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Sex

The VICE Guide to Being a Lesbian

Ein A-Z für alle Frauen, die gerne mit Lesben Sex haben, oder hätten.
18.7.12
Zwei Lesben küssen sich
Foto von Maggie Lee

Warum bringt VICE einen Guide to Being Gay vor dem Guide to Being a Lesbian raus? Weil, verfickt nochmal, uns Lesben sowieso keiner beachtet. Wir haben nur eine Fernsehsendung, nur etwa vier Vorbilder und Queen Victoria glaubte nicht einmal, dass es uns überhaupt gibt (ich glaube auch nicht an die Monarchie, also sind wir wohl quitt). Außerdem versucht JEDE verzweifelt, unseren Stil zu klauen, indem sie sich stundenlang Pornos anschauen, die Frauen zeigen, wie sie sich’s gegenseitig besorgen. Schaut mal, Mädels, wenn es euch wirklich anturnt zu sehen, wie sich Frauen die Brüste küssen und gegenseitig die Muschi lecken usw., dann kommt auf unsere Seite! Schnappt euch einen Löffel und schlagt zu! Aber vielleicht solltet ihr erst das hier lesen.

Die Clit (Klitoris) ist das um und auf beim Sex mit Frauen, nicht nur Lesben

A – Ach, gibt es da draußen überhaupt Lesben?

Gibt es irgendwo in der echten Welt überhaupt heiße und nicht geisteskranke Lesben? Nein, natürlich nicht. Schon mal eine 9 in einer Lesbenbar gesehen? Mach dir keine Mühen, meine Liebe, das ist mit Sicherheit eine Schwulenmutti und du wirst dich mit der 4 zufrieden geben müssen, die sich besoffen an der Bar abstützt und Rosé aus einem Bierglas süffelt. Bring sie zu dir nach Hause, fingere sie, bis die Sonne aufgeht und bemerke dann, dass sie höchstens eine 2 ist. Leider hat sie bis dahin schon deine Initialen auf ihren Fingerknöcheln tätowiert und steht mit einem Umzugswagen vor deiner Tür. Oh, und wenn du tatsächlich jemals eine 9 triffst, dann genieße es, solange es hält, denn sie wird deine Bettbezüge zerfetzen und deinen Handyakku innerhalb einer Woche essen. Warum? WEIL SIE GEISTESKRANK IST.

Besonders hervorzuheben: Androgynie, aggressive Lesben, Akustikgitarren.

B – "Bisexuelle"

Nicht Bisexuelle. Sondern „Bisexuelle“. Diejenigen Lesben, die zu verschämt sind, sich ihre wahre Sexualität einzugestehen und sich selbst zwingen, alle paar Monate irgendeinem Kerl einen runterzuholen, um zu beweisen, dass sie es immer noch drauf haben, einen Mann zu befriedigen (was auch nicht schwer ist, wenn du eine Körperöffnung hast und gewillt bist). An jedem anderen Tag im Jahr denkt diese Art von Lesben daran, Mösen zu lecken und befriedigt sich dabei selbst. FYI—das macht dich absolut lesbisch.

Besonders hervorzuheben: Beziehungen, Brüste, BH-los, Beth Ditto, Birckenstock, Babylesben, Boys Don't Cry, Bad Girls.

C – CSD

Ich habe mir eben durchgelesen, was ich bisher geschrieben habe und musste feststellen, dass ich vollkommen erbärmlich klinge, doch ich bin sehr stolz darauf, eine Lesbe zu sein. So stolz, dass ich eben Heather Smalls „Proud“ (den Club-Remix) angemacht habe.

Einmal im Jahr feiern wir unser Dasein als Leckschwestern, indem wir am CSD teilnehmen. Ein paar Stunden verbringen wir damit, den Generationen von Schwulen und Lesben vor uns dankbar zu sein, und den Rest des Tages gehst du auf Pervesenpatroullie/drehst Lesbenrunden (wobei du verzweifelt herumrennst und versuchst, mit jeder einzelnen Frau Augenkontakt herzustellen, in der Hoffnung, dass eine anbeißt) und wirfst nonstop Pillen, die du mit Barcardi Breezers hinunterspülst, die du mit einem Strohhalm trinkst.

