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Bier

Biertrinkende Frauen haben ein geringeres Herzinfarktrisiko

Ein Forscherteam der Universität Göteborg fand heraus, dass Frauen, die Bier trinken, ein geringeres Risiko für einen Herzinfarkt haben. Der Schlüssel liegt jedoch in der Menge.

von Nick Rose
30 September 2015, 8:40am

Aktuelle Forschungsergebnisse der Universität Göteborg bestätigen, was viele von uns ohnehin schon wussten (oder gerne als Vorwand verwendeten): dass Alkohol in Maßen gut für die Gesundheit ist.

Ein Forscherteam fand heraus, dass Frauen, die regelmäßig ein bis zwei große Bier pro Woche tranken, im Vergleich zu schweren Trinkerinnen und komplett Abstinenten ein 30 Prozent geringeres Risiko für einen Herzinfarkt hatten.

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Bei der Langzeitstudie wurde der Alkoholkonsum von 1.500 Frauen, deren Trinkverhalten sich zwischen „täglich" und „nie" bewegte, über einen Zeitraum von 32 Jahren beobachtet. Von den Frauen zwischen 70 und 92 Jahren erlitten 185 während der Laufzeit der Studie einen Herzinfarkt, 162 einen Schlaganfall, 160 bekamen Diabetes und 345 Krebs. Diese Diagnosen wurden dann neben ihr Alkoholkonsumverhalten gestellt.

Dabei konnten sie eine statistisch bedeutende Verbindung zwischen hohen Konsum von Spirituosen (was als „öfter als ein oder zwei Mal pro Monat" definiert wurde) und dem Krebsrisiko herstellen. Die, die als schwere Trinkerinnen eingestuft wurden, hatten im Vergleich zu den moderaten Trinkerinnen ein 50 Prozent höheres Risiko, an Krebs zu erkranken.

Das Gleiche gilt im Grunde für den Konsum von Bier, aber mit einem interessanten Lichtblick. Frauen, die ein oder zwei Mal pro Woche Bier tranken, hatten im Vergleich zu den Frauen, die viel mehr oder gar kein Bier konsumierten, ein 30 Prozent geringeres Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Das würde also bedeuten, dass moderater Bierkonsum Frauen vor Herzinfarkten bewahren könnte.

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„Bisherige Forschungsergebnisse deuten ebenfalls daraufhin, dass Alkohol in moderaten Mengen eine bestimmte Wirkung haben kann, aber momentan ist immer noch unklar, ob das tatsächlich der Fall ist", sagte die Forscherin Dominique Hange in einer Pressemeldung.

„Unsere Resultate wurden auch mit anderen Risikofaktoren für kardiovaskuläre Krankheiten abgeglichen, was die Erkenntnisse bekräftigt. Gleichzeitig konnten wir aber nicht bestätigen, dass der moderate Weinkonsum die gleiche Wirkung hat, unsere Resultate müssen also von Folgestudien bestätigt werden."

Das Team der Universität Göteborg konnte ähnliche Ergebnisse bei männlichen Forschungssubjekten feststellen, deren Gesundheit ebenfalls von moderatem Alkoholkonsum zu profitieren schien. Zwingt aber nicht gleich eure Großeltern beim nächsten Geburtstag, sich mit euch einen hinter die Binde zu kippen.

Alkohol könnte also tatsächlich gesundheitsfördernde Eigenschaften haben, trotzdem warnen die Autoren der Studie, dass es „zu früh [sei], Frauen zu empfehlen, regelmäßig Bier zu trinken, da dieser Schutz mit den möglichen Nachteilen von Alkoholkonsum verglichen werden müssen."

Die Wahrscheinlichkeit, dass deine Oma freiwillig zu Alkohol greift, ist ohnehin relativ hoch.

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