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Sex

Leute erzählen von ihren besten, schlimmsten und seltsamsten Handjobs

Welche Bedeutung ein einfacher Handjob überhaupt noch hat, wenn man erst mal Sex hatte, ist umstritten—deswegen haben wir Geber und Empfänger der Kunst der manuellen Befriedigung einfach selbst gefragt, was sie denken.

von Mish Barber Way
25 November 2016, 8:25am

Foto: eosdude | Flickr | CC BY-SA 2.0​

Handjobs sind was für Teenager—zumindest sagen das viele. Wenn man erstmal den Schritt hin zu Oral- und Geschlechtsverkehr gemacht hat, worin liegt dann noch der Reiz eines voll vollendeten Handjobs? Meistens wissen Männer diesbezüglich sowieso besser, wie sie sich am besten anfassen müssen.

Handjobs existieren in vielen verschiedenen Daseinsformen—von Teenagerinnen, die den Druck verspüren, unter die Gürtellinie zu gehen, bis hin zu Sexarbeiter, deren Klienten es nicht als Fremdgehen betrachten, wenn sie es nur mit der Hand gemacht kriegen. Grazyna Zajdow sagt in ihrer Abhandlung Sex Work and Regulation: Holding on to an Image, dass ein „Happy End" seit den siebziger Jahren allgemein als fester Bestandteil des Massageangebots bekannt war: Frauen, die Jobs als Masseurinnen annahmen, waren sich damals meist im Klaren darüber, dass sie ihre Klienten auch mit der Hand befriedigen müssen, weshalb sie schon bald den Spitznamen „Handhuren" bekamen.

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Elaine aus Seinfeld sagte mal: „Als Frau habe ich vielleicht 30 bis 45 Minuten die Woche Zugang zu der Ausrüstung und das auch nur in einer guten Woche. Wie kann irgendwer von mir erwarten, dass ich dieselbe Erfahrung habe wie jemand, der seine eigene Ausrüstung besitzt und schon sein Leben lang 24 Stunden am Tag Zugang dazu hat?" Damit hat sie natürlich absolut Recht. Kein Wunder, dass es heutzutage sogar Kurse gibt, die einem die Kunst des perfekten Handjobs vermitteln wollen.

Über den Wert eines guten alten Handjobs scheiden sich allerdings die Geister. Deswegen haben wir Geber und Empfänger von Handjobs gebeten, uns von ihren größten Erfolgen und schlimmsten Niederlagen im Bereich der manuellen Befriedigung zu erzählen.

Foto: unsplash.com | Pexels | CC0

Die Geberseite

Carly*

Das letzte Mal, dass ich jemandem einen Handjob gegeben habe, war vor etwa drei Wochen. Er kam aus London und machte Urlaub in meiner Stadt. Wir kannten uns aus dem Netz und haben schon ein Jahr lang immer wieder miteinander geschrieben. Am zweiten Abend seines Aufenthalts war ich noch nicht ganz sicher, ob ich schon mit ihm schlafen wollte. Also dachte ich, dass es eine gute Gelegenheit wäre, mir die Ware anzusehen, bevor ich mich entscheide. Es war der vermutlich einfachste Handjob, den ich jemals jemandem gegeben habe, weil sich in diesem einen Jahr so viel sexuelle Energie zwischen uns angestaut hat. Ich habe mir so viel Mühe dabei gegeben, ihm einen runterzuholen und bin mit einer derartigen Entschlossenheit an die Sache rangegangen, dass ich irgendwann einen schlimmen Krampf im Nacken bekommen habe, was den Rest des Urlaubs komplett ruiniert hat. Ich war trotzdem ziemlich zufrieden mit mir, weil er klang wie eine Frau, als er kam. Das fand ich ziemlich heiß. Ich dagegen hatte die schlimmsten Schmerzen aller Zeiten.

Jane

Ich hatte gerade eine ziemlich schlimme Trennung hinter mir und brauchte einfach nur ein wenig Aufmerksamkeit, als ich bei irgendeinem trashigen Konzert diesen sinnlichen Musikertypen kennengelernt habe. Wir haben uns auf Anhieb ziemlich gut verstanden, weshalb er mich fragte, ob ich mit ihm ausgehen wollen würde. Seine Band sollte nämlich noch einen Tag länger in der Stadt bleiben. Am darauffolgenden Abend gingen wir gemeinsam schön vegan essen, hatten einige Drinks und flirteten wie verrückt. Die Chemie zwischen uns war nicht zu leugnen. Wir zogen von Kneipe zu Kneipe und fingen nach kurzer Zeit an, auf den verschiedenen Parkplätzen wild rumzumachen.


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Da er mit seiner Band auf Tour war und es nicht so toll gewesen wäre, auf dem Boden neben anderen Leuten Sex zu haben, machten wir mit Oralverkehr und Handjobs in meinem Wagen weiter und blieben dort auch zwischen den Trinkrunden. Ich habe es ihm mehrere Male mit der Hand gemacht. Ich hatte keine Ahnung, dass ein Mann so viel Sperma in sich haben oder in so kurzer Zeit produzieren konnte. Über vier oder fünf Stunden hat er mich mehrmals oral befriedigt, während ich ihm einen runtergeholt habe. Ich glaube, er ist in diesem kurzen Zeitraum mindestens einen Liter Sperma losgeworden. Einige Leute sind der Meinung, Handjobs sind nicht mehr modern, aber ich werde immer gerne gefingert. Handjobs gehören in meinen Augen somit einfach dazu, wenn man dem Prinzip folgt, dass man „andere immer so behandeln sollte, wie man selbst behandelt werden möchte."

Bonnie

Ich habe es meinen Mann mit der Hand gemacht, als ich schwanger war, weil ich einfach zu müde war, um Sex zu haben und er mich einfach nicht in Ruhe ließ.

