Foto: Franz Johann Morgenbesser | Flickr | CC 2.0
Mit Norbert Hofer könnte am 2. Oktober zum ersten Mal ein Kandidat der FPÖ Bundespräsident werden und bei der nächsten Nationalratswahl, die planmäßig im Herbst 2018, vermutlich aber schon viel früher stattfindet, hat die FPÖ gute Chancen, zum ersten Mal seit dem Ende von Schwarz-Blau vor 10 Jahren wieder in einer Bundesregierung zu sitzen. Auf Landesebene hingegen sitzen die Blauen schon seit gut einem Jahr wieder in zwei Regierungen—nämlich im Burgenland und in Oberösterreich. Im Burgenland wagte Landeshauptmann Hans Niessl den Tabubruch und bildete trotz Widerständen aus der eigenen Partei und eines Parteitagsbeschlusses, der es ihm eigentlich verbietet, eine Koalition mit der FPÖ. Die Freiheitlichen erhielten die Ressorts Sicherheit sowie Wirtschaft und Tourismus. In Oberösterreich gelang es der FPÖ bei den Landtagswahlen 2015, ihren relativen Stimmenanteil auf rund 30 Prozent zu steigern, was eine Koalition mit der ÖVP (rund 36 Prozent) zur Folge hatte. In puncto Koalitionspartner drehten sich die oberösterreichischen Schwarzen somit um 180 Grad, davor hatten sie 12 Jahre gemeinsam mit den Grünen regiert. Wir haben uns angesehen, inwieweit sich die Beteiligung der FPÖ in den beiden Landesregierungen bisher ausgewirkt hat.