Cannabis: Wir beantworten die 40 meistgegoogelten Fragen der Deutschen – Teil 2

Wie viel Cannabis ist legal für den Eigenbedarf? Wann wird Cannabis legalisiert? Wie macht man Cannabis-Tee?

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20 April 2017, 9:42am

Was den Menschen von Tieren unterscheidet, ist sein Drang, Fragen zu stellen. Wohin verschwinden Socken, wenn sie in der Waschmaschine verlorengehen? Zählen menschengroße Sexpuppen als Passagiere? Kann Spucke Haarausfall heilen? Früher hat man mit solchen Fragen seine Eltern oder Freunde genervt. Heute hat man Google. 

Vor allem bei Themen wie Kiffen, zu denen es wenige Nachschlagewerke in der Unibibliothek gibt, zeigt sich der Wert von Google. Heute kiffen Menschen nicht mehr still vor sich hin, sondern veröffentlichen epische Aufsätze über ihre schlimmsten Trips und Anweisungen, wie man eine Pipe aus einer Banane baut. Und Google findet diese. Aber weil Google immer noch eine seelenlose Suchmaschine ist, die nicht immer die Infos ausspuckt, die wir brauchen, haben wir nachgeholfen. Das ist also der zweite Teil der 40 Fragen, die ihr zu Cannabis habt. Teil 1 gibt es hier.

Warum ist Cannabis illegal?

In den unsterblichen Worten unserer Drogenbeauftragten Marlene Mortler: "Cannabis ist verboten, weil es illegal ist." Dafür wird Mortler gerne ausgelacht, aber im Grunde hat sie den Nagel auf den Kopf getroffen: Es gibt kein gutes Argument für das Cannabis-Verbot. Es ist eine historisch gewachsene Eigenheit.

Wenn ihr glaubt, dass sich irgendjemand mal hingesetzt und sorgfältig und wissenschaftlich untersucht hat, ob Cannabis nun eher gefährlich oder eher nützlich ist und dann eine vernünftige Entscheidung auf Basis seiner Ergebnisse getroffen hat – HAHAHAHAHAHAHAHAHAHA, nein. Am Ende haben eine Menge Faktoren zur Prohibition von Cannabis beigetragen – Papierproduzenten, die Hanf vom Markt verdrängen wollten, der machtgierige Chef der Alkohol-Prohibitionsbehörde in den USA, der arbeitslos geworden wäre, wenn er nicht schnell ein neues "Teufelszeug" gefunden hätte, und ein wahnsinniger ägyptischer Delegierter – aber kein einziger davon hat irgendwas damit zu tun, dass das Zeug wirklich gefährlich wäre.

Tatsächlich hat Cannabis noch nie nachweislich jemanden umgebracht. Trotzdem ist es verboten, während Alkohol (74.000 Tote im Jahr allein in Deutschland) erlaubt ist. Es gibt ziemlich gute Argumente für eine Legalisierung, aber unsere Politiker trauen sich nicht.

Wie viel Cannabis ist in Deutschland legal für den Eigenbedarf?

Rechtlich wird zwischen drei verschiedenen Kategorien unterschieden: der geringen Menge, der Normalmenge und der nicht geringen Menge. Grundsätzlich ist auch die "geringe Menge" illegal, wobei der Staatsanwalt die Möglichkeit hat, ein Verfahren wegen Geringfügigkeit einzustellen. Die "geringe Menge" umfasst drei Konsumeinheiten. Eine Konsumeinheit ist dabei die Menge an Wirkstoff, mit der du prinzipiell high werden kannst. Und weil diese Menge von Person zu Person abweicht (siehe Snoop Dogg und seine 81 Joints) und die Bundesländer die Menge unterschiedlich definieren, ist Eigenbedarf eben nicht gleich Eigenbedarf – willkommen im Föderalismus! In den meisten Bundesländern liegt die Grenze bei zwei Gramm THC, insofern pendelt sich die erlaubte Menge bei sechs Gramm Gras ein. Lediglich in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen sowie Berlin sind zehn Gramm erlaubt. Berlin setzt dabei sogar noch einen drauf und erlaubt in Einzelfällen bis zu 15 Gramm. 

