Feminisme

Wann zählt Sex auf MDMA als Vergewaltigung?

Drogen wie MDMA machen offener – auch sexuell. Und es gibt Menschen, die das ausnutzen.
9.9.17
Illustration: Eleanor Doughty

Nachdem es auf dem schwedischen Bravalla-Festival dieses Jahr zu 27 sexuellen Übergriffen gekommen war, ist die Debatte um die Sicherheit von Frauen auf Musikfestivals wieder entfacht. Während dadurch klar wurde, dass diese für viele Festivals seit Jahren ein Problem ist, ist nicht abschließend geklärt, welche Rolle beliebte Partydrogen dabei spielen.

Während sogenannte Vergewaltigungsdrogen in der Regel narkotisierende Substanzen sind, die dem potentiellen Opfer heimlich in ein Getränk oder das Essen gemischt werden, um sie zu betäuben und damit wehrlos gegenüber sexuellen Übergriffen oder einer Vergewaltigung zu machen, nehmen Festivalbesucher oft freiwillig Drogen. Die häufigsten als Vergewaltigungsdrogen eingesetzten Substanzen sind Benzodiazepine, GHB/GBL und Ketamin. Die populärste Droge auf Musikfestivals dürfte neben Alkohol und Marihuana hingegen MDMA sein.

MDMA – oder in Pillenformal als Ecstasy – ist in den letzten Jahren immer wieder in den Nachrichten oder im popkulturellen Kontext als Vergewaltigungsdroge genannt worden. Der Song "One Night In NYC" von The Horrorist beispielsweise widmet sich dem Thema und schaffte es 2001 auf Platz eins der deutschen Dance Charts. Vor einem echten Gericht musste sich 2014 hingegen CeeLo Green verantworten.

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