Zu Besuch im 500 Millionen Dollar teuren ‚Harry Potter‘-Themenpark

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Popkultur

Zu Besuch im 500 Millionen Dollar teuren ‚Harry Potter‘-Themenpark

J. K. Rowlings magisches Imperium ist um eine riesige Attraktion reicher.
18.4.16

The Wizarding World of Harry Potter ist eine lebensgroße Nachbildung der Zauberschule Hogwarts samt Teilen des Dorfes Hogsmeade, die sich in den Universal Studios Hollywood befindet. Insgesamt hat die Planung der Attraktion fünf Jahre gedauert, der Bau noch einmal zweieinhalb Jahre, und die Kosten beliefen sich insgesamt auf 500 Millionen Dollar (ca. 440 Millionen Euro).

Das letzte Buch in der Harry Potter-Reihe kam 2007 auf den Markt, doch J. K. Rowlings magisches Reich dehnt sich trotzdem immer weiter aus: Es gibt nicht nur die Buchverfilmungen, sondern auch die Website Pottermore.com, das Spin-off Phantastische Tierwesen & wo sie zu finden sind (dessen Verfilmung auch noch dieses Jahr in die Kinos kommt), das Sequel-Theaterstück Harry Potter and the Cursed Child und—warum auch nicht?—einen Themenpark.

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So viele Leute hatten sich für die Eröffnung des Parks am 7. April ein Ticket geholt, dass Universal seinen Online-Ticketverkauf einstellen musste—das erste Mal in der Geschichte der Firma. Als ich am Sonntag dort war, zwei Tage nach der Eröffnung des Themenparks im Themenpark, war immer noch alles völlig überlaufen—und das bei einem Ticketpreis von 105 Dollar (93 Euro) pro Person. Fans aller Altersgruppen trugen schwarze Roben und spitze Hüte, während sie die zweieinhalb Hektar große Welt erforschten: Da gab es Ollivanders Zauberstabladen, das Pub „Eberkopf" und viele andere zauberhafte Orte aus dem Potterversum. Eine Besucherin, die perfekt mit einem breitkrempigen Hexenhut und einer grünen Robe ausstaffiert war, sah Professorin Minerva McGonagall unheimlich ähnlich. Mit ihrem Elektromobil, das sie mit Dobby- und Hedwig-Puppen behängt hatte, fuhr sie mir fast über den Fuß.

Andere Fans verbrachten den Tag damit, das detailreiche Design des Parks zu bewundern und die vielen Easter Eggs zu suchen, wie etwa eine Aufnahme von der Maulenden Myrte in den Toiletten, künstlicher Eulenkot vor der Eulenpost und eine Handvoll Bilderrahmen mit bewegten Bildern.

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Eins muss man Universal lassen, man fühlt sich in dem Park wirklich in eine glaubhafte Welt versetzt, und es gibt so viele Angestellte, dass ich selten dieselbe verkleidete Person ein zweites Mal gesehen habe. Selbst die zwei musikalischen Darbietungen, die jede halbe Stunde im Zentrum des Parks losgingen, tauschten die Besetzung aus, als gäbe es einen unendlichen Vorrat an Universal-Hexen und -Hexern.

Nach acht Stunden des Erforschens wurde mir ein wenig schwindlig und ich beschloss, dass es Zeit war zu gehen. Als ich die Wizarding World verließ, fragte ich mich, wie sich der Themenpark schlagen wird, wenn Disneyland erst einmal seinen Star Wars-Park eröffnet hat. Ich drehte mich zu einem letzten Blick auf die magische Potter-Welt um und sah einen Teenager im Korn-Shirt, der in einen Mülleimer reiherte.

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