Aber: Die Schlüsselwörter sind hier definitiv "Wirkstoff" und "Einzelfall". Ersterer lässt sich nur im Labor feststellen. Und euer Gras wird so oder so beschlagnahmt und analysiert. Es wäre ein Wunder, wenn es den Weg zu euch zurück findet. Tough life.

Foto: @trueunloved

Wann wird Cannabis legalisiert?

Es deutet einiges darauf hin, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis Cannabis auch in Deutschland legalisiert wird: zuerst, weil immer mehr Länder auf der Welt diesen Schritt gehen und damit eigentlich ausnahmslos gute Erfahrungen machen. In Portugal zum Beispiel hat allein die Entkriminalisierung von Drogen (also nicht die vollständige Legalisierung) vor 15 Jahren zu deutlich weniger Kriminalität, weniger HIV-Infektionen und weniger Drogenkonsum im Allgemeinen, vor allem bei den Jüngeren, geführt.

Noch viel wichtiger ist aber die Entwicklung in den USA, wo der Anbau, Verkauf und Konsum von Cannabis in mittlerweile acht Bundesstaaten völlig legal ist. Vier davon sind gerade erst im November dazugekommen, weil die Vorreiter-Staaten wie Colorado so ausgesprochen gute Erfahrungen gemacht haben. 

Es besteht also Grund zur Hoffnung, dass Politiker und Gesellschaft auch hierzulande irgendwann zur Vernunft kommen und das Verbot abschaffen. Aber wenn man sich die aktuellen Debatten im Bundestag so anschaut, wird das wohl noch ein paar Jahre dauern.

Ist in Cannabis Teer?

Ja. In einer wissenschaftlichen Studie qualmte eine Rauchmaschine Cannabis- und Tabakzigaretten (jeweils 0,8 Gramm Tabak bzw. Gras) und je nachdem wie schnell und wie tief die Maschine "inhalierte", maßen die Forscher zwischen 40 und 80 Milliliter Teer beim Tabak und zwischen 40 und 100 Milliliter Teer bei der Cannabis-Zigarette. In Tabak wie in Cannabis-Zigaretten fanden sich viele ähnliche chemische Stoffe – allerdings gibt es Studien darüber, dass Marihuana das Lungenkrebsrisiko weniger stark erhöht als Tabak. Und außer vielleicht Snoop Dogg rauchen eher weniger Menschen eine ganze Schachtel Joints am Tag.

Was ist THC?

THC steht für, genau genommen, (–)-Δ9-trans-Tetrahydrocannabinol und ist der Hauptwirkstoff von Cannabis. THC wirkt auf zwei Rezeptoren in deinem Gehirn (CR 1 und 2) und hat Einfluss auf den ganzen Körper – das Herz schlägt schneller, die Augen werden rot, die Muskeln entspannen. Das "High" ist nur eine der Auswirkungen – und ist bei jedem Menschen verschieden, von Kichern bis Angstzuständen. 

Wenn du es genauer wissen willst, würden wir dir wirklich empfehlen, einfach bei Livescience weiterzulesen. Wer weiß? Vielleicht weckt der Artikel ja eine schlummernde Faszination mit der Chemie in deinem jugendlichen Gehirn, und du fängst an, im Chemie-Unterricht aufzupassen, statt immer nur Totenköpfe zu kritzeln? Und dann wirst du so gut in Chemie, dass du es tatsächlich später studierst, und im Nullkommanichts bist du der jüngste Forscher, der je am Max-Planck-Institut aufgenommen wurde. Und dann entwickelst du eine völlig neuartige Super-Membran aus Papier, mit der man Raumschiffe und Sexdroiden beschichten kann, aber über deiner völligen Besessenheit mit der Entwicklung von immer belastbareren Papier-Membranen zerbricht deine Ehe mit einer rothaarigen Theaterwissenschaftlerin und sie nimmt die Kinder mit, und am Ende bist du allein – genial, respektiert, gefürchtet, aber allein? Wer weiß? Die Wege des THC sind unergründlich.

Foto: Grey Hutton

Was macht Marihuana mit dem Körper? 

Marihuana wirkt bei jedem ein bisschen unterschiedlich. Aber allgemein lässt sich sagen: Das Herz schlägt anfangs schneller, das Weiße in den Augen färbt sich rosarot, weil die Gefäße in der Bindehaut sich weiten, der Mund wird trocken, man bekommt eine "Pappfresse", weil die Speichelproduktion herunterfährt, man fühlt sich leicht und die Muskeln entspannen sich. Manche Frauen bekommen allerdings eine trockene Vagina.

