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      Ein Flirt mit meiner nordkoreanischen Aufpasserin

      December 28, 2012

      Von Roc Morin

      Wie es einst in Bethlehem geschah, so passierte es auch in Nordkorea: Ein neuer Stern erschien am Himmelszelt. Ein Sturm brach los, aus dem ein gewaltiger Regenbogen entsprang. In einer sonoren menschlichen Stimme verlauteten die Schwalben, hoch oben am Himmel, den Namen. Auf dem Berg Paektusan brannte der Name in einem lodernden Feuerkranz.

      „Der gepriesene Führer ist vom Himmel herabgestiegen!“

      „Der höchste Innbegriff der revolutionären kameradschaftlichen Liebe!“

      Am 16. Februar 1942 ist General Kim Jong-iI geboren worden, so besagt es zumindest seine „offizielle“ Biografie.

      „Kugelhagel und der Klang des revolutionären Kampfes waren seine Wiegenlieder“, fügte die schöne Frau Song hinzu. „Und viele dieser übernatürlichen Wunder wiederholten sich, als der General letztes Jahr von uns ging. Wir sahen beispielsweise sein Antlitz im Mond.“

      Frau Song (was nicht ihr echter Name ist) war eine der offiziellen Reiseleiterinnen, die mir bei meinem Aufenthalt in Nordkorea zugewiesen wurden. Die nordkoreanische Regierung sucht sich für diese Aufgabe nur die schönsten Frauen aus, um ihr Regime zu repräsentieren. Die Art und Weise, in der Frau Song das Gesicht des Landes darstellte, erinnerte mich ein wenig an die Anmut von Jacqueline Kennedy.

      Es war August 2012, acht Monate nach dem Tod des große Führers. Mittlerweile sind all die vergossenen Tränen getrocknet. So wie diese ganze Nation bei ihrem großen Verlust getrauert haben soll, hatte ich angenommen, dass die Tränen wohl nie versiegen würden. Das Regime hatte einen Haufen Kameraleute entsandt, um die Trauer eines jeden Einzelnen einzufangen. So entstanden Bilder von Menschen, die vor Wut auf den Boden einschlugen und sich wie Säuglinge wälzten und in Heulkrämpfe ausbrachen, um die unendliche Liebe zu ihrem großen Herrscher zu beweisen. Westliche Medien sahen hierin bloß eine billige Performance. Das Regime spielte jedoch einfach weiter und machte solch selbstbewusste Aussagen wie: „Jeder einzelne Bürger ist so mutig, dass er nicht einmal daran denkt, sich die Tränen aus dem Gesicht zu wischen.“ Aus welchen Gründen sie auch immer geweint haben, ob aus Trauer, Angst oder Freude—über ihren Führer oder für sich selbst—, in allem steckte eine unglaubliche Vitalität, die mich damals sofort faszinierte.

      Ein Unternehmen in China regelte alles für mich. Sie zogen an den richtigen Fäden. Zunächst musste ich mich jedoch persönlich in Peking vorstellen, bevor die nordkoreanische Botschaft entscheiden würde, ob sie mein Visum durchwinken würde. Ich wurde schließlich nach Pjöngjang geflogen, in einer Anatov An-24, einer sowjetischen Turboprob, von der die letzte Maschine 1979 vom Band lief. Unter den Flügeln sah ich weite Felder, niedrige Berge und zusammengepferchte Häuser. Keine Behausung stand alleine. Im Zentrum eines jeden Dorfes stand eine Steinsäule, auf der zu lesen war:

      „DIE GROSSEN FÜHRER KIM IL-SUNG UND KIM JONG-IL SIND FÜR IMMER MIT UNS!“

      Von den Flugbegleiterinnen wurden Zeitschriften verteilt. Im Artikel auf Seite 1 ging es um einen Besuch des 28-jährigen Kim Jong-un in einem Vergnügungspark.

