
“Burli, komm, setz dich her, ich erzähl’ dir was” war der Auftakt für sein vorliegendes Buch, “Fürs Leben gezeichnet - Gefängnistätowierungen und ihre Träger”.
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Mit der Zeit wurde das gemeine Gefängnistattoo immer professioneller und wies ein stetig wachsendes Repertoire an Motiven auf, das sich ob seiner Popularität Anfang der 80er mit denen der etablierten Studios vermischte.Nach einer kurzen Einleitung zur Entstehung des Buches, einem Essay über das “System Gefängnis” und die Entstehung der Gefängnis-Tätowierung präsentiert uns Klaus auf über 180 Seiten intime Einblicke in die privaten Leben zahlreicher Ex-Knackies. Dafür sind lediglich kurze Zitate und großformatige Abbildungen von Nöten- in dieser Hinsicht sagt ein Bild tatsächlich mehr als tausend Worte. Zusammengefasst zeichnet er damit ein differenziertes und vor allem authentisches Bild der drastischen Eigenheit dieser Gefängniskultur.Falls ihr ohnehin plant, euch die Hände schmutzig zu machen um sie euch im Gefängnis mit Kugelschreibertinte reinwaschen zu lassen, sollte es schon was Schwerwiegenderes sein, da ihr so ziemlich sicher ins Heavy-Weight-Vollzugshaus kommt wo dann die wahren Tattoo-Profis sitzen. Bevor wir euch aber dazu ermutigen oder euch das Ganze gar mit detaillierten Anleitungen für die Hautverzierung Marke EigenBAU schmackhaft machen, empfehlen wir dann doch lieber, euch so bald wie möglich das neue Buch von Klaus zu besorgen. Das ist nämlich weder etwas das man im Nachhinein bereut, noch etwas das einen Eingang aus eurem Ausgang macht.

