Nachdem er zwei Jahre bei Real Madrid gespielt hat, wurde gestern bekannt, dass der 29-jährige Tunesier Salah Mejri zu den Dallas Mavericks wechselt. Mit seiner Unterschrift wird der 2,17 Meter große Mejri der erste Tunesier in der Geschichte der NBA. Ob er kommende Saison an der Seite von Dirk spielen wird oder noch für einige Zeit in Europa seinen letzten Schliff bekommen wird, bleibt jedoch offen. Schon beim Draft Ende Juni sorgten die Mavericks mit ihrem Pick des Inders Satnam Singh Bhamara an 52. Stelle für Aufsehen, da er mit seiner Verpflichtung nicht nur der erste Inder in der Liga war (Sim Bhullar ist Kanadier mit indischen Wurzeln), sondern die Mavs damit auch das Potenzial für einen gesamten neuen Markt erschlossen haben. „Es gibt eine Milliarde neuer Mavs-Fans", zeigte sich Mavs-Besitzer Mark Cuban stolz im Anschluss an den Draft.Und die Entwicklung zu immer mehr ausländischen Spielern in der Liga nimmt stetig zu.Waren es 2002 noch 51 Ausländer, konnte man nicht mal zehn Jahre später fast doppelt so viele „foreign guys" in der NBA sehen. Natürlich geht es dabei auch um die Erschließung eben dieser Märkte, in die die Mavs vordringen wollen. Auch den Liga-Verantwortlichen kommt eine Internationalisierung durch Spieler wie Mejri natürlich sehr entgegen.Neben der Übertragung der Spiele in mittlerweile 215 Ländern bewegt sich die NBA mit den Global Games immer weiter in Richtung der internationalen Fans. Mit Vorbereitungs- und Regular-Season-Spielen in Südafrika oder London schafft es die NBA, eine größere Identifikation mit der Liga und ihren internationalen Stars zu kreieren, und füllt bei ihren jährlichen Besuchen auch die Hallen jenseits des Atlantiks.
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