Dafür verantwortlich sind (neben Dutzenden anderen) vor allem die Wirkstoffe THC und CBD des Weeds, die in unserem Gehirn auf willige Rezeptoren stoßen. Einmal angedockt haben die Wirkstoffe Einfluss auf unser Herz-Kreislauf-System, unser Verdauungssystem, unser Immunsystem und unsere Sinneseindrücke – also im Grunde auf den gesamten Organismus.

Was passiert, wenn man 2 Sorten Cannabis raucht?

Es gibt Hunderte Gras-Sorten mit Namen wie "Critical", "Lemon Haze" oder "Blueberry", die man miteinander mischen kann. Alle Sorten gehören zu einer der Hanf-Familien, entweder Sativa oder Indica. Sativas regen eher an und machen dich albern, während Indicas eher entspannen und einschläfernd wirken. Wie genau die beiden Sorten in einer Mischung (oder gemischt mit Haschisch) wirken, bleibt eine subjektive Empfindung.

Die Diskussionen darüber in einem Schweizer Drogenforum laufen darauf hinaus: bitte maximal drei Sorten mischen, sonst kommen selbst Connoisseure an ihre Grenzen. "Ab drei oder so kann man die Farben dieser Palette doch nicht mehr wirklich auseinander halten", schreibt ein User und ergänzt: "Breit wirst du sowieso."

Bringt es was, Marihuana zu essen?

Wenn du es dir einfach so in den Mund stopfst, dann eher nicht viel, außer einem sehr, sehr eigenartigen Geschmack. Damit das THC seine Wirkung entfalten kann, muss es zuerst in Fett aufgelöst werden. Konkret heißt das: Butter in die Pfanne, Gras oder Hasch darin langsam erwärmen und immer wieder umrühren. Mit der Butter kannst du dann alles mögliche anfangen, aber die meisten Leute backen damit.

Eins noch: Wenn man Cannabis oral konsumiert, dauert es sehr viel länger, bis es kickt. Das heißt, du spürst erstmal eine Weile nichts, und wenn du dann spürst, kannst du es nicht mehr kontrollieren, weil du ja nicht nachträglich beeinflussen kannst, wie viele Brownies du vor einer halben Stunde in dich reingestopft hast, du kleines Schweinchen. Deshalb passieren die meisten Überdosen auch Leuten, die Cannabis oral konsumieren.

Cannabis Entzug Angstzustände was machen?

"Die körperliche Abhängigkeit von Cannabis ist ungefähr so stark wie bei Tabakkonsum", sagt der Mediziner Franjo Grotenhermen, der Bücher wie Hanf als Medizin geschrieben hat und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin ist. Dabei sei aber auch die individuelle Suchtanfälligkeit ein entscheidender Faktor. Es kann also bei manchem Kiffer passieren, dass die Tüte vor dem Schlafengehen plötzlich nicht mehr fehlen darf, damit der Schritt in den Schlaf gelingt (der nach dem Kiffen übrigens nicht sehr erholend ist). Versucht man dann, vom Gras wegzukommen, können Entzugserscheinungen auftreten. Grotenhermen zählt als Symptome unter anderem vermehrtes Schwitzen, Reizbarkeit, Schlafstörungen und Angstzustände auf, betont aber auch, dass viele Menschen auch gar keine Entzugserscheinungen hätten.

Wer Probleme mit dem Entzug hat oder an Angstzuständen leidet, sollte sich Hilfe suchen. Eine erste Orientierung bieten die Sucht- und Drogen-Hotline (01805 - 31 30 31) oder eine der Suchtberatungsstellen, deren deutschlandweites Verzeichnis du hier findest.

Warum rauche ich täglich Weed?

Wahrscheinlich, weil du abhängig bist. Ob man ein Marihuana-Problem hat, kann man zwar nicht nur an der Anzahl der gerauchten Joints festmachen. Aber wenn Gras zu deinem Lebensmittelpunkt geworden ist und du dich nicht mehr an einen Abend erinnern kannst, an dem du nicht gekifft hast, sollten ein paar Warnflaggen angehen. Wenn du dir Sorgen machst, abhängig zu sein, kannst du einen Onlinetest machen – oder bei der Drogenhilfe anrufen (siehe vorige Frage).

