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Vice Blog

Doppelmoppel-Fanzines von Shake Your Tree

2.8.10

Samstagabend stellten die Künstler um Shake Your Tree die ersten drei Editionen ihrer Fanzine-Reihe vor, um einen Anlass für ihre Party im Berliner HBC zu haben. Letztendlich drehte sich der Abend aber tatsächlich eher um die Heftchen. Für jede Ausgabe kooperieren ein Autor und ein Grafik-Künstler miteinander - jeder gestaltet die Hälfte eines Hefts, du kannst die Dinger also von vorne und hinten lesen. Später sollten noch Bands spielen oder sowas, "Acts" eben, so lange bin ich aber nicht geblieben.

Zu kaufen gibt es die Fanzines angeblich hier oder im "Fanzine-Fachhandel deines Vertrauens", wie mir einer dieser Künstlertypen verriet. Hier ein paar Eindrücke von der Party.

Die Party war, sagen wir mal, nicht gerade überlaufen. Darum erstmal ein Stillleben, das eigentlich gar keines ist.

Interessierte junge Menschen sehen sich interessante kleine Heftchen an.

Eine Doppelseite aus der Shake-Your-Tree- Edition Nr. 1 (von Juliane Liebert und konkret die Zeichnung hier: Frank Höhne). Das ganze Heft dreht sich um Glatzen und verbreitet Hass. So ein Unsinn! Uns gefällt das.

Man beachte den Barmann: freundlich, aber bestimmt. Ohne die "freaky" Deckenbeleuchtung wäre dieses Bild jedoch stinklangweilig.

Am Stand mit den ersten drei Shake-Your-Tree-Editionen befriedigen die Berliner ihr Kulturbedürfnis, bevor sie sich später die Kante geben.

24 Uhr: Es füllt sich, die Stimmung steigt. So kann man sich auch ganz nett über Apfelsorten unterhalten, hier trotzdem mal ein Link zum Vice Guide to Party. Der Typ, der hinter dem DJ sitzt, wurde Freitagnacht bei Madame Tussaud geklaut.

Hier eine Grafik von Manuel Bürger aus der SYT-Edition Nr. 3. Ich bekomme eine undefinierbare Wut gegen die herrschenden Verhältnisse, wenn ich dieses Bild sehe. Grrr.

mein rechter, rechter platz

ist leer, ich wünsch mir alle freunde her
ich wünsch mir, dass ich keinen verlier

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ich wünsch mir, dass keiner nach Haus
muss, wenn das Fest noch nicht aus ist.

ich wünsch mir kein Dickicht mehr
in uns hinein, nur noch um uns herum.

ich wünsch mir den Wind in die Äste
die Spiele im Schatten, die rauschenden Feste

bis sich die stoffblaue Nacht um uns legt
und uns wie Kinder nach Hause heimträgt.

Lyrik aus der Edition Nr. 2 - Da habt ihr's.