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Vice Blog

Die Schutzheiligen des Wochenendes

17.9.10

Das Wochenende ist im Kommen, und damit euch bis dahin nichts zustößt, haben wir uns nach ein paar Schutzheiligen für euch umgesehen. Und siehe da, jetzt müsst ihr nur noch ein wenig beten und ihr habt keine Probleme mehr mit Durchfall, sexlastigem Fernsehprogramm und überraschenden Grubenunglücken. Also erweist dem Gebieter seine Ehre.

Die heilige Barbara ist die Patronin der Steinmetze, Bergmänner, Pioniere, Artilleristen, Mathematiker, Maurer, für die, die sich vor Feuerwerken und Gewitterstürmen fürchten und alle, die unter dem Risiko leben, plötzlich bei der Arbeit zu sterben. Sie ist auch die Schutzheilige des größten Kraftstoffunternehmens Italiens, Ente Nazionale Idrocarbrui.

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Die Geschichte besagt, dass sie die Tochter eines besitzergreifenden heidnischen Vaters war, der sie in einem Turm eingesperrt hat, abgelegen von Verehrern und Versuchungen. Trotz der Isolierung fand Barbara ihren Weg zu Gott. Ihr Vater denunzierte sie vor den Autoritäten, die über Barbaras Enthauptung verfügten, und das, nachdem sie zwei Tage lang gefoltert wurde. Und ratet mal von wem, von Papa. Es wird geglaubt, dass ihr Vater am Tag nach ihrem Martyrium vom Blitz erschlagen, oder eben von Gott umgebracht wurde. Barbara schützt demzufolge vorm schnellen Tod.

Sankt Klara von Assisi ist die Patronin der Vergolder, der Telefone, Augenkrankheiten, Goldschmiede, Sticker, Wäschereien, Telegrafen, für gutes Wetter und das Fernsehen. Clara wurde für diese Sachen ausgewählt, da sie lange Zeit in ihrem Leben durch Krankheiten ans Bett gefesselt war. Um sie vor der Langeweile zu bewahren, gewährte Gott ihr Gottesdienstsvisionen, die sich in der Kirche ereigneten. In Italien kann man sogar Aufkleber kaufen, auf denen steht: "Heilige Klara, beschütze meinen Fernseher." Im Allgemeinen kaufen die Älteren diese und pappen sie an ihr Gerät in der Hoffnung, dass sie nie kaputt gehen werden. Klara wirkt sich aber nicht nur auf die technischen Fehler, sondern auch auf die Qualität von Fernsehshows aus. Am 11. August, ihrem Festtag, kommen Nonnen zu Gruppengebeten zusammen und rufen sie an, das Fernsehen von sexuell anrüchigen Bildern, pädagogisch unwertvollem Müll und Satan zu reinigen.

Bild unter Genehmigung von Scala/Art Resource, NY

Sankt Johannes von Nepomuk ist der Patron der Fluten, des Ertrinkens und von Böhmen. 1393 wurde er zum Generalvikar des Erzbischofs von Prag ernannt, eine Position, die am 20. März des selben Jahres zu seinem Tod führte. Zu der Zeit sollte für das Benediktinerkloster Kladbury, dessen Ressourcen von Wenceslaus, den König von Rom und von Böhmen, heiß begehrt waren, ein neuer Abt ernannt werden. Wenceslaus befürwortete die Papstschaft von Avignon. Und Johannes, der die Gesetze der katholischen Kirche hochhalten wollte, hat sich auf die Seite des Kandidaten des Erzbischofs gestellt, der dem Papst in Rom gefolgt ist, Avignons Gegner.

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Dieser Schachzug hat zuallererst Wenceslaus angepisst, und auf Wunsch des Königs wurde Johannes im Fluss Vitava in Prag ertränkt. Eine alternative Version der Geschichte besagt, dass Johannes ertränkt wurde, weil er sich weigerte dem König zu erzählen, was seine Frau bei der Beichte ausplauderte. Der Heilige Johannes wird vor allem in Zentral- und Westeuropa verehrt, und er schützt gemäß seiner Todesursache vor Ertrinken und Überflutungen.

Bild unter Genehmigung von Scala/Art Resource, NY

Der Heilige Erasmus von Formiae aka Sankt Elmo ist der Patron der Kolik, der Darmbeschwerden, der Matrosen, der Krämpfe und des Schmerzes der arbeitenden Frauen, der Viehkrankheiten und Stürme - sowohl die im Himmel betreffend, als auch die im Darm. Erasmus war ein Bischof und Eremit, und sein Martyrium war besonders grauenhaft. Der römische Eroberer Diocletian, kein Freund von Christen, ließ Elmo mit einem Eisenhammer verknüppeln, bis all seine Venen platzten, er wurde in eine Grube voller Würmer und Schlangen geworfen, in Öl gekocht und gezwungen, eine Suppe aus Schwefel, Harz, Teer und noch mehr Öl zu trinken. Dann wurden ihm mit einer Zange die Zähne gezogen und er wurde in ein Fass voller Spinnen gesteckt.

Die Geschichte besagt, dass Erasmus so stark in seinem Glauben war, dass er es nach dem allem immer noch schaffte zu fliehen, sich in einer Höhle zu verstecken und wieder gefasst zu werden, und irgendwann einmal wurde ihm mit einem Anker der Bauch aufgeschlitzt - daher sein zweifacher Schutz von Matrosen und Leuten, die unter Bauchschmerzen leiden. Das Elmsfeuer, das einmal als Warnung für Seemänner vor kommenden Stürmen gedacht war, ist nach ihm benannt.

Also dann, auf ins Wochenende und passt auf euch auf, damit die da oben es nicht tun müssen.