Erinnern wir uns an die kalte Zeit des Jahreswechsels: Damals ist auf dem kleinen (aber feinen) Leipziger Label Holger Records eine EP von Timoka alias Benjamin Kilchhofer erschienen, der wiederum die visuelle Identität von Holger prägt. Wenn wir nun also über eins, das Minialbum von (Philipp) Weber sprechen, dann sprechen wir auch wieder über Kilchhofer—die Hütte auf dem Cover verzerrt sich schließlich nicht von alleine. Und wenn wir über das damalige Musikvideo zu „Comer" reden, dann reden wir auch wieder über die Niederländerin Lianne van de Laar, die die elektronisch-düsteren Holger-Releases in Bewegtbild umsetzt.
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Für das Weber-Stück „somehowalovesong" hat van de Laar nun wieder ein minimalistisches Schwarz-weiß entworfen, das mit Licht und Schatten Formen zum Leben erweckt—schlicht, schnörkellos, nüchtern. Eine passende visuelle Entsprechung für Webers Musik also, dessen Experimentalelektronik sich kratzend, schiebend und quietschend mit dezent platzierten Vocals und bestimmten Claps von mäandernden Klängen in Richtung treibender Club-Rhythmik entwickelt. Mit dieser Art von Kraut-Techno holt man zwar keinen gestandenen Raver vor die Funktion One, aber am Rauschen kann man ja auch wahre Freude finden.
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