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Vegan

Pamela Anderson, Julian Assange und das vergiftete Sandwich: Die Geschichte eines angeblichen Mordversuchs

Man sollte seinen Aluhut nicht in die Mikrowelle legen.

von Alex Swerdloff
18 Oktober 2016, 10:00am

Wir nehmen euch mit auf eine kleine, wirre Reise an deren Ende eine Verschwörungstheorie auf euch wartet inklusive niemand geringerem als einem Ex-Playboy-Model, dem ewig festsitzenden WikiLeaks-Gründer und einem veganen Sandwich.

Genau. Die WikiLeaks-Veröffentlichungen rund um Hillary Clinton sind nicht die einzigen Neuigkeiten, mit denen die Enthüllungsplattform in diesen Tagen Schlagzeilen schreibt.

Und das ist die Theorie: Einige behaupten, dass Pamela Anderson Julian Assange mit veganen Snacks vergiftet und vielleicht sogar getötet hat.

Das Gerücht verbreitete sich, nachdem die Schauspielerin Julian Assange am Wochenende in der ecuadorianischen Botschaft in London besucht hatte, wo er seit 2012 unter permanenter Beobachtung lebt. Kurz nach ihrem Besuch—vielleicht zufällig, vielleicht auch nicht—wurde Assange das Internet abgeschaltet und es folgte eine Reihe kryptischer Tweets auf seinem Account, angeblich Notfallcodes.

Jetzt bitte einmal den Stranger Things-Soundtrack einspielen.

Und so lief es ab: Am Samstag wurde Pam gesehen, wie sie mit zwei Tüten der britischen Sandwichkette Pret a Manger in die Botschaft ging, um den WikiLeaks Gründer zu besuchen, der dort seit vier Jahren lebt, weil er einer Auslieferung nach Schweden, wo gegen ihn wegen Vergewaltigung ermittelt wird, entgehen will. Assange weist die Vorwürfe zurück und UN-Experten sagen, er werde „willkürlich festgehalten".Die engagierte Tierrechtsaktivistin Anderson meinte, dass sie Assange „ein nettes veganes Essen" gebracht hätte. Und: „Er sagte, ich foltere ihn damit, ihm veganes Essen zu bringen." Gegenüber der UK Press Association meinte sie außerdem: „Ich glaube fest an ihn und denke, er ist ein guter Mensch. Ich mache mir Sorgen um seine Gesundheit, seine Familie und hoffe, dass er irgendwann durch ein Wunder freikommt."

Hört sich nicht nach jemandem an, der es fertig bringen würde, einen Menschen mit veganem Essen zu vergiften—aber hey, wann weiß man das schon. Das hat uns ein bisschen nachdenklich gemacht: Sie hat 1996 immerhin halbwegs überzeugend im Klassiker Barb Wire als Kopfgeldjägerin mit Knarren hantiert—vielleicht hat Assange sie „Babe" genannt?

Sonntagabend verkündete WikiLeaks dann in einem Tweet, dass Assanges Internetzugang „absichtlich von einem staatlichen Akteurabgeschaltet wurde" und dass sie „die entsprechenden Notfallpläne aktiviert" hätten—was sie in einem weiteren Tweet gestern Mittag bestätigten. Einige behaupteten, dass Assange wegen des Treffens des US-Außenministers John Kerry mit seinem britischen Amtskollegen Boris Johnson in London kein Internet mehr hatte.

Über das Treffen zwischen Anderson und Assange sind nur wenige Details bekannt, die britische Designerin Vivienne Westwood, die Assange eigentlich zusammen mit Pamela Anderson besuchen wollte, meinte jedoch: „Sie erzählte mir danach, dass sie sich gut verstanden hätten. Julian war einfach klasse." Und sie meinte auch: „Pam versucht mit ihrer neuen Stiftung Menschen zu helfen, er hat ihr dafür ein paar Tipps gegeben."

Hmmm. Hat sie ihn wirklich besucht, um über die Stiftung zu reden … oder um ihn heimtückisch zu vergiften? Das Internet ist sich verdammt sicher, dass sie Assange abmurksen wollte.

Und, liebe Pam, was lernen wir daraus? Auch gute Taten bestraft der liebe Gott sofort. Beim nächsten Mal hol einfach was von Burger King und bring Assange was Fettiges mit Fleischfüllung. Vielleicht hängt dir das Internet dann keinen Mord an.

Oder doch.

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