13 Jahre lang Drogen: So habe ich es aus der Kölner Technoszene rausgeschafft

"Mein Körper verfiel, er schmerzte, dazu einen Haufen Schulden, tiefe Verzweiflung, Scham und Ängste. Es war genug."

10 Juni 2020, 9:23amSnap

Es regnet in Strömen, als ich aus der dunklen Kölner U-Bahn-Station wieder hinauf zur Straße hechte. Mir ist kalt und meine Laune ist im Arsch. Die Kapuze meines grauen "Pray for us"-Oversizehoodie habe ich weit ins Gesicht gezogen, sie schützt meine Ohren und die Kopfhörer in ihnen. Den Track habe ich in Clubs schon hundertfach gefeiert. Den Text aber höre ich jetzt zum ersten Mal richtig: "Wants to be the first to say goodbye, It's sad to think" - DJ Koze. Es fühlt sich an wie meine Taufe – meine Taufe in ein neues Leben. Es ist Anfang 2019 und ich bin knapp drei Monate clean.

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Clean sein, das heißt: Ich wache mit derben Kopfschmerzen auf. Noch bevor ich aufstehen kann, muss ich mich übergeben. Im Halbschlaf ziehe ich mir einfach irgendetwas an, Sonnenbrille auf und mit erhobener Hand vorm Gesicht zu meinem Hausarzt. Die Arzthelferinnen sehen mir meine Schmerzen an und bringen mich in ein Behandlungszimmer. Ich bemerke die Heiß-kalt-Schübe meines Körpers. Die Krämpfe. Der Arzt betritt das Zimmer und fragt mich, ob ich öfter mal Migräne-Anfälle hätte. Als ich meine Abstinenz erwähne, verstummt er. Und ich dachte, die Drogen und der Alkohol hätten keine Spuren in meinem Körper hinterlassen.


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Meine Geschichte spielt tatsächlich nicht in Berlin, Hauptstadt des Techno, sondern in Köln. Am Anfang jedes Jahres riecht es hier nach einem Gemisch aus Bier, Urin und Erbrochenem, die Menschen sind außer Rand und Band: Karnevalszeit. Ich habe daran eigentlich gute Erinnerungen, immer ausgelassen und unbeschwert, wenn mir nicht mal wieder vor versammeltem Karnevalsverein meiner Eltern das Blut aus der Nase in mein Kölschglas tropft.

Letztes Jahr mit 26, nach 13 Jahren Drogen, wusste ich endlich: Ich will ein cleanes Leben, so richtig clean, ohne Alk und ohne Drogen. Ich will glücklich sein, mein Leben kreativ gestalten und mich selbst gut behandeln. Ein von Grund auf anderes Leben als mein bisheriges. Ein Reset. Und ich kann auch einfach nicht mehr.

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Nervenzusammenbrüche, familiäre Probleme und Geldsorgen häuften sich und langsam hatte ich genug, die Nase voll, buchstäblich. Zudem liegt die Sucht anscheinend in meinen Genen. Mein Vater hat ebenfalls ein Suchtproblem. Ich habe irgendwann nichts mehr gefühlt, weder meinen Körper noch meine Gefühle. In Momenten, in denen ich hätte fühlen sollen, weil es Anlass gab, mich zu freuen, oder in Situationen, in denen ich hätte traurig sein sollen: nichts – absolut nichts. Ich hatte Nahtoderfahrungen durch Überdosen, Menschenscheu, Wutausbrüche. Mein Körper verfiel, er schmerzte, dazu ein Haufen Schulden, tiefe Verzweiflung, Scham und Ängste. Es war genug.

Aber: Wie werde ich clean?

