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Der vielleicht dreisteste Drogendealer der Welt ist zu fast vier Jahren Knast verurteilt worden

Wer 12 Kilogramm Gras einfach so im Koffer transportiert, der hätte eigentlich auch mit einem solchen Ende seiner Reise rechnen können.
23.9.15

Aldens Koffer | Foto: bereitgestellt von der National Crime Agency

Der wohl unvorsichtigste Drogenschmuggler Großbritanniens ist jetzt zu fast vier Jahren Gefängnis verurteilt worden. Am 19. Mai hielten Zollbeamte des Flughafens von Edinburgh den 20-jährigen Henry Alden auf, nachdem dessen Flieger aus Manchester gelandet war. Das Handgepäck des Engländers bestand nur aus einer Plastiktüte mit einem Handy-Ladegerät sowie Wechselklamotten, sein aufgegebener Koffer enthielt hingegen einzig und allein Marihuana—genauer gesagt ganze 12 Kilogramm. Die Drogen haben einen geschätzten Straßenverkaufswert von gut 150.000 Euro und Alden hatte scheinbar überhaupt keine Anstalten gemacht, das Gras auf irgendeine Art und Weise zu verstecken.

Letzten Donnerstag wurde Alden vom Edinbourgh High Court schließlich zu einer Haftstrafe von drei Jahren und acht Monaten verurteilt, nachdem er sich im Anklagepunkt des Drogenimports schuldig bekannt hatte. John McGowan, der Leiter der Grenzabteilung der National Crime Agency, bezeichnete Aldens Schmuggelversuch als ein „ganz dreistes Vorhaben".

Des Weiteren meinte er gegenüber der Zeitung Evening Standard: „Aldens Methode war in diesem Fall vielleicht nicht sehr ausgeklügelt, aber er arbeitete dennoch als professioneller Kurier. Wir werden auch weiterhin eng mit den Grenz- und auch mit anderen Vollzugsbehörden zusammenarbeiten, um diejenigen zur Strecke zu bringen, die illegale Substanzen in das Vereinigte Königreich schmuggeln wollen, und um den organisierten Verbrecherbanden hinter solchen Aktionen das Handwerk zu legen."

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Murdo MacMillan, der Chef der schottischen Grenzbehörden, schlug in eine ähnliche Kerbe und meinte, dass diese Festnahme zeigen würde, wie sich die Beamten „ganz dem Kampf gegen illegale Drogen und andere verbotene Substanzen im Vereinigten Königreich verschrieben haben."

Aber was genau kann man nun aus dieser ganzen Geschichte lernen? Eigentlich ganz einfach: Wenn du einen Koffer komplett mit Gras vollpackst und anschließend am Flughafen aufgibst, dann kannst du schwer davon ausgehen, dass du an irgendeinem Punkt deiner Reise von Zollbeamten rausgezogen wirst.