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Alkohol

Werden Männer von Bier wirklich besser im Bett?

Eigentlich dachten wir, die Antwort darauf kennen wir alle schon. Eine Sexualforscherin behauptet jedoch, dass Männer durch Bier besser im Bett werden. Ist da wirklich etwas dran?

von Nick Rose
28 Oktober 2015, 8:50am

Foto von Tim Lucas via Flickr

Welche Folgen der Bierkonsum bei Männern auf die Performance im Bett hat, glaubten wir ja bisher zumindest dank reichlich anekdotischer Beweise zu wissen. Eine Sexualforscherin behauptet jedoch das Gegenteil. Dr. Kat Van Kirk, die ihren PhD am Institute for Advanced Study of Human Sexuality in San Francisco absolviert hat, sagte kürzlich gegenüber AskMen, dass Bier die sexuelle Leistung in fast jeder Hinsicht verbessert.


Sie stellt die Behauptung auf, dass die Phytoöstrogene im Bier—die Stoffe, die wir zu uns nehmen und die die Östrogenproduktion hindern können—dabei helfen, den Orgasmus hinauszuzögern, was besonders für Männer mit Problemen der vorzeitigen Ejakulation interessant sein könnte. Aber auch unter Wissenschaftlern ist bekannt, dass Alkohol genau die gegenteilige Wirkung haben und die Ejakulation fast unmöglich machen kann, was Biertrinker wohl kaum „besser im Bett" macht, wie der Artikel behauptet.


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Dr. Van Kirk weist dann auf die aphrodisierenden Eigenschaften von dunklen Bieren aufgrund ihres höheren Eisengehalts hin, der die „roten Blutkörperchen und die allgemeine Durchblutung erhöht, was Erektionen einfacher macht—und häufiger". Deshalb, sagt sie, „kann dich dunkles Bier in Stimmung bringen", zumindest wenn langsam die Fähigkeit zu verlieren, vernünftige Entscheidungen zu treffen, als „in Stimmung kommen" durchgeht.

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Andere erotische Vorteile mancher Biersorten sollen laut Van Kirk, die sich zu Bekräftigung ihres Arguments auf die italienische Fondazione di Ricerca e Cura bezieht, „Ausdauer" sein. „Ein großes Bier pro Tag senkt im Vergleich zu denen, die gar nichts trinken, das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und Herzkrankheiten um 31 Prozent. „Das bedeutet, dass Bier in Kombination mit Sport für das Herz gesünder ist und man mehr Cardio-Ausdauer hat, um länger zu stoßen", steht in dem Artikel von AskMen.

Zu guter Letzt—und das ist wahrscheinlich die steilste These—empfiehlt Dr. Van Krik, ein Guinness zu trinken, damit man sich während des Liebesakts weniger lethargisch fühlt. Das Stout hat einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt und besonders das viele Vitamin B verleiht ihm probiotische Eigenschaften. „Das bedeutet, dass es die allgemeine Gesundheit verbessern kann und besser für den Magen ist, sodass man sich während des Geschlechtsverkehrs nicht träge fühlt", sagt Van Kirk. Wir haben jedoch schon von zahlreichen weniger formellen Experimenten gehört, die das Gegenteil bewiesen haben.

Zu Van Kirks Verteidigung muss man sagen, dass ihre Behauptungen mit einer Warnung versehen sind, dass Selbstdisziplin eine wichtige Rolle spielt, weil „diese Fakten nur in Maßen wahr" sind. Während Bier zwar einige Gesundheitsvorteile haben könnte, die irgendwie in einem entfernten Zusammenhang zu Sex stehen, bleiben wir wohl lieber bei den Liebestränken, von denen wir keinen üblen Kater bekommen.

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