Was heißt Weed auf Deutsch?

Wortwörtlich: Unkraut.

Foto: @trueunloved

Wo wird Cannabis angebaut?

Cannabis wird so ziemlich überall angebaut: in Kleiderschränkenin Mecklenburg-Vorpommern, im marokkanischen Gebirge oder in niederländischen Gewächshäusern. Manchmal bauen sogar Eltern Gras in ihrem Garten an. Viele dieser Hanf-Plantagen sind natürlich verboten. Eines steht fest: Hanf wuchert wie Unkraut, auch im deutschen Klima.

Ganz legal möchte der deutsche Staat bald Gras für medizinisches Cannabis in Deutschland anbauen. Erste Ernten sind schon für 2019 geplant. Die staatliche Cannabisagentur hat jüngst die europaweite Ausschreibung für die Vergabe von Anbaulizenzen im Internet veröffentlicht. Auf die zehn Lizenzen können sich jetzt Unternehmen bewerben.

Cannabis wann umtopfen?

Junge Cannabis-Pflanzen fühlen sich in kleinen Töpfen am wohlsten. So wachsen ihre Wurzeln gleichmäßiger und dichter. Wenn die Pflanze die ersten drei bis fünf Blattpaare hat, kommt sie in ein größeres Behältnis (etwa 15 bis 20 Zentimeter). Der nächstgrößere Topf kommt, sobald die Wurzeln der Pflanze auch diesen Topf ausfüllen und sie keinen Platz mehr hat. Das merkt man daran, dass die Pflanze oft durstig ist und nicht mehr wächst. Je größer sie wird, desto größer werden Schritt für Schritt die Töpfe. Wer in geschlossenen Räumen anbaut, hört aus Platzgründen meistens bei einer Topfgröße zwischen 10 und 20 Litern auf – es sei denn, es gibt eine Villa mit einem plantagegroßen Keller darunter. In freier Wildbahn können Marihuana-Pflanzen auch mehrere Meter groß werden.

Cannabis wann Blütephase?

Nach etwa vier bis acht Wochen kommt die Cannabis-Pflanze in die Vorblüte und erfahrene Gras-Gärtner können erkennen, welches Geschlecht sie hat. Weibliche Pflanzen (die später mehr THC produzieren) bilden direkt am Blattansatz des Stamms kleine Blüten mit Fäden. In dieser Phase bleibt die Pflanze ein bis zwei Wochen. Der Gärtner – wenn er sein Cannabis drinnen anbaut – kann dann entscheiden, ob er sie weiterwachsen lässt oder zum Blühen bringt. Das ist die Phase, in der die Pflanzen THC produzieren. In der freien Natur würde die Cannabis-Pflanze in Deutschland ab Mitte August bis Mitte September blühen. Bei künstlicher Beleuchtung kann man die Blütenphase einleiten, indem man der Pflanze täglich zwölf Stunden Licht gibt und sie anschließend zwölf Stunden im Dunkeln lässt.

Wer kann Cannabis verschreiben?

Ärzte in Deutschland dürfen Cannabis seit dem 10. März offiziell verschreiben – für ganz verschiedene Diagnosen, angefangen bei chronischen Schmerzen über Schlafstörungen bis Schuppenflechte. Das heißt: Theoretisch können auch Dermatologen ein Gras-Rezept ausstellen – vorausgesetzt, du kannst sie davon überzeugen, dass es wirklich gegen deine Krankheit hilft.

Bei welchen Krankheiten wird Cannabis verschrieben?

Das Gesetz, laut dem Ärzte in Deutschland offiziell Marihuana verschreiben dürfen, ist so neu, dass es noch keine vollständige Liste darüber gibt, bei welchen Krankheiten Mediziner schon heute Gras-Rezepte ausstellen. Aber schon vor dem neuen Gesetz bekamen etwa 1.000 Patienten durch eine "Ausnahmeregelung" Marihuana in der Apotheke. Ihre Diagnosen reichten von "Appetitlosigkeit und Abmagerung" bis "Zwangsstörungen"

Wie bekomme ich Cannabis auf Rezept?