Zwei Frauen zeigen ihren Bizeps

D – Depression

Das Härteste daran, eine Lesbe zu sein, ist, dass du sowohl lesbisch als auch eine Frau sein musst—zwei Clubs, die dich sofort in der Nähe des gesellschaftlichen Darmausgangs platzieren. Du musst dich also daran gewöhnen, depressiv zu werden. Besonders in der Schule. Meine erste Liebe war meine beste Freundin, aber ich war nicht mutig genug, es ihr zu sagen. Also habe ich gewartet, bis sie die Schule verlassen hatte (sie war zwei Jahre älter als ich). Dann schrieb ich ihr einen Liebesbrief und schickte ihr ein Mix-Tape (ja, eine echte Kassette) voll mit R&B-Liebesliedern. Sie hat nie geantwortet, ABER sie hat mich bei Facebook gelöscht und blockiert, also wollte sie mich wohl nicht nackt sehen. Ich habe den ganzen Sommer durch geheult, bis ich in eine große Stadt gezogen bin und Lesbenbars fand, die voll mit Lesben waren, die Sex mit mir haben wollten. ES WIRD WIRKLICH IRGENDWANN BESSER.

Besonders hervorzuheben: Dildos, Dysphorie, Drama, Double-Ender Dildos, Die Orgel.

E – Eifersucht

Wenn es nicht so verpönt wäre, würden wir unser Gebiet/ Freundin/ potentielle Ehefrau mit unserem Urin markieren. Innerhalb von Sekunden, in denen eine Lesbe eine andere anhaucht, geht alles in Flammen auf. Beruhig dich, meine Dame, ich habe deine Freundin nur gebeten, nicht länger auf meinem Rucksack zu stehen. Und übrigens, mach nicht so ein Aufsehen darum. Sie ist so hässlich, dass sie vermutlich eh nie angemacht wird.

Besonders hervorzuheben: Eine Nacht in Rom, erigierte Nippel, Eierstöcke, Eifersucht, Ellen Page, Eyeliner (das einzige Make-up, dass es in der Lesbosphäre gibt), Ehe („Ich hatte sooo viel Spaß letzte Nacht. Sie zahlte mein Bier und wir haben uns ewig lange neben den Abfalleimern geküsst. Ich habe mich noch nie gefühlt. Ich glaube, sie ist die Richtige!“).

F – Finger

Zum Glück haben wir zehn davon. Heteromenschen bestehen ja drauf, dass Lesben keinen richtigen Sex haben können, aber während der durchschnittliche Typ verkrampft in eine Frau hineinpumpt, die nur wegen ihrer regelmäßigen Kegel-Übungen überhaupt einen Orgasmus faken kann, haben Lesben sich weniger anstrengende Techniken angewöhnt. Und zwar solche, die tatsächlich zum Ziel führen. Zum Beispiel: Der Schocker; eine Bewegung, die es schafft, einen so intensiven Orgasmus herbeizuführen, dass eine meiner Freundinnen damit einmal tatsächlich eine Luftmatratze zum Platzen gebracht hat.

Besonders hervorzuheben: Femmes, flache Schuhe, Fair Trade, Furcht vor lesbischen Bars, Feminismus, Fotzen, fischige Finger, Faustfick-Handschuhe, Freundinnen tauschen, Fotzenfürze (lol).

Eine Zeitung titelt: Lesbische Verrückte stalkt Foxy Knoxy

Foto von Jamie Lee Curtis Taete

G – Ganz beschissen hässliche Kleidung

Die meisten Lesben tragen einen Stilmix aus Adam Lambert und einem sportlichen Zauberer. Wo soll ich anfangen? Lasst uns bei den Füßen beginnen und uns nach oben vorarbeiten. Füße: Zehenringe, zweckmäßige Sandalen, Espadrilles des Todes. Beine: schlecht sitzende Jeans, Cargo Shorts, Boyfriend Jeans (was total bescheuert ist), wie auch immer diese Boxershorts genannt werden, die Mädchen tragen. Torso: Muskelshirt, T-Shirts mit diesem „Keiner weiß, dass ich lesbisch bin“-Ding drauf, Pepitahemden (oft um die Hüfte gebunden), Polohemden, Westen und zu guter Letzt Filzhüte. Oh, und wenn etwas um den Hals sein sollte: eine verdammte Muschelkette.

