In der langweiligsten Stadt Kanadas ist man um 22 Uhr schon sternhagelvoll

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Diese Städte sind Paradiese

In der langweiligsten Stadt Kanadas ist man um 22 Uhr schon sternhagelvoll

Um 22:15 Uhr fallen die Menschen aus Ottawa dann in den Clubs ein, nur um zwei Stunden später wieder rausgeschmissen zu werden.
15.9.14

Trotz des Saubermann-Images und dem Wunsch, weiterhin die langweiligste Stadt Kanadas zu bleiben, ist Ottawa eigentlich richtig schön schmutzig. Sei es nun wegen des Rufs als öde Regierungsstadt oder wegen der vielen in der Vergangenheit eingewanderten Iren—die Einwohner Ottawas sind bekannt dafür, Freitags und Samstags den Papierkram zu vergessen und so richtig die Sau rauszulassen.

Das Hauptgeschehen spielt sich auf der Elgin Street oder in irgendeinem der Pubs und Clubs nördlich der Rideau Street ab. Komischerweise laufen hier die Dinge nicht so ab wie in anderen Städten: Wenn man anderswo um Mitternacht weggeht, sind die Menschen aus Ottawa um 22 Uhr schon sternhagelvoll, fallen um 22:15 Uhr in den Clubs ein und werden zwei Stunden später dann wieder rausgeschmissen.

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Freitagnacht sind in den Bars die unterschiedlichsten Leute anzutreffen: Hier betrinken sich die Bergarbeiter der Appalachen nach einer Woche unter Tage zusammen mit kanadischen Regierungsbeamten, Eishockey-Spielern, „Puck Bunnys", angeblichen Gangstern und Minderjährigen. Jeder ist willkommen, der mutig genug ist, jedes Wochenende im Beisein von billigem Schnaps die Nacht in ByWard Market durchzumachen.

Wenn du also dabei sein willst, wie sich ein kanadischer Steuerbeamter mit einem jungen, aufbrausenden Eishockey-Crack prügelt, dann wird am Wochenende im Stadtzentrum von Ottawa dein Wunsch in Erfüllung gehen.

Zum Glück wohnt unser guter Kumpel und Fotograf Rémi Thériault in Kanadas Hauptstadt. Wir haben ihn gebeten, eine Woche durch Ottawa zu ziehen und Bilder zu machen. Wir präsentieren euch hier, was ihm vor die Linse kam.

Wenn euch Rémis Fotos gefallen, könnt ihr euch hier noch mehr seiner Werke ansehen.