Den ersten Rausch mit 13, die erste Nase mit 15

Mit 13 hatte ich meinen ersten Vollrausch, eine Alkoholvergiftung mit Krankenwageneinsatz. Die Mutter meiner Freundin machte damals ein Bild von mir, wie ich mit verlaufener Schminke im Delirium auf der Trage des Krankenwagens lag. Meine Finger strecken ein Peace-Zeichen in Richtung Kameralinse. Ich finde das Foto nicht mehr – aber ich erinnere mich noch gut daran. Mit 15 dann die erste Nase. Ich fand Gefallen am Techno, an Substanzen und der Szene. Ich probierte es einfach aus und war plötzlich mittendrin.

Meine Kindheit war nicht so leicht. Die Drogen schalteten meinen Kopf aus – und das tat gut. Das Feiern war Selbstmedikation gegen Gefühle, die ich nicht fühlen wollte. Gegen Erinnerungen, gegen diesen inneren Schmerz, ein leichter Ausweg aus der Gesellschaft und ein gutes Stück Rebellion. Ich war nicht mehr schüchtern. Stattdessen war ich die Geilste im Club. Ich war jemand und fühlte mich sehr gut dabei. Dass ich mich und andere damit zerstören würde, war mir damals natürlich noch nicht klar.

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Heute frage ich mich jeden Morgen:

Willst du ein gutes Leben?

Willst du heute clean sein?

JA.

Der Club war meine Familie

Mit 15 flüchtete ich mich in die Szene Kölns. Zugegeben war ich "jemand" innerhalb der Szene, zumindest fühlte ich mich so. Ich genoss Privilegien wie Listenplätze, Freigetränke und Drogen. Wenn ich freitagabends den Club betrat, hatte ich ein gewisses Gefühl der Vertrautheit. Ich würde sogar sagen, es fühlte sich an, als sei ich Teil einer Familie. Genau das, was ich mir immer gewünscht hatte. Die Kölner Szene ist klein, man kennt sich. Ich war gierig nach den guten Gefühlen. Gierig nach Exzess, gierig nach Lust, gierig nach mehr und immer mehr.

Unsere Autorin, die wir hier Sophia nennen, hat 13 Jahre lang Drogen konsumiert. Bilder wie diese erinnern sie an die Zeit, in die sie nie wieder zurück will | Foto: privat

Sobald es freitags dunkel wurde, ging ich in den Club, entweder direkt zum Feiern oder erst zur Schicht hinter die Theke – und dann zum Feiern. Samstagmittags im Hellen aus dem Club, ins Taxi, in die abgedunkelte After-Hour-Höhle. Eine Privatwohnung, die so umfunktioniert worden war, dass wir weiter ungestört konsumieren und feiern konnten.

Vermutlich war der Mieter einer der "interessanten" Leute, die ich mal wieder kennengelernt hatte.

Schon damals habe ich oft daran gedacht, den Konsum einfach sein zu lassen. Mein Hin und Her zwischen wollen und nicht wollen, sagen und tun. "Ich hab keinen Bock mehr auf den Scheiß", sagte ich zu einem Freund, während wir bei einer After auf den Dealer warteten.

Geduckte Haltung, leere Augen: Ich sah mir die Traurigkeit an

Jahrelang habe ich mich nicht wohl in meiner Haut gefühlt. Körperlich ging es mir schlecht. Geduckte Haltung, leere Augen. Wenn ich mich im Vorbeigehen in einem Fenster spiegelte, sah ich mir die Traurigkeit an. Ich habe immer mehr die Hoffnung verloren, dass ich irgendwann glücklich sein könnte, geschweige denn clean. Die Hoffnungslosigkeit machte mir am meisten zu schaffen.

Wie kann ich es schaffen aufzuhören?

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Wie ändere ich mein Leben?

Soll das nun mein Leben sein?

Warum schmerzt mein Herzchen so, ist das etwa normal so?

All das fragte ich mich.

Ich spielte ein Versteckspiel mit meiner Sucht. Hier mal weniger Alkohol, etwas mehr Speed, nur eine Ecke von einem Teil oder eine Fingerkuppe MDMA oder ausschließlich Kokain. Doch meine inneren Widerstände wurden immer größer. Ich ekelte mich.