      „Er machte sich mit dem Betrieb vertraut und erkundigte sich freundlich in der elektrischen Unterhaltungshalle, welche Gerätschaften am beliebtesten sind.“
      Auf Seite 16 waren Statements von Mitgliedern der koreanischen Kindervereinigung zu lesen. Ein junges Mädchen, Ri Kuk Hwa, sagte:

      „Ich fühlte mich wie im Traum, als mir, der Tochter einer gewöhnlichen Briefträgerin, die Ehre zu Teil wurde, Kim Jong-un ein Blumenbouquet überreichen zu dürfen. Als er meine Hand nahm, empfand ich in ihm das Abbild der Sonne. Ich werde ihn zu Lebzeiten in diesem Licht sehen und ihm immer treu ergeben sein, wie eine Sonnenblume der Sonne.“

      Am Ende des Fluges kehrte die Flugbegleiterin zurück und sammelte die Zeitschriften wieder ein. Frau Song berichtete mir, dass noch nie ein Stück Papier weggeworfen wurde, auf dem die Antlitze der geliebten Führer zu sehen waren. Stattdessen wird alles gesammelt und in einer riesigen Lagerhalle für alle Ewigkeit aufbewahrt.

      Die Bilder und Worte der nordkoreanischen Führer werden so sehr verehrt, dass ein junges Mädchen während der jüngsten Überschwemmung beinahe ums Leben gekommen sein soll, als sie versuchte, aus den Wassermassen zwei ihrer Porträts zu retten. Sie ist mittlerweile eine nationale Volksheldin. Ein Museum wurde zu Ehren von 17 Soldaten errichtet, die während eines Waldbrandes einen Baum zu schützen versuchten, auf dem ein Kim II-sung preisender Slogan gestanden haben soll. Es heißt, dass ihre verkohlten Arme aus dem Stamm rausgeschnitten werden mussten.

      Es waren solche treuen Soldaten, auf die ich traf, als ich aus dem Flugzeug stieg. Ich blickte in ihre ausdruckslosen Gesichter, auf ihre mit Auszeichnungen überhängten Uniformen und aufgebauschten Schirmmützen. Als sie erfuhren, dass ich Amerikaner bin, wandte sich der leitende Offizier via Übersetzer an mich:

      „Korea befindet sich nach wie vor im Krieg gegen die amerikanischen imperialistischen Aggressoren. Die Vereinbarung, die 1953 getroffen wurde, bedeutet bloß einen Waffenstillstand. Die Amerikaner mögen sich, versteckt hinter dem riesigen Ozean, sicher fühlen, doch für das koreanische Volk ist dieser Ozean nichts weiter als eine Pfütze. Denken Sie immer daran.“

      Bei der Gepäckkontrolle waren die Beamten übergründlich. Sie schwenkten meine Hemden wie Flaggen und kuckten sich gegenseitig durch meine Brille an. Seite für Seite wurde mein Notizblock durchgeblättert, Zeile für Zeile, hoch und runter. Letztendlich, als hätte er eine Trophäe gewonnen, hielt ein grinsender Soldat meine vermeintliche Schmuggelware in die Höhe: eine Keramik-Statue, die ich in Peking gekauft hatte. Es war das Abbild von Mao.

      Der Soldat runzelte die Stirn und schüttelte den Kopf. 

      „Mao“, sagte ich. „Das ist Mao.“

      „Buddha“, erwiderte der Soldat und ließ seine Zähne blitzen.

      „Mao“, sagte ich.

      Die Soldaten umzingelten mich. Ich fühlte, wie eine Hand an meinen Kragen fasste. Ich spürte, wie sich mein Shirt um den Hals zu zog. Sie schrieen nach jemandem. Ich wartete und versuchte, durch den zugeschnürten Kragen zu atmen, bis die jungen Soldaten einem älteren Platz machten. Er kam zu mir in die Mitte.

      „Ah“, sagte er beim Betrachten der Statue, „Mao Zedong.“

      Der ältere Soldat machte eine Handbewegung und der Druck um meinen Hals ließ nach. Der mit der Statue schien bereits gelangweilt, gab sie mir zurück und drehte sich schnell weg.

