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Thailand steht vielleicht vor einem Bürgerkrieg, in Griechenland wurden weitere Neonazi-Abgeordnete festgenommen und Shia LaBeouf hat keine Lust mehr. Das hast du vielleicht am Wochenende alles verpasst.
13 Januar 2014, 9:25am

Michael Spindelegger ist nicht das Christkind aber noch ÖVP-Chef

ÖVP-Parteilinie: Alles muss bleiben, weil es schon immer so war.

Vermutlich wollten sich die ÖVP-Head Honchos bei ihrer nächtlichen Zusammenkunft gestern einfach nur gemeinsam die Golden Globes ansehen. Laut Michael Spindelegger hat es sich jedoch um ein ganz normales Treffen gehandelt, das alle sechs Wochen stattfindet (also zu den Oscars dann wieder). Aber jetzt einmal ernst: „Ich bin ja nicht das Christkind“ Spindelegger hat nur noch wenige Verbündete in der ÖVP. Andreas Khol und Erwin Pröll stehen voll hinter ihm, in Sachen AHS, wie auch sonst, und genau das ist der Punkt, denn so lange er von Erwin Pröll unterstützt wird, wird er nicht gehen müssen. Egal, was der Rest der ÖVP sagt. Aber die Begeisterung (so wirklich war sie ja sowieso nie da) für Spindelegger und seine Forderungen zu Gesamtschule oder Reichensteuer, nimmt ab.

Und spätestens nach der EU-Wahl, die dieses Jahr stattfindet, wird sich der „Kanzler für Österreich“ mit seiner eigenen Unpopularität auseinandersetzen müssen—und der seiner Partei vermutlich auch. 30 Prozent werden es nämlich ganz bestimmt nicht mehr.

Thailand steht vielleicht kurz vor einem Bürgerkrieg

Foto: Martin Wöfle

Gegner der thailändischen Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra planen, am Montag Bangkok durch Straßensperren komplett lahmzulegen. Die Anhänger Yinglucks, die „Rothemden“, planten ihrerseits Großdemonstrationen. Die Behörden werden 12.000 Polizisten und 8.000 Soldaten stellen, um die Lage unter Kontrolle zu halten. Das Militär verlegte bereits Panzer und Artillerie nach Bangkok—mit der offiziellen Begründung, dass am 18. Januar der Tag der Armee begangen werde. Zwar wollen beide Seiten auf Gewalt verzichten, doch die Angst vor einer Eskalation ist allgegenwärtig. Die Opposition unter Führung von Suthep Thaugsuban versucht seit zwei Monaten, Yingluck zu stürzen, und wirft ihr vor, nur als Marionette ihres Bruders Thaksin zu fungieren. Der war 2006 vom Militär gestürzt worden und floh 2006 vor einer Haftstrafe ins Exil nach Dubai.

Neonazi-Abgeordnete in Griechenland festgenommen

In Griechenland wurden zwei Mitglieder der rechtsextremen Partei „Goldene Morgenröte“ festgenommen. Den Abgeordneten Giorgos Germenis und Panayiotis Iliopoulos wird vorgeworfen, eine kriminelle Vereinigung zu leiten. Laut eines Zeugen übernehme Germenis in der Partei die Rolle des „Armee-Majors“ und sei für die Rekrutierung und Ausbildung neuer Mitglieder sowie für Übergriffe auf Ausländer zuständig. Wegen Angriffen auf Einwanderer und politische Gegner laufen seit September gegen sechs der 18 Parlamentsabgeordneten Ermittlungsverfahren. Der griechischen Polizei und Justiz wurde lange vorgeworfen, die kriminellen Handlungen der Neonazi-Partei zu ignorieren. Erst als Mitte September ein linker Musiker von einem Parteianhänger ermordet wurde, begann die Polizei zu handeln und nahm zahlreiche Mitglieder und Anhänger der Partei fest.

Thomas Hitzlsperger will nicht der schwule Posterboy sein

Foto: Calcio Streaming

Das Coming-out des ehemaligen Fußballnationalspielers Thomas Hitzlsperger sorgte für ein gewaltiges Medienecho. Weite Teile der Gesellschaft sprachen dem 31-Jährigen ihre Zustimmung für diesen gewagten Schritt aus. Jetzt hat sich Hitzlsperger im Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ gegen die Vereinnahmung nach seinem Coming-out „als Ikone einer Schwulenbewegung im Sport“ ausgesprochen. Im Interview sagte er: „Ich nehme diese Rolle nicht an. Eine Vereinnahmung und Instrumentalisierung durch Leute, die damit ein Eigeninteresse verfolgen, werden mit mir nicht möglich sein.“ Zur Diskussion um die Petition gegen Homosexualität in Baden-Württembergischen Schulen sagte er: „Jeder Heranwachsende sollte die Unterstützung erhalten, die er benötigt, um sich seiner eigenen sexuellen Orientierung gewiss zu werden.“

Shia LaBeouf hat keine Lust mehr

In light of the recent attacks against my artistic integrity, I am retiring from all public life.

— Shia LaBeouf (@thecampaignbook) 10. Januar 2014

Diesen Satz twitterte der Schauspieler am Freitag. LaBeouf reagierte damit auf die öffentliche Kritik, weil er sich für seinen Kurzfilm Howard Cantour.com bei dem Comic-Autor Dan Clowes und seinem Comic Justin M. Damiano bediente. Bereits Anfang des Jahres befand sich der 27-Jährige in den Schlagzeilen, als er gestand, süchtig nach „Lean“, dem Mischgetränk aus Hustensaft und Limonade zu sein.