Ich nahm immer wieder Drogen, obwohl ich es nicht wollte. Heroin? Nein. Es wurde mir ein paar Mal angeboten, doch meine Reflexe haben es mich ablehnen lassen. Keine Ahnung, warum ich es nicht genommen habe. Lange dachte ich, Süchtige sind ausschließlich Menschen, die Heroin konsumieren, deutlich gezeichnet durch die Droge und obdachlos. Ich war eine von ihnen, nur ohne Heroin.

Meine Gier gewann immer. Ich konnte und wollte nicht sehen, dass ich ein reales Suchtproblem hatte, weil die Zeit für diese bittere Erkenntnis noch nicht reif war. Weil ich noch nicht fühlen wollte, was ich die vorherigen Jahre in eine Kiste gepackt und sicher verdrängt hatte.

Man sagte mir Sätze wie "Lass deine alten Freunde gehen". Und "Geh nicht mehr zu den Orten, an denen du konsumiert hast". "Puh, ein derber Einschnitt", dachte ich.

Als würde ich alle Menschen, die ich mag und mit denen ich Jahre verbracht habe, einfach hinter mir lassen.

Doch eigentlich war ich Kontaktabbrüche von meiner Familie gewohnt. Es fiel mir nicht schwer.

Mir ist bis heute unerklärlich, wann und wie ich den endgültigen Entschluss gefasst habe, clean zu werden. Nach meinen letzten Tagen auf Techno kam ich zu Hause in meiner abgedunkelten Wohnung an und googelte "Drogensucht". Ich fand Entzugskliniken und stationäre Drogentherapien, darauf wollte ich mich auf gar keinen Fall einlassen.

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"Ich nehme ja kein Heroin."

Über Stunden las ich mich ins Thema Sucht ein und fand so die Selbsthilfegruppe, die für mich passend erschien: "Cleane Süchtige, die sich gegenseitig helfen, clean zu sein". Cleane Süchtige – zwei Worte, die für mich nicht zusammenpassen wollten. Ich betitelte mich auch häufig als clean, wenn ich mal wieder an der Menge oder der Substanz etwas geändert hatte. Bis dato kannte ich keine Menschen, die sich selbst als süchtig betiteln, und ich selbst zählte mich ja auch nicht zu ihnen.

Dennoch ging ich ein paar Tage später hin.

Clean sein, das heißt: Noch vor dem Aufstehen muss ich mich übergeben

Mir war bewusst, wie sehr ich im Arsch war und dass ich gegen meine Sucht verloren hatte. Ich konnte einfach nicht mehr. Ich wusste: Wenn ich nicht auf diesen Satz höre, werde ich mir irgendwann das Leben nehmen. "Komm wieder, es funktioniert", sagte man mir wohlwollend nach meinem ersten 12-Schritte-Gruppenmeeting.

Narcotics Anonymous, kurz auch NA genannt, sind Selbsthilfegruppen, in denen sich Süchtige gegenseitig helfen, clean zu leben. Das Drogen-Pendant zu den Anonymen Alkoholikern. Die täglichen Treffen werden auch Meetings genannt und finden in 139 Ländern statt. In jeder größeren Stadt in Deutschland findet fast täglich ein Treffen statt, so auch in Köln.

NA sieht Abhängigkeit ganzheitlich: Egal ob Alkohol, Heroin oder Gras, es wird nicht in Substanzen unterteilt. Erfahrung, Kraft und Hoffnung wird in jedem Meeting miteinander geteilt. "Wenn Süchtige einander helfen, ist der therapeutische Wert unvergleichlich", heißt es in den Meetings. Und ja, das sehe ich auch so. Denn in meinem ersten Meeting sah ich Mitgefühl und Hoffnung in den Augen der bereits cleanen Süchtigen. Seither gehe ich fast täglich in ein Meeting.

