superhelden-Parodien gab. Und die neueste von ihnen ist das Remake des überdimensionalen DC/Marvel-Crossovers Superman vs. the Amazing Spider-Man von 1976. Ich weiß nicht, ob ich das schon erwähnt habe, aber ich war als Kind und Jugendlicher ein totaler Comicfan und fing an, Comics zu lesen, lange bevor sich Scarlett Johansson oder Anne Hathaway mit Nerds abgaben. Ich wollte der nächste große Comicautor werden, in der Tradition von Alan Moore und Neil Gaiman, bis ich herausfand, dass man mit Comics kein Geld verdienen kann. Damals mussten die meisten in diesem Feld Tätigen für ihre Kunst hungern (so wie die meisten Angestellten von VICE), deshalb entschied ich mich für einen anderen Karriereschritt. Aber ich habe den Plan nie aufgegeben, eines Tages meine Lieblings-Comicfiguren aus Kindertagen zu überarbeiten. Schon lustig, dass der Porno sich so im Bereich der Comicparodien breitgemacht hat, denn vor 20 Jahren, als ich meinen ersten Comicauftrag bekam, hatte ich auch schon die Idee, Sex in das Medium hineinzubringen. Das war genau das, wonach einsame Comicfans lechzten. In einem alten Moleskin-Notizbuch aus den 90ern hatte ich diese fantastisch-verkorksten Stelldicheins skizziert (ich war immer ein Marvel-Fan, falls ihr euch wundert, dass es gar keine DC-Szenarien gibt):

      • Cyclops legt Jean Grey flach (der ultimative Fick, denn sie kann dem anderen jeden Wunsch von den Lippen ablesen. Aber kurz vor dem Höhepunkt fliegt ihm seine Rubin-Quarz-Brille vom Kopf und es reißt ihr den Kopf ab. Diese Erfahrung ist so traumatisierend für ihn, dass er ein Serienkiller und -vergewaltiger wird.

      • Der junge, schwule Doctor Octopus befriedigt vier Personen auf einmal mit der Hand im Waschraum der Penn Station und nimmt dafür Geld, als Anspielung auf Jim Carrolls In den Straßen von New York.

      • Captain America macht Scheiße-Filme mit Nazis (keine Handlung notiert; visuell atemberaubend).

      • Der Blob und Puck (ein Zwerg und der dickste Mann der Welt sähen zum Schießen aus, wenn sie sich
      vögeln würden).

      • Ghost Rider und die menschliche Fackel ficken abwechselnd Firestar, während Iceman, dem Hörner aufgesetzt wurden, sich in der Ecke einen runterholt.

      Ich hab mir nie vorgestellt, dass Spiderman ficken würde. Seine Frau Mary Jane Parker auf jeden Fall. Aber nicht Spiderman. Ich fand Spiderman schon immer bescheuert. Er konnte überall hochklettern und Netze schwingen—also im Grunde ein einfacher Sterblicher. Deshalb habe ich das Superman vs. the Amazing Spider-Man-Comic verschmäht, als es rauskam. Ich bin auch kein Superman-Fan. Ich steh auf Figuren mit Borderline-Psychose, die Gutes tun, obwohl sie böse sind: Wolverine, Punisher, Batman. Aber eins ist ganz klar: Superman würde Spiderman fertig machen, gar keine Frage. Superman würde jeden fertig machen—das ist sein Ding: Er macht Leute fertig. Ich hab keine Ahnung, warum selbst 75 Jahre später die Leute immer noch Superman-Comics kaufen, denn wir wissen doch alle, wie die Bände ausgehen. Und als Axel Braun mir seine neueste Porno­parodie schickte mit genau dem gleichen Cover wie der 37 Jahre alte Comic, hab ich ein bisschen gekotzt und gedacht: Das kann nicht dein Ernst sein! Die beiden wieder? Scheiße.

      Aber meine Verachtung war schnell vergessen, als ich sah, wie eine vollbusige Black Cat Spiderman auf dem Dach eines Gebäudes einen Blowjob verpasste.

      Noch mehr Bescheuertes findet ihr auf ChrisNieratko.com und twitter.com/Nieratko. Schaut euch auch die Skinema-Show auf VICE.com an.

       

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