      Anschließend wurde ich in einen Van verfrachtet. Die Vorhänge wurden zwar offen gelassen, fotografieren war jedoch nicht gestattet. Keine Fotos von Landschaften, von brachliegenden Feldern, von Baumstümpfen, von Stacheldraht, von Arbeitslosen, von Soldaten, von dreckiger Kleidung, von leeren Straßen, von abblätternder Farbe und Checkpoints.

      „Warum gibt es hier so viele Checkpoints?“, fragte ich Frau Song.

      „Aus Gründen der nationalen Sicherheit. Zur Abwehr gegen Spione“, antwortete sie. „Haben Sie das Interview mit der südkoreanischen Spionin gesehen? Sie wurde noch rechtzeitig gefasst, bevor sie ein Denkmal in Luft jagen konnte. Das war letzte Woche auf dem Fernsehsender zu sehen“.

      „Oh, zu der Zeit habe ich den Sender nicht empfangen.“

      „Wirklich? Ich dachte, der Sender sei in jedem Land zu empfangen.“

      Wir rasten durch die Innenstadt. Es gab keinen Verkehr, der uns daran hindern konnte. Dennoch standen an jeder Kreuzung Verkehrslotsinnen in netten kleinen blau-weißen Uniformen, die uns über die Straßen winkten. Dann kamen die Menschenmassen. Kinder, die für einen Fackelzug gedrillt wurden, und überall gab es diese pastellfarbenen Wohnblocks, deren Balkons mit Blumen überladen waren. Hier durfte ich Fotos machen.

      Nirgends sah man Anzeigen oder verführerische Frauen, die einem irgendwelche Produkte aufschwätzen wollen, nicht mal den Umriss einer Brust. Bloß diese handbemalten, blutroten Schilder, auf denen in weißer Schrift zu lesen war:

      „WIR GEHORCHEN DER PARTEI!“

      „WIR HABEN NICHTS IN DER WELT ZU BENEIDEN!“

      „LASST UNS DIE ANWEISUNGEN DES GROSSEN FÜHRERS KIM IL-SUNG NACH BESTEM GEWISSEN AUFÜHREN!“

      Es wirkte seltsam, wenn hin und wieder in schwarzen Buchstaben „Amerika“ auf einem Schild stand.

      „WIR WERDEN DIE AMERIKANISCHEN IMPERIALISTISCHEN AGGRESSOREN ZERSTÖREN!“

      Wir kamen an Wandbildern vorbei, auf denen amerikanische Soldaten Koreanerinnen in einen Fluss werfen. Es gab Bilder von toten Amerikanern, die Dollarscheine fest umklammert in den Händen hielten. Und der Freizeitpark war überfüllt mit bemalten Platten, auf denen Menschen mit krummen Nasen, blutunterlaufenden Augen, spitzen Zähnen und weggeballerten Gliedmaßen in Flammen zu sehen waren: Der bösartige amerikanische G.I. Derjenige Parkbesucher, der eine Luftpistolenkugel durch seinen Kopf schießt, gewinnt einen Preis.

      Es gab eben diese Bilder und die der Gesichter der väterlich lächelnden Führer. Tausende Kim II-sungs und Kim Jong-iIs lächelten uns liebevoll aus allen Richtungen an. Überlebensgroß prangten sie als Wandmalereien von jedem Wohnhaus. Als Statue sind sie innen nie hohl, sondern immer aus massivem Metall. Ihr Blick richtet sich immer in die Ferne, auf etwas, das wir nicht sehen können. Sie galoppieren mit anmutigen Hengsten über Berggipfel, sie leiten Bauern an, ihren Pflug zu führen, und Kinder liegen in ihren herzlichen Umarmungen. Auf den meisten Bildern werden sie mit einem Augen-Falten-Lächeln dargestellt, das ihre strahlend weißen Zähnen zeigt.