Besonders hervorzuheben: Gewalt, Gluten (Lesben haben immer irgendwelche Probleme mit ihrer Ernährung), Gott (er hasst uns), Geilheit, Googeln von Symptome von Geschlechtskrankheiten, jedes Mal, wenn du Halsweh kriegst, gezwungen werden, bei Familienhochzeiten Kleider zu tragen.

H – Honey, bitte keine Haare

Es scheint vielleicht nicht immer so, aber Lesben sind auch nur Menschen. Wir mögen es nicht so gerne wie andere Säugetiere, unsere Schamhaare in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ach ja, und das geht an die bescheuerten Feministen: Wenn ihr glaubt, die Welt zu verändern, indem ihr eure Haare an bestimmten Stellen wachsen lasst (Achselhöhlen, Beine), dann habt ihr Unrecht. Wir haben keinen Bock auf euch. Also verpisst euch und sammelt eure Schweißperlen ein.

Besonders hervorzuheben: Verdammt homo, Hormone, Hotties, Herpes, The Hours.

I – Inzest

Lesben sind so öko, dass du uns nicht nur mit ironischen Hanftaschen in Clubs siehst, wir haben zudem auch gelernt, unsere Freundinnen zu recyclen. Zum Glück können wir uns nicht fortpflanzen: Bei der Menge an Inzest, die innerhalb von unseren Freundeskreisen stattfindet, würden all unsere Kinder wie Gollum auf Polonium aussehen. Fleisch, das noch nicht mindestens von drei deiner Freundinnen gehämmert worden ist, existiert nicht.

Besonders hervorzuheben: It gets better, Ikea.

Ein Plakat für einen Tauchkurs – kann auch bei lesbischen Sex nicht schaden

J – Junggebliebene Lesben

Immer, wenn ich mich mal wieder wie ein Klischee fühle, schaue ich mir bei YouTube Clips von Ellen an. Sie ist für eine ältere Lesbe ziemlich heiß, wirklich reich, hängt mit berühmten Leuten ab, fast ganz Amerika liebt sie und sie macht extrem viel geilen Scheiß für die Homo-Community. Immer wenn auch du anfängst zu glauben, alle Lesben seien bitter und übergewichtig, dann gibst du einfach ihren Namen bei YouTube ein—sie ist einfach so toll. Ihre Sitcom war nicht sehr gut, aber sie ist trotz allem so wuuuuuuundervoll.

Besonders hervorzuheben: Johanna Sigurdardottir, Jane Lynch, Gefängnis (ich habe mir mal vorgestellt, ins Gefängnis zu gehen, als ich jünger war, um Lesben zu treffen, weil ich nicht wusste, wo es sie sonst tatsächlich geben soll), Jodie Foster, JD Samson, Saft (Cranberry, gegen Zystitis), Jeeps.

K – KD Lang

Ich höre mir gerade „Constant Craving“ an, um herauszufinden, wer sie ist. Ihr Name wird häufig erwähnt, also schätze ich, dass sie wichtig ist; also als Lesbe.

Besonders hervorzuheben: KY Jelly, Küssen, Kathleen Hanna, Kristen Stewart (sie ist verdammt noch mal lesbisch, OK?), Kate Bush, Küchengeräte, Kontakt mit der Ex halten, Kissenschlachten.

L – Lesbisches Totenbett

Also, du bist seit neun Tagen in deiner Beziehung und ihr habt schon die gleichen Tattoos, eine gemeinsame Katze und könnt „Constant Craving“ auswendig (es ist eigentlich ganz nett) und ihr habt irgendwie schon keinen Sex mehr. Das ist das „Lesbische Totenbett“. Am besten redet ihr lange und ausgiebig über eure Gefühle und den Sexmangel. Das wird absolut nichts ändern. Sie wird dich immer noch nicht fingern und du sie auch nicht. Geh zu deinem Laptop und klicke den „Like“-Button, bis es jemand tut (siehe P).

Besonders hervorzuheben: Lippen, Lippenstift, langweilige Lesben, Lesben, die wie Justin Bieber aussehen, Lippenbekenntnis, La Roux, Lady Sovereign, Lesbos.

