Anzeige
Präsidentschaftswahlen

Donald Trump ist oft geschmacklos – dieses Mal ist es Steak

Er will Amerika wieder großartig machen? Dieser Wahlkampf kommt ganz nach unserem Geschmack und mit ordentlich Beef.

von Alex Swerdloff
12 Februar 2016, 10:00am

Hier ist das vielleicht nicht so ganz durchgesickert, aber Donald Trump wurde vor ein paar Tagen erwischt, wie er sich in einem Restaurant in Manchester im US-Bundesstaat ein ein Rib-Eye-Steak bestellt hat und zwar „well done", gut durchgebraten. Er mag es wohl sehr zäh, auch politisch.

In Amerika vergisst man sowas nicht so schnell, wie sich jetzt auf einer Wahlkampfveranstaltung in South Carolina gezeigt hat. Ein mysteriöser Troll nutzte die Gelegenheit und ließ ganz Amerika die nackte Wahrheit wissen: Donald Trump liebt seine Steaks gut durchgebraten.

Während einer Rede des republikanischen Präsidentschaftskandidaten an der Clemson University saß ein unscheinbarer Typ mit Sonnenbrille hinter Trump im Publikum und stahl ihm regelrecht die Show. Während Trumps Rede hielt er mehrmals ein Plakat hoch und beschuldigte ihn, ein Faible für verbratenes Fleisch zu haben:

„TRUMP LIKES HIS STEAK WELL DONE."

Das Steakgate begann diese Woche, als Ruth Sherlock, US-Redakteurin des Daily Telegraph, mit einem Tweet die Welt der Politik ordentlich aufgerüttelt hat: Sie hat Trump mitsamt Familie in einem bekannten Steakhaus in Manchester gesehen und mitbekommen, wie er es wagte, ein Rib-Eye-Steak durchgebraten zu bestellen. Seine Familie hatte Lachs und Hühnchen bestellt, natürlich auch„well done". Aber bei ihnen drücken wir mal ein Auge zu, sie haben es ja schon schwer genug, die ganze Zeit diese wandelnde strohblonde Perücke ertragen zu müssen.

Doch wer ist denn nun der Rächer der amerikanischen Steakkultur? Das weiß bis jetzt keiner so genau, aber einige Medien haben berichtet, darunter auch Business Insider, dass es sich dabei um Zach Etkind aus Massachusetts handelt. Etkind ist bereits für seinen YouTube-Kanal „Donnie Does" berühmt, wo er die wahnwitzigsten Dinge tut, zum Beispiel springt er während eines Kampfes von Manny Pacquiao einfach in den Ring.

Steaks werden zum echten Streitpunkt in Trumps Präsidentschaftswahlkampf: Ein neues Politcal Action Committee gegen Trump hat sich sogar „PutASteakInTrump" genannt.

Um ganz genau zu sein, war das nicht das erste Mal, dass der gute Donald für seine Steakwahl unter Beschuss geriet. Früher war er stolzer Besitzer einer Steakhauskette und einer Steakfirma, mit dem glorreichen Namen Trump Steaks. Er wurde nicht nur für die „fettigen und faden" Steaks runtergeputzt, die exklusiv von The Sharper Image, einer amerikanischen Einzelhandelsmarke, verkauft wurden, sondern auch wegen der Hygiene in den Restaurants: In einem Steakhaus wurden vom Gesundheitsamt 51 Verstöße gegen Hygienerichtlinien gefunden, unter anderem Kaviardosen, die schon gut fünf Monate alt waren.

Er will Amerika wieder großartig machen? Dieser Wahlkampf kommt ganz nach unserem Geschmack und mit ordentlich Beef.