      Die Tiere lächeln auch. Die Eulen, Rehe, die cartoonmäßigen Bären, die Frösche mit Hosenträgern, die Akkordeon spielenden Hasen in Röcken, sie alle schaffen es zu grinsen und zu lachen, trotz ihrer Anatomie. Diese Wanderzirkusse in Parks und an Hauswänden säumen die Straßen. Die Tiere werden neben Miniatur-Bergen und gigantischen Fliegenpilzen dargestellt.

      Unsere Tour durch diese abgeschirmte Nation machten wir in einem offiziellen Touristenvan. Wir schritten auf den Fußspuren der großen Führer. Fußabdrücke, die sorgfältig in Fliesen gehauen wurden, Gärten voller Orchideen und Begonien, die nach den großen Führern benannt wurden. Wir besichtigten Kindergärten und Waisenhäuser, wo die Kinder Lobeshymnen- und Tänze auf ihre neue nukleare Waffe vortrugen. Wir legten Blumen nieder und verneigten uns vor den Denkmälern, Geburtsstätten und Gräbern. Wir fuhren auf den uns vorgegebenen Straßen.

      Uns kamen nur wenige Fahrzeuge auf der Straße der jungen Helden entgegen. Alle 67 Kilometer wurden zehn Fahrspuren auf Kim Jong-ils Geheiß gebaut, gab Frau Song stolz bekannt. Sie wurde von Hand von der koreanischen Jugend erbaut und das zum Höhepunkt einer Hungersnot, bloß um unter Beweis zu stellen, über welch einen unerschütterlichen Ehrgeiz das koreanische Volk verfügt, und um zu zeigen, dass sie selbst unter widrigsten Bedingungen eine Einheit bilden.

      „Die Hungersnot haben wir überstanden“, sagte sie, als wir die landesweit größte Obstplantage erreichten. Sie wurde vom General in Auftrag gegeben. Er hat diesen Garten dreimal besucht und stand an derselben Stelle, an der wir standen und hinunter blickten, auf die Fläche mit den unzähligen Bäumen, die von hohen Zäunen umgeben waren und wo alle hundert Meter ein bewaffneter Soldat über eine leere Landschaft spähte. Die Bäume, die ordentlich in Reih und Glied stehen, hatten den General an Soldaten während einer Parade erinnert.

      Wir besuchten die Hafenstadt Namp’o. Nach gespieltem Protest zog Frau Song dann doch einen einteiligen Badeanzug und eine Badekappe hervor und begleite mich bei einem kurzen Bad. Wir warfen eine Frisbee hin und her. Wenn sie auf dem Wasser landete und sie ein wenig nass gespritzt wurde, fluchte sie mit einem Lächeln: „Sie amerikanischer Imperialist!“

      Immer wenn ich sie ein wenig ärgerte, lachte sie und drohte mir damit, mich ins Gefängnis werfen zu lassen. Zweimal während unserer gemeinsamen Reise stieß sie sich den Kopf beim Einsteigen in den Wagen, ich bot ihr daraufhin an, ihr einen Helm zu kaufen.

      „Was für einen Helm hätten Sie denn gerne?“, fragte ich.

      „Einen US-Army-Helm“, sagte sie.

      „Davon haben Sie doch in den Kellern Ihrer Museen genug“, neckte ich sie, „zusammen mit den ganzen anderen Kriegstrophäen, wie den ausgebrannten Panzern und Flugzeugen.“

      „Jene Helme sind aber alle schon abgenutzt“, war ihre Antwort, „und ich möchte gerne einen nagelneuen.“

      Wir kletterten den ganzen Nachmittag auf dem Paektusan herum, als sie, um das Schweigen zu brechen, sagte: „Es stört mich nicht, dass Sie Amerikaner sind.“

      Ich wusste nicht, was ich darauf erwidern sollte, also sagte ich „Danke“.

