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Stress ist der neuste Zuwachs im Zürcher Affenhaus

Ein neuer Artgenosse bereichert seit Montag den Zoo Zürich. Die Holzstatue von Stress wurde von den anderen Gorillas gleich akzeptiert.
Alle Fotos: Pressebilder

Disclaimer: Dieser Artikel könnte leichte Spuren von Ironie enthalten. Grosse Enthüllung im Zoo Zürich – unter Medienrummel zog am Montag eine hölzerne Statue von Stress ins Affenhaus ein – die erste seiner Art. Vom Blitzgewitter und den zahlreichen Gästen liess sich die Statue aber nicht einschüchtern und posierte brav für Fotos.

Etwas anderes hielt die Tierpfleger an diesem Montag aber auf Trab: Ein neues Mitglied in eine Gorilla-Gruppe zu integrieren, brauche viel Fingerspitzengefühl. Doch dank seinen Rapskills und seiner Street-Credibility hätte Holz-Stress schnell seinen Platz in der Silberrücken-Familie gefunden. Nur die Orang-Utans tuschelten im engen Kreise über den Zuzügling und die bolivianischen Totenkopfäffchen ärgerten sich über eine fehlende Goldkette, die sie hätten stehlen können.

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Mit der Holzstatuen-Haltung wollen der Zoo und Stress auf den Schutz von natürlichen Lebensräumen aufmerksam machen. In ihrer Heimat, den tiefen Schweizer Wäldern sind Rapper wie alle anderen Holzstatuen stark vom Aussterben bedroht – sie werden gejagt, um für das Baugewerbe abgeholzt zu werden. Als einziger Bewohner des Zürcher Zoos besteht die Statue von Stress aus reinem Schweizer Holz. Wir erwarten hoffnungsvoll weitere Artgenossen für die Statue, damit eine artgerechte Haltung besteht.

Neben dem Zoo sind auch die Fans des Rappers von der Statue begeistert. Einer schreibt auf Instagram: "So eine Statue brauche ich in meinem Garten!" Das Original dokumentierte nämlich fleissig den Einzug mit Selfies. Ob das vielleicht schon ein bisschen eingebildet wirkt oder ob Holz die Vorstufe einer Goldstatue ist – über das lässt sich streiten. Jedenfalls wissen wir, dass Holzkopf nun eine völlig neue Bedeutung annimmt.


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