Sex

Sex kann dich vor Fressattacken schützen

Das Kuschelhormon Oxytocin kann mehr als nur eine gesunde Mutter-Kind-Bindung fördern. Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, dass es dich auch vor dem nächsten Fressgelage bewahren kann.
20.7.16

Oxytocin ist ein Hormon mit vielen Vorteilen:Rein evolutionär gesehen soll es für eine gute Mutter-Kind-Bindung sorgen, aber darüber hinaus macht es auch Orgasmen besser, lässt uns ohne Kater betrunken sein und macht uns einfach zu netteren Menschen.

Es könnte dir sogar beim Abnehmen helfen. Forschungsergebnisse der York University in Toronto und des Centre for Addiction and Mental Health(CAMH)zeigen, wie Oxycotin unser Essverhalten beeinflussen kann.

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Die Forscher haben sich das Oxytocinrezeptor-Gen (OXTR) genauer angeschaut, das beeinflusst, wie stark unser Gehirn auf das Kuschelhormon reagiert, und herausgefunden, dass das Hormon nicht nur den Appetit zügelt, sondern auch reguliert, inwiefern du dich überfrisst.

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Die Probanden der Studie – zwischen 27 und 50 Jahre alt, sexuell aktiv und alle mit unterschiedlichem Körpergewicht – mussten verschiedene Fragen beantworten, zu ihrer Belohnungssensitivität, ihrer Bestrafungssensitivität, ihrer Präferenz für zucker- oder fetthaltige Speisen und inwiefern sie zu Völlerei neigen. Dann haben die Forscher DNA-Proben von den Teilnehmern genommen und so einen neuen Zusammenhangen zwischen Oxytocin und komplexen Verhaltensmustern im Zusammenhang mit übermäßigem Essen aufdecken können.


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"Oxytocin verbessert das Sozialverhalten und andere damit zusammenhängende Aspekte", erklärt die leitende Forscherin Carolin Davis. "Mehr Oxytocin verringert den Appetit – das trifft insbesondere bei süßen Kohlenhydraten zu."

Entscheidend waren Einzelnukleotid-Polymorphismem (SNPs) im OXTR-Gen, die die Forscher auf ihren Einfluss auf das Essverhalten untersuchten. Bei einigen dieser genetischen Varianten zeigten die Teilnehmer auch Persönlichkeitsmerkmale für übermäßiges Essen. Ob man also zu übermäßigem Essen neigt, hängt vom Oxytocin-Spiegel ab.

"Einer dieser SNPs stand in direkter Verbindung mit übermäßigem Essen. Diese Ergebnisse zeigen noch mal, dass Gene bestimmte Wesenszüge beeinflussen, die eine Rolle bei der Verhaltensregulierung spielen und sie verdeutlichen, wie wichtig Oxytocin im Zusammenhang mit übermäßigem Essen ist",meint Davis weiter.

Der sicherste Weg mehr Oxytocin zu bekommen ist natürlich Sex. Einen Zusammenhang zwischen Fressgelagen und Sex haben die Forscher zwar nicht direkt untersucht, aber es ist immerhin einen Versuch wert. Zumindest verbrennst du dabei sicher auch ein paar Kalorien.