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Er tut es wirklich: Elon Musk testet ersten Hyperloop-Tunnel mit Freiwilligen

Unterirdisch durch Röhren schießen, und zwar schneller als mit dem Flugzeug: Schon seit Jahren arbeitet Musk an seinem Traum vom Hyperloop. In Los Angeles wird jetzt der erste Tunnel für Passagiere geöffnet.​

von Johannes Drosdowski
18 Dezember 2018, 12:41pm

Imago | kyodo news || Collage: Motherboard

Wir werden in Kapseln reisen. Was lange futuristisch klang, wird Wirklichkeit: Wie Unternehmer Elon Musk bekanntgab, soll am 18. Dezember in Hawthorne, Los Angeles, erstmals ein Hyperloop-Tunnel für die Bevölkerung eröffnet werden. "Es werden modifizierte, aber absolut straßentaugliche und legale autonome Transportfahrzeuge genutzt werden und Aufzüge, die die Oberfläche mit dem Tunnel verbinden", kündigte Musk auf Twitter an.

Bereits im August 2013 hatte Musk das von ihm entwickelte Konzept vorgestellt: Dabei werden elektrisch betriebene Transportkapseln durch eine Röhre geschossen und sollen – so hieß es damals – Geschwindigkeiten von bis zu 1.200 km/h erreichen. Sollte die Technologie tatsächlich einmal so weit ausgereift sein, wäre diese Art des Reisens also schneller als Fliegen.

Wie die Tageszeitung Der Standard berichtet, gab Musk jedoch an, dass auf der Strecke vorerst "nur" 250 km/h erreicht werden würden, auch wenn das langfristige Ziel bei 480 km/h liege. Zum Vergleich: Die schnellsten ICEs der Deutschen Bahn fahren mit höchstens 330 km/h. Nach der Eröffnung stehe der Transport der Öffentlichkeit am 19. Dezember einen Tag lang kostenfrei zur Verfügung.

Auf ihrer Website erklärt Musks Firma Boring Company, der erste Abschnitt des Tunnels in Hawthorne sei am 18. Dezember, also dem Tag seiner Eröffnung, fertiggestellt worden. Zuerst hatte Musk am 3. November auf Twitter angekündigt, der Tunnel werde bereits am 10. Dezember eröffnet.


In den Tunnel gelangen die Passagiere über einen Lift, der die Kapseln nach unten befördert. Er befindet sich auf dem Parkplatz eines andere Musk-Unternehmens, SpaceX. Die Vision: "In Zukunft könnte man im Keller jeden Bürogebäudes einen Aufzug haben, was extrem angenehmes Pendeln ermöglichen würde", heißt es auf der Website der Firma.

Ob und wann das genauso passieren wird, darf zumindest hinterfragt werden, schließlich ist Musk auch für seine abstrusen Ideen bekannt. So wollte er etwa den Mars mit Atombomben auf menschenfreundliche Temperatur aufheizen und erklärte schon mal, dass wir alle in einer Simulation leben.

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