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Die Moderatorin, die live im TV für ihren Gras-Aktivismus kündigte, wurde wegen ‚Marihuana-Rückständen‘ verhaftet

Die Cannabis-Aktivistin Charlo Greene sagt, sie habe mehr Fussel als Gras-Rückstände dabei gehabt.

von Manisha Krishnan
29 Februar 2016, 3:06pm

Titelfoto: Charlo Greene ist in diesem Bild im Begriff, ihren Job als Moderatorin zu kündigen, nachdem sie offenbart hat, die Inhaberin des Cannabis-Clubs zu sein, über den in ihrer Sendung berichtet wurde | Screenshot via Facebook

Charlo Greene, die ehemalige TV-Moderatorin aus Alaska, die ihren Job live im Fernsehen kündigte, um sich in Vollzeit dem Cannabis-Aktivismus zu widmen, ist beim Versuch, von den Staaten in die kanadische Provinz British Columbia einzureisen, verhaftet worden. Sie soll „Marihuana-Rückstände geschmuggelt" haben; in British Columbia ist nur medizinisches Marihuana legal.

Greene, deren aktivistische Organisation Go Greene für mehr Diversität in der Cannabis-Kultur wirbt, war im Rahmen einer kanadischen Gras-Tour unterwegs nach Vancouver.

Doch sie sagt, als sie an der Grenze angekommen sei, habe der Zollbeamte sie als die „Fuck it, I quit"-Frau erkannt und sie daraufhin stundenlang durchsucht. Nachdem ihr Rechner, ihr Handy, ihr Gepäck und sogar ihr Hund ausgiebig durchsucht worden waren, wurde Greene einer Leibesvisitation unterzogen. Schließlich sagten die Grenzbeamten, sie hätten „Marihuana-Rückstände" am Boden ihrer Handtasche gefunden.

„Ich meine buchstäblich, dass weniger Rückstände drin waren als Fussel", sagte Greene in einer Mitteilung.

Sie wurde in Gewahrsam genommen und nun wird ihr „Verdacht auf Schmuggel von Marihuana-Rückständen" nach Kanada vorgeworfen.

„Die ganze Erfahrung war einfach total verrückt und total enttäuschend", sagte sie in einem Livestream.

Nach der neunstündigen Prozedur wurde Greene zurück in die USA geschickt. Sie musste ihre Termine in Vancouver absagen, darunter eine Gras-Gala mit Cannabis Culture, die sie hosten sollte.

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Doch Greene sagt, dieses Erlebnis habe sie nur noch entschlossener gemacht, nach Kanada zu reisen.

„Dadurch ist deutlich geworden, wie viel Arbeit noch vor uns liegt, und ich habe vor, zurückzukehren und zu helfen", sagte sie.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Greene mit dem Gesetz in Berührung gekommen ist: Im März 2015 gab es in ihrem Cannabis-Club in Anchorage eine Razzia, da es Polizeiangaben nach Berichte gegeben hatte, laut denen dort Cannabis verkauft wurde—nur der Privatkonsum ist in Alaska erlaubt und diesem Zweck dient auch Greenes Club. Greene kündigte daraufhin an, sie habe vor, die Stadt zu verklagen.

Aktuell plant Greene eine Webserie über Marihuana namens The Charlo Greene Show.