Illustratoren aus aller Welt haben gezeichnet, welche Gender-Identitäten ihr Land kennt
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Illustratoren aus aller Welt haben gezeichnet, welche Gender-Identitäten ihr Land kennt

"Traditionellerweise erziehen japanische Eltern ihren Sohn nach typisch männlichen Idealen und ihre Tochter nach typisch weiblichen."
15.4.17

Wie werden Geschlechterrollen in verschiedenen Ländern wahrgenommen und gelebt? Wie werden Menschen behandelt, die nicht der Norm entsprechen? Wir haben Illustratoren aus der Schweiz, Brasilien, Polen und anderen Nationen gebeten, genau diese Fragen zu beantworten und diese in einer Illustration zu verbildlichen. Entstanden sind sechs Illustrationen, die unterschiedlicher nicht sein könnten:

Patryk Sroczynski, Polen

"Wenn du in Polen als gleichgeschlechtliches Paar lebst, hast du es in der Gesellschaft nicht einfach. Vertrau mir, sogar in der Wüste hättest du es in dem Fall besser!"

Lena Scheiwiller, Schweiz

"Auch wenn es in der Schweiz ein Verständnis für Transgender oder Intersexualität gibt, und eine Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen stattfindet, gilt das binäre Geschlechterverständnis noch immer als Norm. Die zugeschriebenen Rollenbilder oder Verhaltensweisen sind klar definiert und noch immer konservativ geprägt."

Giorgos Gousis, Griechenland

"Mann und Frau sind die einzigen Geschlechter, die in der griechischen Gesellschaft akzeptiert und verbreitet sind. Natürlich heisst das nicht, dass Leute mit anderem Gender nicht diskriminiert werden."

Hot Fudge, Japan

"Traditionellerweise erziehen japanische Eltern ihren Sohn nach typisch männlichen Idealen und ihre Tochter nach typisch weiblichen."

Clementina Leon, Mexiko

"Die Genderrollen sind hierzulande sehr strikt. Ich glaube aber, dass meine Generation daran arbeitetet, dass sich das bald ändert. Es gibt noch viel zu tun."

Juliana Lucato, Brasilien

"Brasilien unternimmt gerade die ersten Schritte, um das Thema Gender zu verstehen und zu akzeptieren. Transgender haben in meinem Heimatland eine lange Tradition, das schützt sie aber leider nicht davor diskriminiert zu werden."

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