Du gehst zu deinem Hausarzt, sagst du hast Bauchschmerzen und bekommst von ihm Cannabis auf Kosten der Krankenkassen verschrieben. Viel Spaß und "gute Besserung"!

Nein, sorry, so leicht geht das natürlich nicht. Erstens musst du wirklich krank sein und Gras muss dir nachweislich gegen dein Leiden helfen. Zweitens – und das ist das Knifflige an der Sache – musst du einen Arzt finden, der Cannabis verschreibt. In der deutschen Ärzteschaft gibt es da noch eine gewisse Skepsis und die Zahl der Mediziner, die bereitwillig Gras verschreibt, ist klein. Ob dir Gras jetzt wirklich hilft, beurteilt einzig und allein der Arzt, der es dir verschreibt. Die möglichen Diagnosen sind dabei im Gesetz völlig offengehalten. Leidet jemand beispielsweise an sehr starkem Schwitzen und merkt, dass Cannabis ihm dagegen hilft, könnte es für einen Arzt schon als Begründung reichen. Falls die Krankenkasse die Kosten für das medizinische Gras übernehmen soll, muss der Arzt dann einen begründeten Antrag stellen. Fakt ist: Cannabis ist laut Gesetz kranken Menschen vorbehalten, denen es als Medizin hilft. Mehr dazu weiß der Cannabis-Arzt unseres Vertrauens, Franjo Grotenhermen.

Was kostet Cannabis? / Was kostet Cannabis in der Apotheke?

Der Straßenpreis für Cannabis liegt bei etwa neun Euro pro Gramm. Der Berliner Straßendealer, mit dem wir geredet haben, kauft das Gramm Gras bei einem Zwischenhändler für 6 oder 7 Euro und verkauft es dann für 10 Euro weiter. Es kann auf der Straße aber natürlich immer passieren, dass man verarscht wird und für 10 Euro in Alufolie gewickeltes Klopapier oder ein Tütchen Oregano kauft. Für die, die den illegalen Markt im Auge behalten möchten, gibt es eine Website, die die Graspreise in verschiedenen deutschen Städten sammelt und zeigt, wo das Weed am günstigsten vertickt wird.

Für medizinisches Cannabis in Apotheken gelten andere Regeln. Der Berliner Apotheker Peter Waßmuth erklärt gegenüber VICE: "Fünf Gramm kosten heute zwischen 110 und 118 Euro." Das macht etwa 23 Euro pro Gramm für medizinisches Cannabis. Das liegt vor allem an dem hundertprozentigen Preisaufschlag, der per Gesetz auf einen Wirkstoff aufgeschlagen werden muss, wenn eine Apotheke ihn als Medikament verarbeitet. Aber im besten Falle übernimmt die Krankenkasse ja die Kosten.

Cannabis gegen Krebs wie anwenden?

Es gibt Hinweise, dass einige Wirkstoffe von Cannabis wie THC und Cannabidiol (CBD) krebshemmend sind. Die Forschung steht aber noch am Anfang. So gut wie alle Studien wurden bisher nur an Tieren oder in der Petrischale durchgeführt. Menschen wie Rick Simpson, der Hanf-Öl vertreibt, das angeblich Hautkrebs heilen soll, bleiben deswegen umstritten.

Wie macht man Cannabis-Tee?

Wir gehen mal davon aus, dass du nicht den Hanf-Tee meinst, den es in jedem gut sortierten Öko-Laden gibt (falls doch: Teebeutel mit heißem Wasser übergießen, zwei bis fünf Minuten ziehen lassen). Für einen Tee, der high macht, brauchst du Hanfbutter oder Hanfmilch, die du danach mit dem Getränk deiner Wahl mischst. Wenn du zu faul dafür bist und einfach dein Weed mit heißem Wasser übergießt, bekommst du einen Kräuter-Tee in der Geschmacksrichtung "Marihuana". Dieser macht aber kaum high, weil das THC nicht wasserlöslich ist – es sei denn, man bearbeitet das Gras vorher.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Teetrinken, Kochen und Gärtnern. Wir hoffen, dieser Guide konnte euch durch das Dickicht der 85,3 Milliarden Suchergebnisse helfen, die Google zum Thema "Cannabis" liefert.  

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