Ersatzreligion

Don't call it Schnitzel – Öko-Test warnt vor Fleischersatzprodukten

Nur eines der 22 Produkte bekam ein „Gut“. Fast die Hälfte der Produkte ist „mangelhaft“ oder schlechter.
26.5.16
Bild via Imago

Gerade wenn man gerade damit aufhören möchte, Fleisch zu essen, gerade dann greifen die meisten gern auf Fleischersatzprodukte zurück, der Markt dafür wird beständig größer. Öko-Test hat sich diese Produkte nun angesehen und zu viel Salz, Gen-Soja und sogar Mineralöl gefunden, ein Dinosaurierabbauprodukt (oder?).

Zumindest optisch sind diese Produkte von Fleisch kaum noch zu unterscheiden, wie aber Fleisch auch enthalten sie Stoffe, die man dort lieber nicht haben würde. Es gibt bisher noch keine gesetzlichen Vorgaben, wie die Inhaltsstoffe gekennzeichnet werden müssen.

In sechs Fällen weigerten sich die Hersteller, die Herkunft der Eiweißrohstoffe zu deklarieren, eine Erzeugung unter „fragwürdigen Bedingungen" sei daher nicht auszuschließen, schrieb Öko-Test.

Von 22 fleischfreien Produkten, die getestet wurden, wollte Ökotest nur eines empfehlen. Ein Produkt bekam die Note „gut", fast die Hälfte dann „mangelhaft" oder sogar „ungenügend". Als ein Grund wird die „überraschend hohe Belastung mit […] Mineralölkohlenwasserstoffen" genannt, die vermutlich aus den Verpackungen stammen.

Mithilfe von Geschmacksverstärkern wie Glutamat und Hefeextrakten wird versucht, den Geschmack von Fleisch bestmöglich zu kopieren, dazu kommt auch noch zu viel Salz. Darüber hinaus sind die Produkte nicht in allen Fällen fettärmer, manchmal ist die Fettqualität auch noch schlechter, weil Palm- oder Kokosfett verwendet wurde.

In sechs Fällen weigerten sich die Hersteller, die Herkunft der Eiweißrohstoffe zu deklarieren, eine Erzeugung unter „fragwürdigen Bedingungen" sei daher nicht auszuschließen, schrieb Öko-Test.

Das „gute" Produkt: das vegane „GutBio Soja-Schnitzel" von Aldi Nord.