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Was ich so alles aus den Ärschen Fremder gefischt habe

von Dr. Mona Moore

Hey, ich bin Dr. Mona Moore. Das ist natürlich nicht mein richtiger Name, aber ich bin eine richtige Ärztin. Spar dir dein Mitleid—ich werde nämlich immer einen Job haben, eine Wohnung, die zehnmal größer ist als deine, und das Recht, dir zu sagen, was du tun sollst. Einfach nur, weil ich es besser weiß. Viel Spaß mit meiner Kolumne! Scheiß auf den Eid des Hippokrates.

Einer meiner Patienten hat mich wirklich schamlos ausgenutzt. Bei drei Besuchen hatte ich meine Hand in seinem Anus—das muss höllisch wehgetan haben, aber dieser perverse Masochist hat es richtig genossen. Er hat mich einfach wie eine Schachfigur benutzt, um seine sexuellen Fantasien zu befriedigen. Das gehört aber ganz sicher nicht zu meinen Aufgaben.

Er kam mit breit gespreizten Beinen in die Notaufnahme geeiert, was normalerweise auf einen Blutgefäße platzenden Fick deutet. Er wollte sich auch im Warteraum nicht hinsetzen. Er hatte sich seine eigenen Analkugeln gebastelt, indem er Schrauben und Muttern in ein Kondom gestopft hatte. Das Kondom platzte und die ganzen Kleinteile steckten nun in seinem Arsch. Ich griff tief an seinem gar nicht so engen Schließmuskel vorbei, bis meine Hand ganz verschwunden war. Ich entfernte zunächst die Schraube und achtete darauf, ihm mit den harten Kanten nicht allzu weh zu tun. Erst nachdem er zwei weitere Mal bei mir gewesen war, wurde mir langsam klar, dass die Analkugeln nur den halben Spaß ausmachten. Genauso gefiel ihm meine Hand in seinem Arsch. Ich fühlte mich so ausgenutzt.

So ist das nunmal, Leute stecken sich alle denkbaren Sachen in alle denkbaren Löcher. Der Anus ist dabei mit Abstand am beliebtesten. Zu uns kommen mindestens fünf jede Woche, die sich Sachen in den Arsch gesteckt haben, die da nicht hingehören. Das fängt an zu nerven. Das einzige, was daran Spaß macht, sind die Ausreden, die wir uns anhören müssen. Ein Mann hat mal behauptet, er würde seine Gurken immer in der Dusche lagern. Er sei ausgerutscht und auf einer gelandet und darum war sie auch in seinem Rektum verschwunden.

Rektales Gemüse ist nichts Ungewöhnliches. Welche Objekte in Frage kommen, hängt nur von der Größe des Arschlochs ab. Die Leute sind unglaublich kreativ, wenn es um autoerotische anale Stimulation geht. Du siehst das hartgekochte Ei auf dem Frühstückstisch und denkst dir: Würde das nicht echt gut in meinem Arsch aussehen?

Tiere gehören auch dazu. Ein 50-jähriger Mann führte sich einen lebenden Aal in sein Rektum, um „etwas gegen die Verstopfung zu tun“. Dummerweise fraß sich der Aal durch seine Eingeweide und perforierte so seinen Anus. Eine OP war nötig und nachher ein künstlicher Darmausgang, für zwei Monate. Aber warum so kompliziert? Auch kleine Mäuse sind sehr beliebt, die machen anscheinend ein angenehm kratzendes Gefühl. Einmal kam ein Mann zu mir mit Seitenschmerzen; auf den Röntgenaufnahmen war zu sehen, dass sich eine Maus in seinen Eingeweiden verbissen hatte und dort dann erstickt war.

Weitere Objekte, die ich rausgeholt habe: Bettpfosten, Türklinken, Mayonnaisegläser, Kerzen, eine kleine Pistole, eine Zeitung, eine 30 cm lange und 20 cm dicke Salami, Tennisbälle, ein Aluminiumröhrchen (darin verstecken Häftlinge ihr Geld und andere Wertsachen), Axtstiele, Lötkolben, der gefrorene Schwanz eines Schweines, ein Pfannenwender und ein Eispickel. Bei einem Fall musste einem 65-Jährigen ein Vibrator entfernt werden, den er sechs Monate lang in seinem Arsch gehabt hatte. Er war damit sogar auf der ganzen Welt herumgereist. Ein 20-Jähriger kam in die Notaufnahme mit einer halbvollen Flasche Tomatensaft in seinem hinteren Dickdarm. Er wollte die Flasche mit einem Kleiderbügel wieder herausbekommen und hat damit seinen Dickdarm zerschnitten. Der Typ wohnte noch bei seinen Eltern und sie waren bei der Operation dabei. Er sollte für den Rest seines Lebens in einen Beutel scheißen.

Was dürft ihr also erwarten, wenn ihr euch mit Haushaltsartikeln vollstopft? Der Arzt wird wissen wollen, wie das passiert ist. Ihr könnt sagen, dass ihr auf eine Orange gefallen seid beim Versuch, eine Glühbirne zu wechseln. Aber das glaubt euch sowieso keiner, da könnt ihr genauso gut ehrlich sein. Ihr bekommt eine digitale Rektaluntersuchung verpasst und werdet vielleicht geröntgt, damit Art und Lage des Fremdkörpers bestimmt werden können. Dann müsst ihr euch nach vorne beugen, damit wir richtig tief reingreifen können. Wenn das nicht reicht, bekommt ihr eine Narkose. Es ist im Rektum zwar ziemlich eng, aber wir bekommen die ganze Hand da rein, wenn wir ein Objekt rausholen müssen.

Zu den Risiken gehört, dass ihr ab dann ständig furzen müsst und ihr eure Verdauung nicht mehr richtig in Griff habt; wenn ihr scheißen müsst, dann sofort. Das größte Risiko ist aber, dass ihr euren Darm so sehr verletzt, dass es zum Tod führen kann. Bei der Autopsie eines Mannes fand man den kompletten Inhalt eines Werkzeugkastens in seinen Eingeweiden.

Wenn ihr es also nicht lassen könnt, es eurem Arsch mit einem Kürbis zu besorgen, dann sorgt doch bitte dafür, dass ihr ihn auch wieder raus bekommt—und ich das nicht am Ende machen muss.


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