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Captagon-Psychosen im syrischen Bürgerkrieg

Das Amphetamin Captagon spielt eine prominente Rolle im Nahen Osten und auch im Syrienkonflikt. Unser Infojunk-Kolumnist versucht die diffuse Propagandasituation etwas zu erhellen.
29.10.13

Captagon ist der Handelsname für Fenetyllin und dürfte dem westlichen Publikum eher unbekannt sein. Im Nahen Osten erfreut es sich aber schon lange großer Popularität. In Mitteleuropa tauchte das Amphetaminderivat erstmals in den 1980er Jahren auf—als Dopingmittel im Fußball. Heute wird es vor allem zur Behandlung und Besserung von Kindern benutzt, die nicht stundenlang am Stück an Schreibtischen Matheaufgaben lösen wollen (ADHS).

Was Captagon aber in letzter Zeit interessant macht, ist seine Rolle im Syrien-Konflikt. Auffällig ist zum Beispiel wie der gesamte Nahen Osten im Jahr 2006 mit Captagon regelrecht überschwemmt wurde. Zur Erinnerung: Zur gleichen Zeit stand die gesamte Region durch die Ermordung des libanesischen Premiers Rafik Hariri sowie durch die israelische Invasion Südlibanons unmittelbar vor einem Flächenbrand. Damals wurden in der Türkei 14-mal so viele Pillen Captagon wie Ecstasy beschlagnahmt.

Klick hier, um bei Motherboard weiterzulesen, wie der Captagon-Handel funktioniert und welche Rolle das Amphetaminderivat als Kriegsdroge in Syrien spielt.