"Sophia, nur ein einziges Mal", sagt meine Gier

Ich bin schon ein halbes Jahr clean, als ich mich mit einem alten Freund verabrede. Ein Freund, mit dem ich viel genommen und gefeiert habe, ein gutes Herzchen. Bei ihm angekommen, trinken wir Kaffee, unterhalten uns über Dinge aus der Szene, albern herum. Dann klingelt es an der Wohnungstür.

Ein weiterer alter Bekannter betritt die Wohnung. Ich versuche, nicht erschrocken zu wirken. Binnen Sekunden hat mein Drogen-Ortungssinn gecheckt, dass er was am Start hat, eine meiner favorisierten Substanzen.

"Sophia, nur ein einziges Mal."

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"Hey, ist doch nicht so schlimm, merkt doch eh keiner."

"Du kannst doch wieder aufhören."

All diese Sätze spricht meine fiese Gier.

"Scheiße! Ich muss sofort hier weg", denke ich und flüchte.

Ich verlasse die Wohnung und rufe noch im Treppenhaus meine Sponsorin an, eine Art Mentorin, die mich durch das 12-Schritte Programm leitet. Sie steht mir zur Seite, wenn ich leide. Sie geht nicht ans Telefon. Doch ich erinnere mich an ihre Worte aus dem letzten Telefonat: "Sophia, mach deine Erfahrungen und hol deine höhere Macht ins Boot, du bist nicht alleine."

Und ich bin wirklich nicht alleine. Ich bin jetzt bei mir.

Ich bin nicht alleine – ich bin jetzt bei mir

Ich und mein Liebesleben sind in der Bredouille, irgendwie läuft es nicht. Wahrscheinlich, weil ich einfach nicht will und nicht kann, da ich gerade erst wirklich bei mir selbst angekommen bin. Es ist so, als würde ich tagtäglich jemand Neues daten und neue, schöne wie unschöne Eigenschaften an der Person kennenlernen. Nur mit dem Unterschied, dass ich das selbst bin. Ich möchte irgendwann jemanden an meiner Seite haben, aber jetzt brauche ich Raum für mich alleine. Mein Nachreifungsprozess beginnt gerade erst.

Ich fühle die Wärme der Sonne auf meiner Haut, und es ist mir unerklärlich, wie ich all die Jahre mit so wenig Tageslicht überleben konnte. Manchmal, wenn ich mich zurückerinnere, kann ich kaum glauben, dass das mein vergangenes Leben ist und mir das alles so passiert ist.

Ich betrachte mich nach dem Baden im Spiegel. Mir fallen meine unzähligen Sommersprossen an meinem Ellenbogen auf. Auf meinen Fingern bis hin zum Nagel habe ich auch welche, minimal und kaum zu sehen. Jahrelang wollte ich nicht in dieser Haut stecken. Gleichzeitig war sie das Organ, das mich von der Außenwelt abgeschirmt hat. Jetzt lässt sie mich endlich spüren.

Ich fühle einen kühlen Luftzug, der unter der Türschwelle hindurchkommt und meinen Fuß streift. Ich bin ganz bei mir. Die Haptik meiner Beine ist irgendwie anders, ich fühle einzelne Muskelpartien und die Sehnen in meinen Kniebeugen – so als wären sie nicht schon immer da gewesen, sondern ganz neu.

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Es ändert sich einfach alles, grundlegend.

Nach und nach erwachen meine Sinne

Früher dachte ich von mir selbst, ich sei hart und unnahbar. Heute bemerke ich meine Sensibilität und meine Verletzlichkeit. Ich bin sehr empfänglich für Geräusche und Klänge und reagiere mit Stress auf Lärm, vor allem auf Verkehrslärm. Nach und nach erwachen meine Sinne.

Die ersten Sonnenstrahlen zeigen sich. Wie sehr ich doch die Wärme der Sonne liebe. Vor ein paar Tagen hatte ich Besuch eines Rotkehlchens in meiner Wohnung. Es flog auf Augenhöhe durch meine offene Balkontür, bog um die Ecke, schnurstracks in meine Küche, wendete und nutzte die gleiche Einflugschneise für den Rückweg.