Zwei Lesben küssen sich

Foto von Coco Capitán

M – Menopause

Es war einmal, da hast du alle deine Freundinnen gefickt und dich mit ihnen darüber zerstritten, wer von euch ein Anrecht auf die Katzen hat. Aber jetzt bist du erwachsen. Es wird Zeit, die Stadt zu verlassen und zu all den anderen alternden Lesben aufs Land zu ziehen. Deine Nachmittage wirst du damit verbringen, Hasch-Brownies für das örtliche Kaffeekränzchen zu backen, das zu Ehren deiner Hormonersatztherapie abgehalten wird. Wenn dein Erinnerungsvermögen schließlich nachlässt und deine Vagina austrocknet, wirst du zenartige Gelassenheit erreichen. Das hast du dir verdient, du mutige Soldatin.

Besonders hervorzuheben: Mütter, MILFs, MDMA.

N – Nägel

Ich weiß, die Femme-Lesben unter uns mögen lange Fingernägel, aber seinen Uterus herausgerissen zu bekommen, fühlt sich nicht besonders toll an. Also bitte: Schneidet euch die Nägel.

Besonders hervorzuheben: Natalie Portmans rasierter Schädel (nicht die Band), New Eras, Nippelspiele, „Nein, ich würde nicht mit Johnny Depp schlafen.“

O – Old-School-Lesben

Das sind diese in die Jahre gekommenen, tobenden, angegrauten Butch-Lesben mit rasierten Schädeln, an die wir ständig erinnert werden, weil es wirklich das Stereotyp ist, mit dem wir am meisten konfrontiert werden. Du kennst sie: Sie haben um unsere Rechte gekämpft und tragen locker sitzende Flickenhosen. Manchmal sind sie auch durch Nasenringe, spirituell angehauchte Tätowierungen oder 120 Extrapfunde verschönert. Bedenkt man, dass wir vom Mainstream so wahrgenommen werden, wundert es nicht, dass viele Mädchen ihre sexuelle Orientierung erstmal in Frage stellen, bevor sie ihr Coming-out haben. Ich selbst würde eher einen Schwanz bevorzugen und mir vorstellen, es sei ein Mädchen, als eine Old-School-Lesbe ranzulassen.

Besonders hervorzuheben: Orgasmen (wir haben die für Frauen erfunden), Orangen sind nicht die einzige Frucht.

Cover zum Coming Out von Ellen als lesbisch

P – Psychos

Lesben sind verdammt gefühlstief, weil sie Frauen sind, die Beziehungen mit anderen Frauen haben; das ist das emotionale Äquivalent zur Atomspaltung. Du solltest dich ihnen nur mit Vorsicht und einem Taser nähern. 10.000 Jahre weiblicher Unterwerfung haben ihre ganzen Flausen im Zaum gehalten, aber heute drehen sie alle durch. Facebook ist am stärksten für lesbisches Selbstvertrauen verantwortlich, seit die 1960er den weiblichen Orgasmus erfanden. Heute können sich Lesben verlieben, völlig durchdrehen und, was am wichtigsten ist, permanent Heterosexuelle verführen. Ich weiß, dass Facebook das auch für alle anderen Menschen mit sich gebracht hat, aber stell dir das mal so vor: Der „Like“-Button sollte eigentlich der „Two in the Pink, One in the Stink“-Button heißen.

Besonders hervorzuheben: Penisse (scheiß auf diese ekligen kleinen Dinger), Pussy Power, Power-Lesben, Perioden (bäh!), Poppers.

Q – Queen Latifah

Es ist ein ziemlich kläglicher Umstand, wenn die gesamte lesbische Community sich in die Hosen scheißt, bloß weil Queen Latifah die Menge bei einem CSD-Parade als „meine Leute“ bezeichnet hat. Warum stehst du nicht einfach dazu, Queen? Es ist ja schließlich nicht so, als würde das deine Filmromanzen mit Steve Martin und LL Cool J irgendwie noch weniger überzeugend machen. Dasselbe gilt für Alicia, Kristen, Jada, Nicki, Whoopi, Janet, Missy, Dolly und Oprah. Es gibt praktisch keine Vorbilder für Babylesben. Brecht mal eine Lanze für uns.

Besonders hervorzuheben: Queer-Theorie, Quin (das ist Tegans und Saras Nachname, n00b!).

