ESC 2017

Weitere Künstler, die Österreich zum ESC schicken könnte

Wir haben uns Gedanken über die Nachfolger von Nathan Trent gemacht.

von Fredi Ferkova & Sandro Nicolussi, Fredi Ferkova, und Sandro Nicolussi
28 Februar 2017, 1:19pm

Header: Screenshot via YouTube

Was braucht es, um den ESC zu gewinnen? Das wissen wir nicht. Die Leute vom ORF wissen es anscheinend schon, da sie sich dieses Mal entschieden haben, keine Vorentscheidung zu senden und den Künstler von einer "Fachjury" aussuchen zu lassen. Die transparenten Vorgänge im ORF waren schon immer etwas, was wir heimlich bewundert haben. Die aktiven Schutzmaßnahmen gegen Freunderlwirtschaft, politisch gefärbte Entscheidungen und Korruption sind einfach ein Traum und etwas, worauf wir hier in Österreich auch wirklich stolz sein können und dürfen.

Und weil die Entscheidung komplett transparent und partizipativ stattgefunden hat, sind wir – das österreichische Volk – extrem zufrieden und zuversichtlich, dass Nathan Trent mit seinem Song mindestens in die Top 20 kommt. Seit seiner Live-Veröffentlichung von heute Vormittag hören wir nichts anderes mehr und freuen uns schon auf den Tag, an dem wir wieder alle gespannt unsere Augäpfel an die Monitore pressen können.

Trotzdem verstehen wir, wenn die ausgelastete Jury in Zukunft mit anderen Dingen beschäftigt sein wird und möchten somit unsere genreübergreifenden Vorschläge für künftige ESC-Kandidaten einbringen. Und um es den Musikexperten vom Küniglberg besonders einfach zu machen, haben wir sogar Songs rausgesucht, die es würdig sind, Österreich als Land zu vertreten.

LEMO 

LEMO ist plötzlich auf allen wertvollen Radiostationen, wie zum Beispiel dem ORF-Radio Ö3, Radio Energy und auch Radio Kronehit aufgetaucht und wurde totgespielt, damit alle drei am Ende des Sommermonats eine zweistellige Prozent-Zahl von gespielter österreichischer Musik vorweisen können. Da ja auch ganz Deutschland und Schweiz auf Wir Sind Helden und Silbermond-Musik stehen (oder halt 2005 gestanden sind), sehen wir bei diesem Song besonders hohe Chancen, um bei den Nachbarn zu punkten.

Messer Michi

Aus verlässlicher Quelle (Messer Michi himself, S/O) wissen wir, dass Messer Michi aufgrund seiner dopen Tracks einige Probleme bekommen hat, was ihn aber nicht am Weitermachen hindert. Er ist Part der Pineapple Piraten, führt mehrere Projekte gleichzeitig an und hat definitiv das Talent, sich direkt in die Herzen der Jury zu rappen. Außerdem könnte er so endlich ganz Europa (und Australien!) endlich beibringen, wie man sich eine gscheite Tiefkühlpizza zubereitet.

Heinz aus Wien

Die vierköpfige Band kommt aus – no na – Wien und hieß ursprünglich nur Heinz. Als es allerdings Probleme mit einer deutschen Band gab, die sich den selben Namen ausgesucht haben, lenkten die Heinzis ein und fügten eben noch ihre Herkunft an. In diesem Fall setzt Österreich ein musikalisches Zeichen für Brüderlichkeit und friedliche Koexistenz, da es schließlich den Nino aus Wien auch gibt und das niemand zu stören scheint. Mit "Mach die Augen auf" liefern sie auch den perfekten ESC-Song. Oder welche Line kann diesen Wettbewerb besser beschreiben als: "Ich schau mich um hier, wo bin ich bloß gelandet?"

Marlen Billii

Marlen ist Oberösterreicherin, gut drauf und sie vereint die Tradition mit der Moderne. Somit repräsentiert sie das österreichische Volk international am besten. Die Musikrichtung, die sie macht, nennt sich "Schlouse" – eine Mischung aus House und Schlager. Ihr catchy Sound macht sich immerhin in unserem Praterdome genauso gut, wie in einem Bierzeltfest in Bad Oaschloch. "Selfie" behandelt die Ära der Smartphones, der Smombies und der Generation Y.

Moros

Erinnert ihr euch noch an den Moment, an dem Lordi den ESC gewonnen haben? Nein? Wir auch nicht – es war immerhin 2006. Moros sind sowas wie die Vorarlberger Version von Lordi und bringen genug Energie und Trinkfestigkeit aus dem Westen mit, um auch nach der Siegesfeier nochmal aufzutreten. Mit "Psychotic Maniacs" liefern sie auch gleich noch eine wohlwollende Hommage an alle anderen ESC-Teilnehmer.

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