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Kalifornisches Haifischfleisch ist giftig

Erst die große Dürre, dann explodierende Immobilienpreise und jetzt auch noch verseuchter Fisch? Mannomann, Kalifornien, wie soll man da noch von dir träumen?
17.7.15

Erst die große Dürre, dann explodierende Immobilienpreise und jetzt auch noch verseuchter Fisch? Mannomann, Kalifornien, wie soll man da noch von dir träumen? Es ist—mal wieder—an der Zeit, sich zweimal zu überlegen, ob man in Cali wirklich Fisch essen will, und ja, leider sogar die wildgefangenen Spezi(e)s.

Eine vor Kurzem veröffentlichte Studie —in deren Rahmen ein 22 Jahre alter und über 1300 Pfund schwerer Hai, der vor der kalifornischen Küste gefangen wurde, wissenschaftlich untersucht wurde—hat herausgefunden, dass das Meerwasser vor Kalifornien höllisch verseucht zu sein scheint.

Wie verseucht? Nun ja, laut Richtlinien der US-Umweltschutzbehörde EPA überschritt der DDT-Gehalt im Haifischfleisch—DDT ist ein hochgiftiges Insektizid—den zulässigen Grenzwert um das 100-fache. Auch die Werte für PCB (eine giftige und krebsauslösende Chlorverbindung) und Quecksilber lagen 250-fach bzw. 45-fach über dem Grenzwert.

Das Schlimme daran ist, dass das zu 100 Prozent die Schuld des Menschen ist. Besser gesagt waren es große Chemifabriken in Kalifornien, die in den 50ern DDT-verseuchtes Schmutzwasser ins Meer geleitet haben—1.700 Tonnen von dem Zeug, um genau zu sein.

Und auch wenn Haifisch auf dem Speiseplan der meisten Kalifornier nicht unbedingt an erster Stelle stehen wird, spricht vieles dafür, dass auch andere—und haushaltsüblichere—Fischarten von der bedenklichen Wasserqualität in Mitleidenschaft gezogen werden. Und wenn es mal nicht von Menschenhand geschaffene Chemikalien im Haifleisch sind, lauern immer noch toxische Algen, die sich auf Muscheln, Krabben und Sardellen einnisten, wie der kalifornische Radiosender KPCC Anfang dieses Monats berichtet hat.

Die Schock-Studie wurde rund einen Monat vor dem zweijährigen Jubiläum des Haifischflossenverbots im Golden State veröffentlicht. Wenn beide Punkte noch immer nicht ausreichen sollten, die Finger von dem bis zu 335 Dollar das Pfund teuren Fisch zu lassen, dann wissen wir ehrlich gesagt auch nicht weiter.

Einen guten Appetit wünschen wir dann aber mal nicht.