Gerade sitze ich auf meinem Balkon, und meine Nachbarin singt, bemerkenswert gut tatsächlich. Mit Kaffee und Zigarette beobachte ich die Vögel von meinem Balkon aus, es landet eine Meise in meinen Radieschen. Ich höre Tauben gurren. Und die Flügelschläge der für Köln typischen neongrünen Papageien.

An manchen Tagen leide ich, und dieser alte, vertraute Schmerz meldet sich.

Auslöser dafür können alle möglichen Dinge sein. Wenn ich nicht genügend Zeit für mich alleine hatte, bin ich äußerst dünnhäutig. An Tagen, an denen ich schlichtweg keinen Bock darauf habe, das zu tun, was Erwachsene nun mal tun, Alltägliches. Wenn ich einen Rückfalltraum hatte, oder manchmal auch nach einer Sitzung bei meiner Therapeutin. Dann ziehe ich mich zurück und gönne mir gutes Essen, Ruhe und eine randvoll gefüllte Badewanne – ziemlich genau das Gegenteil von dem, was ich früher getan hätte.

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Endlich fühle ich wieder.

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, doch nicht für mich. Ich bin dankbar. Ich habe die Hälfte meines Lebens konsumiert und habe keine bleibenden Schäden davongetragen. Langsam bin ich wieder lebendig und laufe nicht mehr wie ein kalter Fisch durch die Gegend.

Zeit heilt alle Wunden?

Ja, tut sie.

Heute kann ich mich bewusst dafür entscheiden, ob ich vor oder zurück will. Ob ich leiden will oder genießen. Umso länger ich clean bin, desto mehr fühle ich ein tiefes Vertrauen und die Sicherheit, dass ich nie wieder so leiden muss wie in vergangenen Tagen. Und vor allem, dass mein Leben eine unbezahlbare Kostbarkeit ist und ich ein gutes Leben habe.

Amy Winehouse sang "I can't help you, if you won't help yourself"

Anfang Juli sind es anderthalb Jahre – anderthalb Jahre, in denen ich ohne Drogen und Alkohol lebe. Es fühlt sich immer noch so unreal an, wenn ich morgens aufwache. Als wäre das alles ein Traum. Das Gefühl des Mangels und die inneren Schmerzen trage ich wahrscheinlich noch eine Weil mit mir herum. Nur mit dem Unterschied, dass ich heute keine neuen Wunden erleiden muss, dass ich klar und bewusst bin.

Lange habe ich darauf gehofft, dass mich jemand retten kommt, egal ob Männer, meine Eltern oder Freunde. Doch keiner kam. Amy Winehouse sang "I can't help you, if you won't help yourself". Eigenverantwortung war mir früher ein Fremdwort. Heute hingegen liebe ich meine Autonomie und die Entscheidungsfreiheit, clean zu sein.

Bis heute muss ich zwar jeder 0,3er-Flasche Limo auf Ex trinken. Und wenn ich Techno höre, bekomme ich Magenkicks und eine hektische Gestik. Dennoch möchte ich nicht zurück in die Technoszene. Ich bin dankbar. Zurück ist keine Option mehr – weil ich einen neuen Lebensweg gefunden habe.

Eine gute Freundin und ich sitzen auf einer schattigen Bank mit direktem Blick auf den Rhein. Die Blätter der Bäume zittern im Wind, als würden sie uns applaudieren. Alles wirkt seicht und zart, so als hätte man Köln einen Slow-Motion-Filter übergelegt. Mir fällt das Foto meiner ersten Geburtstagstorte ein. Eine runde Schoko-Sahne-Torte, verziert mit der Aufschrift "Sonnenschein".

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MDMA, techno, Köln, Kokain, Narcotics Anonymus

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