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Die chinesische Football-Liga hat die absurdesten Touchdown-Jubel

Schaumstoffbanden, Game Show-Optik und freie Entfaltung beim Jubel. Die CAFL wirkt wie der Fiebertraum eines extrovertierten Wide Receivers.
18.10.16

Sportlich möchte China weiterhin zum Importland werden. Im Fußball konnte man mit Fantasiegehältern schon den ein oder anderen Superstar in das Reich der Mitte locken. Um auch im Football zu expandieren, sticht man die Konkurrenz an anderer Stelle aus: Neben den Schaumstoffbanden, deren Funktion mir noch nicht ganz einleuchtet, bietet man den Spielern auch eine Chance, sich beim Jubel frei zu entfalten. Das ist natürlich ein großes Plus im Vergleich zur NFL.

Rein optisch hat die Liga eher Game-Show-Charakter als NFL-Ästhetik. Das nicht nur sympathisch, sondern entfacht zusätzlich Nostalgie. Falls man bei den Schuhen ebenfalls freie Auswahl hat, könnte die Liga (vielleicht) zum Sammelbecken von Spielern wie Antonio Brown und Odell Beckham Jr. werden. Denn in der CAFL könnten sie dem Vorbild der Fußballer folgen und bei niedrigen Niveau die Karriere ausklingen lassen. Und sie dürften sich komplett beim Touchdown-Jubel entfalten.

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Alle haben Spaß. Niemand fühlt sich von der Selbstdarstellung der Gegner auf den Schlips getreten. Die Jubel werden einfach akzeptiert. Es kann alles so einfach sein:

In der CAFL darf man alles machen. Während der Jubel in den USA zu gewaltverherrlichend wäre, darf man nach einem Touch Down sogar einen choreografierten Schwertkampf vorführen. Show wird im Land der Mitte einfach anders interpretiert.

Eine weitere Sache die es in der NFL niemals geben würde: Die CAFL promotet die ausgefallenen Jubel sogar unter dem Namen „Groove of the Week" auf ihrem YouTube-Kanal.