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Popkultur

Was steckt hinter Frauke Petrys Nicht-Erscheinen beim ZDF-Morgenmagazin?

Die besten Theorien finden sich immer noch im Internet.
15.3.16

Foto: imago | Reiner Zensen

Die deutsche Fernsehlandschaft hat gerade deutliche Probleme mit dem Halten ihrer Gäste. Vor zwei Wochen ist der polarisierende Journalist Henryk M. Broder aufgrund von Streitigkeiten mit Grünen-Politikerin Claudia Roth aus der Talkshow Münchner Runde ausgeladen worden.

Am Montag sollte die AfD-Parteisprecherin Frauke Petry im ZDF-Morgenmagazin auftreten. Für den Tag nach dem Super-Wahlsonntag waren Statements der AfD-Chefin zu den Ergebnissen angedacht—eigentlich eine faire, solide und reichweitenstarke Bühne für eine polarisierende Politikerin. Nur ist sie weder dort erschienen, noch hat sie ihr fehlendes Auftreten durch eine Absage entschuldigt. Das Morgenmagazin twitterte daraufhin:

Frauke Petry ist trotz Zusage nicht im — ZDF morgenmagazin (@morgenmagazin)14. März 2016

Morgenmagazin-Leiter Thomas Fuhrmann sagte: „Wir hatten von Frau Petry eine feste Zusage für ein Live-Interview kurz nach 8.30 Uhr bei uns in der Sendung. Leider ist sie nicht erschienen. Erst als die Sendung vorbei war, hat sich ihr Pressesprecher telefonisch gemeldet und sich entschuldigt." AfD-Pressesprecher Christian Lüth erklärte: „Sie hat nicht verschlafen, sondern den Termin in ihrem Kalender übersehen".

Das Netz reagierte gereizt. Auf der einen Seite kritisierten Twitter-User die fehlende Professionalität, die die Parteichefin einer immer bedeutender werdenden Partei an den Tag gelegt hätte, andere vermuten statt dem simplen „Übersehen" des Termins die zu lange und zu heftige Wahlparty-Nacht als wahren Grund für Petrys Nicht-Auftritt. Auf Facebook hingegen tummeln sich die AfD-Sympathisanten und werfen dem Sendeformat irreale Gründe vor, dass sie für den Nicht-Auftritt verantwortlich seien. Zitat ZDF-Morgenmagazin: „Interessante Logik…"