R – Richtige Vibratoren

Vibratoren sind der Lesbe beste Freundin (wir hatten auch mal eine echte beste Freundin … bis wir es nicht lassen konnten, mit ihrer Ex in die Kiste zu steigen). Meine heißt Tulisa. Bei niemanden komme ich wie bei ihr. Sie ist gold und glänzt perlmuttfarben und wenn sie eine echte Person wäre, wäre sie definitiv ein heißes Babe.

Besonders hervorzuheben: rohes Essen, Rugby, Rekrutieren von echten Frauen, Rimming, Ruby Rose, Roller Derby, Riot Grrrls.

Prinzessinnen-Trinkbecher mit Strohhalm im Hüftbereich

S – Strap-ons

Ich liebe es, Sex mit einem Strap-on zu haben. Ein paar meiner Freundinnen finden es scheiße, wenn ich darüber rede, wie ich es meiner Freundin von hinten mit einem Strap-on besorge. Sie sagen, es sein einfach ekelhaft, dass ich etwas benutze, das einem Penis ähnelt. Aber ich sehe überhaupt nichts Ekelhaftes daran, einen Strap-on zu benutzen. Es ist um Längen besser, als bei dem Versuch zu „scissorn“ unbeholfen seine Ellbogen und Knie zu navigieren. Und in Null Komma nichts, wird sie auf dir sitzen und wie ein Cowgirl schreien, dem beim Reiten aus Versehen das Jungfernhäutchen gerissen ist. Genau das sind die Momente, die sich einen gut fühlen lassen.

Außerdem hat es schon etwas Großartiges an sich, einem Mädchen deinen fetten Schwanz in den Mund zu stopfen, bis es anfängt zu würgen und ihn danach abzunehmen und im Waschbecken sauber zu machen. Stell dir mal vor, wie es sein muss, dieses nutzlose etwas die ganze Zeit über zwischen deinen Beinen baumeln zu haben. Was macht man damit, wenn es draußen heiß ist? Wo steckt man ihn hin, wenn man auf der Seite schläft? Macht gar keinen Sinn. Außerdem ist echt lustig, einem Mädchen deinen Schwanz, den du nur gekauft hast, weil er The Vamp heißt und in einer Verpackung mit Twilight-Scheiß drauf kommt, irgendwohin klatschen zu können.

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Besonders hervorzuheben: Scissoring, Sugar Rush, Soja, Sporty Spice, Skaten, Syd tha Kyd, Sam Ronson & Lindsay Lohan, Squirting, Semantik („eigentlich bezeichne ich mich als 'queer'“), Schamhaare, schwule Männer in Clubs aus dem Weg schubsten, wenn du zur Bar willst, Schlüpfer.

T – Tattoos

Das Geburtsmal einer jeden Lesbe. Über 100 Prozent aller Lesben haben ein Tattoo. Wir lieben es einfach, uns stechen zu lassen (haha). Oder vielleicht ist es unsere Version von Sex, wenn die lesbische Flaute im Bett eintritt? Traurigerweise sind wir nicht gerade dazu veranlagt, an die Zukunft zu denken, und die hängenden Oberarme, die unausweichlich damit einhergehen werden. Also werden die Vögel auf unseren Oberarmen in zehn Jahren aussehen wie Seehunde. Denn, lasst uns ehrlich sein, wenn die lesbische Bettenflaute über uns hereinbricht, werden die Arme nicht mehr trainiert und wir werden alle Muskeln verlieren, die wir einst hatten.

Besonders hervorzuheben: Tibet, tAtU, Telepathe, Tränen, Tank Girl, Transen.

U – Undercuts

Die Zeit des schwungvollen, schwarzen Emo-Ponys ist seit vielen Menstruationszyklen abgelaufen, der Undercut steht nun an seiner Stelle. Je unebener und selbstgemachter er aussieht, desto besser. Er feierte derartige Erfolge, dass sogar Hetero-Schlampen ihn jetzt tragen, was etwas verwirrend auf den Gaydar wirken kann. Aber um ehrlich zu sein, sieht Rihanna damit so verflucht heiß aus, dass es mit wirklich scheißegal ist.

Besonders hervorzuheben: Unterrepräsentation in den Medien, Umzugswagen-Witz („Was bringt eine Lesbe mit zum zweiten Date? - „Einen Umzugswagen.“), Unterhosen mit Eingriff.