      Als wir wie Bergziegen den Weg runter kletterten, sah sie auf die Talebene Hunderte Meter unter uns hinab. Sie streckte die Hand aus und ergriff meine. Zunächst bloß drei meiner Finger. Ich sah sie nicht an, ich spürte bloß die raue, verhornte Haut ihrer Handfläche und den Druck ihrer kleinen Finger. Ich zog sie zu mir und wir gingen den Pfad weiter hinab. Ich wartete darauf, dass sie ihre Hand wegzog, aber das tat sie nicht. Ich verstand nicht, wieso sie weiterhin meine Hand hielt. Unsere Hände lagen nun perfekt ineinander und so stiegen wir eine Zeitlang den Trampelpfad hinunter. Ich sah sie noch immer nicht an. Ich blieb wachsam. Ich war mich sicher, dass es eine ganze Menge Ärger bedeuten würde, wenn uns jemand sähe. Bei jeder Wendung wurde mein Gesicht heißer. Ich dachte, dass sie vielleicht mit den Gedanken abgeschweift wäre und vergessen hatte, dass wir nach wie vor Händchen hielten. So ließ ich bei jedem Schritt den Druck meiner Finger ein wenig weniger werden, bis wir irgendwann wieder mit leeren Händen liefen.

      „Im Westen“, sagte ich, „wird angenommen, dass man ziemlich übel bestraft wird, wenn man hier etwas gegen die Regierung sagt.“

      „Im Westen sind die Menschen undiszipliniert, in ihren Köpfen und Herzen. Wir haben hier eine Stärke, die man nirgends sonst in der Welt finden kann, und das ist ein aufrichtiges Zusammengehörigkeitsgefühl. Diese ehrliche Einheit bedeutet ein Denken und eine Ideologie. Jeder Mensch denkt gleich und jeder Mensch handelt gleich.“

      „Aber wenn man nicht einheitlich denkt, dann wird man bestraft, oder?“

      Sie zögerte ein wenig, bevor sie mir antwortete: „Sowas, das kann in diesem Land nicht passieren, denke ich. Man kann hier nichts anderes denken, denn die Regierung, die durch Kim Jong-un, Kim Jong-iI und Kim II-sung vertreten ist, hat in jedem Fall Recht, und das ist eben genau das, was die Leute wollen. Das ist doch ganz natürlich für das menschliche Denken. Jeder will es doch eigentlich so haben. Für die meisten Westler scheint es schwierig zu sein, dass es wirklich so ist“.

      Die Vergötterung dieses Einheitsgedankens lässt sich am besten anhand des Arirang-Festivals aufzeigen. Jedes Jahr im Herbst führen um die 100.000 extravagant gekleidete Teilnehmer in dem weltweit größten Stadion choreografische Turn- und Tanzsequenzen zu Ehren des Regimes auf. Dreißigtausend Schulkinder bilden die Kulisse, von denen jedes eine Reihe farbiger Schilder hat, die abwechselnd hoch gehalten werden, um ein Bild in diesem Menschenmeer entstehen zu lassen.

      Die Masse der Turner und Tänzer wird zu Formen, wird zu Mustern, jeder einzelne hoch qualifiziert. Es gibt keine Solisten.

      Als wir uns in den Menschenstrom einreihten, der aus dem Erster-Mai-Stadion raus wollte, drehte sich Frau Song zu mir um und flüsterte mir verträumt zu: „Als ich ein junges Mädchen war, habe ich auch beim Arirang-Festival getanzt.“

      „Welchen Teil haben Sie getanzt?“, fragte ich.

      „Ich war ein Blatt“, sagte sie mir und stütze ihre Arme auf die Hüften und machte Kreisbewegungen.

      „Wo?“, fragte ich. „Wo waren Sie?“

      „Ich war neben der Blume“, antwortete sie. „Konnten Sie sie sehen? Neben der Blüte ist das Blatt. Das wunderschöne grüne Kleid des Blattes.“


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      Themen: Nordkorea, Kim Jong-sun, Peking, Kommunismus

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