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Musik

Musikreviews

29 Januar 2011, 2:17pm

Hier sind unsere Reviews zu MF/MB, STYROFOAM, HEIRS und  RALF HILDENBEUTEL.

MF/MB

Folded

Adrian/Alive

Die Schweden sind ein seltsames Volk: Da haben sie eine spektakuläre Newcomerband vor der Nase, die klingt als ob James Murphy mit Arcade Fire eine Studienreise nach Birmingham unternommen hätte und es nimmt einfach niemand Notiz davon. Was natürlich daran liegen könnte, dass die meisten Schweden ihren elfmonatigen Winter zu Hause vor einem Infrarot-Wärmestrahler verbringen, um sich von dem kurzen aber intensiven Alkoholexzess namens „Sommer“ zu erholen. MF/MB müssen sich dort tierisch langweilen, denn für Alkohol sind sie noch zu jung. Aber wenn sie mal ein Konzert vor Publikum spielen möchten, können sie gerne hier vorbeikommen.

RUUD VAN FISTELFROY

STYROFOAM

Disco Synthesizers & Daily Tranquilizers

Nettwerk

Radio-Pop in Gut, natürlich mit dem Auto-Tune-Tongue-in-cheek-Gütesiegel, ja ja. Der Älteste meiner Geliebten hat mir das Ding aus den Fingern gerissen und ich habe keine Anstalten gemacht, mir das Ding zurückzuholen. Alle zu erwartenden Zukunft-der-Indietronic-Abfeiereien und dazugehörige selbstreferentielle Diskurs-Wichsereien entnehmt bitte den üblichen verdächtigen Musikjournaillien, wir haben das alles lange hinter uns. Viel Spaß damit.

OUT OF THE FRONTLINE INTO THE GROOVE

HEIRS

Fowl

Denovali Records

Die ganze Stadt war mit Konzertreklame zugepflastert, nur wegen der Artsy-Fartsy-Drones der Jungs? Man könnte auch sagen, sie haben den Doomdrones den Pop beigebracht, als hätte es My Bloody Valentine nie gegeben. Ich reiche das an eine Freundin weiter, für ihren Bondage-Keller, da finden die Klänge dankbare Rezipienten. Dass soll jetzt nicht bedeuten, dass die Musik zum Davonlaufen wäre, sondern war als blumiger Hint zum Ambiente der Platte gedacht, alles klar?

EVEN THE FLOWERS OF EVIL NEED WATER

RALF HILDENBEUTEL

Wunderland

Rebecca & Nathan

Das sind schöne Klassikstücke im Sinne von Francis Lai und 80er-Franzosen-Morricone, dazu noch ein Schuss Michael Cashmore, aber auch irgendwie alles ganz anders. Hätte ich gern mehr von erzählt, aber ich habe den Promotext verschlampt und bin offline. Na ja, Querverweise und Hintergrundinformationen sind ja eh meist Schrott, wenn es um Musik geht... Einfach anhören.

KARL-HEINZ RAEUMSCHUESSEL