Sandra

Ich gebe anderen gerne Handjobs—auch wenn ich schon mit ihnen geschlafen habe. Immer wenn mir ein Mann sagt, dass er, seit er ein Teenager war, nicht mehr bei einem Handjob gekommen ist, sehe ich das als Herausforderung, die ich gerne annehme. Kurze Zeit später sind sie dann vollkommen platt.

Foto: Banzai Hiroaki | Flickr | CC BY 2.0

Die Empfängerseite

Brent

Ich hatte eine wirklich beschissene Woche. Ich war gerade zurück von einem super witzigen Wochenende in Oakland und kam im Ernst des Alltags an. Während ich am Flughafen auf meiner Tasche saß und wartete, wurde mir langweilig, also fing ich an auf Tinder rumzuhängen. Mein erster Wisch nach rechts war ein Match und sie wollte sich noch am selben Abend mit mir treffen. Ich war eigentlich total müde und ziemlich fertig, aber sie schlug vor, dass wir kiffen und Mrs. Doubfire anschauen könnten—in Gedenken an Robin Williams. Ich sagte zu.

Als ich mit der DVD zu ihr kam, musste ich schnell feststellen, dass sie überhaupt kein Gras da hatte. Stattdessen habe ich mit Marmelade gefüllte Kekse in mich reingeschaufelt. Irgendwann fingen wir an, auf dem Sofa rumzumachen. Sie wollte ihre Mitbewohner nicht stören, also schlug sie vor, in ihr Zimmer zu gehen, womit ich auch vollkommen einverstanden war. Wir waren gerade dabei uns auszuziehen, als sie zu lächeln begann und meinte, dass wir nicht unbedingt Sex haben müssten. Sie wollte mir lieber etwas Gutes tun. Vielleicht war es dumm von mir anzunehmen, dass sie damit Oralsex oder ähnliches meinte, aber auf das, was als nächstes passierte, war ich nicht vorbereitet: Sie fing an, mir über der Unterhose einen runterzuholen.

Ich war nicht sicher, was ich tun sollte. Hier war ich nun: ein erwachsener Mann, der einen trockenen Handjob bekommt. Es hat sich nicht schlecht angefühlt oder so, aber ich fand es trotzdem ziemlich seltsam—vor allem, weil sie die ganze Zeit über Sachen sagte wie: „Ja, das gefällt dir, nicht wahr? Wie fühlt sich das an?" Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich da saß und ohne zu blinzeln vor mich hingestarrt habe. Ich wollte mich irgendwie erkenntlich zeigen, aber sie wollte nicht und rief einen Uber. Sie gab mir meine Mrs. Doubtfire-DVD und ich ging nach Hause—noch immer ziemlich verwirrt darüber, was soeben passiert war.

Steve

Das letzte Mal als ich bei einem Handjob gekommen bin, war ich gerade auf Tour. Auf dem Weg zu einem Auftritt im Westen von Massachusetts machten wir an einem Secondhand-Laden halt. Ich kaufte mir ein T-Shirt mit einem riesigen glitzernden Bild von Michael Jackson, auf dem „King of Pop" stand. Ich dachte, es wäre witzig, es zu unserem Auftritt anzuziehen. Nach dem Auftritt gingen ein paar von uns noch mit Freunden, die in einer Band aus der Gegend spielten, in eine Bar. Auf dem Weg dorthin habe ich mich mit einer ihrer Freundinnen ziemlich gut verstanden.

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Ich habe den ganzen Tag über Adderall geschnupft und kaum was gegessen, weshalb ich mich beim Trinken total verschätzt habe und am Ende so betrunken war, dass ich kaum noch stehen konnte. Ich fing an, mich mit meinem besten Freund zu prügeln, was damit endete, dass wir uns über die Straße wälzten und er mein neues Shirt zerriss. Ich wurde kurz ohnmächtig und verlor die anderen, sodass ich allein und immer noch ziemlich betrunken zurück zu dem Haus finden musste, in dem wir übernachteten. Das führte aus irgendeinem Grund dazu, dass mein T-Shirt nur noch mehr auseinander fiel. Am Ende war ich fast oberkörperfrei.

Als ich das Haus endlich gefunden hatte, war ich schon wieder ziemlich nüchtern und angenehm überrascht, dass das Mädchen, mit der ich mich zuvor so gut verstanden hatte, auch noch dort war. Wir blieben wach, flirteten und rauchten Zigaretten, bis irgendwann alle schlafen gegangen waren. Sie ärgerte mich damit, dass ich ganz offensichtlich mit ihr schlafen wollte, sie aber einen Freund hatte. Ich haben währenddessen einfach weiter versucht, so sexy wie möglich zu wirken und für Stimmung zu sorgen. Am Ende beschlossen wir in einem leeren Bett zu kuscheln, aber nicht rumzumachen—aus Respekt vor dem zuvor bereits erwähnten festen Freund. Das führte aber natürlich zwangsläufig dazu, dass wir unsere Hosen auszogen und bis zum Sonnenaufgang alles gemacht haben, außer miteinander zu schlafen. Sie gab mir einen der sexiesten Handjobs, den ich jemals bekommen habe, was dazu führte, dass ich auf mein zerrissenen T-Shirt kam. Wir machten noch eine ganze Weile lang miteinander rum, bis ich hörte, dass meine Bandkollegen so langsam wach wurden und ich mich nach draußen schlich, um mein kaputtes, mit Sperma und Glitzersteinen bedecktes Michael-Jackson-Shirt in die Tonne zu werfen.

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*Alle Namen wurden geändert.

Foto: eosdude | Flickr | CC BY-SA 2.0