Fußball

Marcelos Schwalbe ist ein Kunstwerk der Asozialität

Die Schwalbe gegen Maximilian Arnold war an Skrupellosigkeit, Kreativität und Hinterlistigkeit nicht zu überbieten. Vor allem war sie aber effektiv.
7.4.16

Herzlichen Glückwunsch, VfL Wolfsburg. Gestern wurde das große Real Madrid im Champions-League-Viertelfinale mit 2:0 Richtung Spanien geschickt. Wenn man sich die letzten Spiele von Real in dieser Saison angeschaut hätte (@Oliver Kahn), dann konnte man durchaus sehen, dass die Königlichen in einem ziemlich miserablen Zustand waren. Dieser manifestierte sich in der 68. Minute, als Reals Links-„Verteidiger" Marcelo Maximilian Arnold mit einer verdammt miesen Schwalben-Kreation komplett düpierte.

Bei einer Schwalbe geht es darum, einen Freistoß in aussichtsreicher Position zu bekommen oder zumindest dafür zu sorgen, dass der Gegner verwarnt wird. Dafür braucht es Skrupellosigkeit. Marcelo hatte einen genauen Plan für letzteres und hat ihn in Perfektion ausgeführt:

Der unbemerkte Kick nach hinten, der gar nicht böse ist, aber definitiv seine Wirkung nicht verfehlt:

„Du kommst zu mir? Pass auf, was ich jetzt mit dem Ball mache." Marcelo könnte auch ein Zauberer sein, der gerade seinen Trick durchführt.

So ein Kopfstoß muss aus einem Guss durchgeführt werden, in einer schnellen, bestimmten Bewegung. Wie wenn man ein Bier mit dem Feuerzeug öffnet.

So jetzt noch mal schnell noch die Beine zum zittern bekommen.

Keine Schwalbe ist was wert, wenn man nicht seine Hausaufgaben macht und sich nicht theatralisch nach Blutspuren abtastet.

„Sieht denn niemand in diesem Wolfsburg-Puff mein Leid?"

Kreativität und Effizienz—Marcelo weiß, wie es geht: