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Die Nominierten für das Goldene Brett 2015 stehen fest

Die Finalisten der Trophäe für den größten antiwissenschaftlichen Scheiß des Jahres haben es sich redlich verdient.

Die Tage werden länger, draußen ist's plötzlich schweinekalt geworden und die guten Serien laufen endlich wieder. Jeder weiß, was das bedeutet—Award Show Season! Zeit, um sich mit der wichtigsten Frage des Jahres auseinanderzusetzen: Wer hat heuer den größten Scheiß verzapft?

Zum nunmehr fünften Mal wird das Goldene Brett, der Preis für den größten antiwissenschaftlichen Humbug, in Wien verliehen. Nach einer langen und intensiven Phase der Nominierungen hat eine Fachjury nun die drei Preisanwärter ermittelt, die damit in die Fußstapfen von Vorjahressieger und Hobby-Verschwörungstheoretiker Xavier Naidoo treten.

Die Finalisten, die es sich allesamt redlich verdient hätten, ergeben sich aus dem semi-verrückten Trio Infernale des Nonsens: Jim Humble, ein totaler Vollhonk, der—in bester Geerd Hamer-Manier—AIDS- und Krebs-Patienten Bleichmittel zu Trinken gibt, Stefan Lanka, seines Zeichens bekennender Impfgegner und Virenleugner, und die Fergie der Dreiercombo: FPÖ-Umweltsprecherin Susanne Winter.

Susanne Winter stellt den Klimawandel in Frage, vertraut auf Wahrsagerinnen und hat erst kürzlich eine parlamentarische Anfrage bezüglich Elektrosmog und dessen Einfluss auf die Sinnesorgane von Zugvögeln gestellt.

Wer 2015 den Preis für das Lebenswerk erhalten wird, ist bislang noch nicht bekannt. Letztes Jahr ging die Auszeichnung an den pseudowissenschaftlichen Kopp Verlag, den Susanne Winter ja bekanntermaßen abfeiert. Vorschläge?

Franz auf Twitter: @FranzLicht


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