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V – Vaginas

Wir haben alle eine, wir wollen sie alle anfassen und wir SOLLTEN sie alle in Stand halten (siehe „H“). Also hört auf, die V irgendeines Mädchens fertig zu machen, wir sind alle unterschiedlich und jede Vagina ist wunderschön auf ihre ganz eigene Art und Weise (selbst wenn ein paar von ihnen eine sehr spezielle Art von esoterischer Schönheit haben, die sich schwer in Worte fassen lässt). Lass uns einfach die Tatsache wertschätzen, dass mit der Vagina die Klitoris mit im Gepäck ist und die Klit bereitet Mädchen großes Vergnügen. Und wenn du bei deiner Herzensdame für genügend Vergnügen sorgst, dann spritzt sie vielleicht ab und das ist eine scheißbeeindruckende Sache, die du dann zu sehen bekommst. Es ist wie ein Nordlicht, nur feucht.

Besonders hervorzuheben: Virginia Woolf, Veganismus.

W – Wichsen

Ich bin großer Wichs-Fan. Jungs denken, sie hätten die Oberhand auf dem Markt der Eigenliebe, aber das ist Quatsch. Wir reden nur weniger darüber, weil wir nicht ekelhaft sind. Ich habe versucht, mir Lesbenspornos anzuschauen, aber die Mädchen darin sind entweder echte Lesben (sprich, übergewichtig und hässlich) oder Mädchen aus Osteuropa, denen ein besseres Leben in den USA versprochen wurden, wenn sie sich im Gegenzug in ein enges Zimmer zwängen lassen, wo sie sich im Licht einer Neonröhre gegenseitig fingern sollen. Daher stehe ich nicht wirklich auf Pornos. Meine Lieblingsperson, zu der ich es mir selbst mache, ist Ariel aus Die kleine Meerjungfrau, sie hat unglaubliche Titten.

Besonders hervorzuheben: Wechselmannschaft, Wodka, „Wer ist der Mann in der Beziehung?“ (eine Frage, die von Heteros gestellt wird).

X – XXX-Lesben

Die Art Lesben, die einen Drumstick als Dildo mit zwei Enden als ihr erstes Sexspielzeug benutzen. (Na gut, vielleicht schaue ich manchmal Pornos …)

Besonders hervorzuheben: XOXO, The XX.

Zwei Lesben küssen sich

Foto von Maggie Lee

Y – Yellow Bird-Fiasko

Es läuft so:

Du gehst aus und bist gerade bei deinem dritten Yellow Bird – mit Havanna-Rum, wenn sie das haben. Du knallst das leere Glas auf den Tisch, während du die Zähne fletscht und dicke Arme machst. Du willst dich mit jedem Prügeln, den du lange genug anstarren kannst, um Augenkontakt herzustellen. Du drohst damit, jedes Mädchen im Umkreis, das deine Freundin geleckt hat, zu verdreschen (was so ziemlich jede ist). Dann vergisst du, dass du dich eigentlich schlagen wolltest und fängst stattdessen an, deinen Schritt an leblosen Gegenständen zu reiben, bis deine Hose runterrutscht und deine Spiderman-Unterwäsche zum Vorschein kommt.

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Lesben aller Welt—hört mal her: Ihr seid hier nicht auf der Hirschjagd, ich habt keinen Schwanz und jeder denkt, ihr seid Fotzen, wenn ihr betrunken seid, also bitte, bleibt bei Limo.

Besonders hervorzuheben: Yoga, YouPorn, Yeah Yeah Yeah.

Z – Zusammenziehen

Nur um das noch mal klarzustellen: Das ist eine Riesensache in der lesbischen Gemeinde. Wir haben sogar unsere eigenen Umzugslesben, die einfach andere Lesben hin und her bewegen. Sie müssen verdammt reich sein. Kurz nachdem die Bio-Tomate anfängt zu blühen, endet die Beziehung und es kommt ein Haufen der Umzugslesben vorbei. Eine davon wird deine neue Freundin.

Besonders hervorzuheben: Zucchini, (aka der natürliche Dildo. Ich weiß, diesen Witz haben sie auch schon beim Gay Guide gebracht, aber nichts fängt mit Z an, also fick dich.)


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