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Der Warlord, der den serbischen Fußball in den Abgrund führte

„Arkan" war der Anführer der Hooligans von Roter Stern Belgrad und führte sie in den Krieg. Obwohl er ein Kriegsverbrecher war, führte einen Zweitligisten bis in die Champions-League.
15.1.16
PA Images

Nur wer ganz blind war, konnte auf die Anschuldigungen im FIFA-Korruptionsskandal schockiert reagieren. Natürlich waren die Stimmen bei Weltmeisterschaftsvergaben gekauft. Warum sonst würde das wichtigste Fußballturnier der Welt an ein Land wie Katar gehen? Ironischerweise haben die US-Ermittler die FIFA-Betrüger am Ende mit Gesetzen zu Fall gebracht, die ursprünglich zur Mafiabekämpfung verabschiedet wurden. Wie sich herausstellte, waren die feinen Fußballfunktionäre äußerst unprofessionelle Mafiosi. Zu zivilisiert, zu hüftsteif, zu eidgenössisch in ihrem Auftreten.

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Im Serbien der 90er-Jahre hingegen sah Fußballkriminalität ganz anders aus: Dort schnappten sich Kriegsverbrecher kurzerhand Mittelklassevereine und führten diese bis in die Champions League, indem sie gegnerischen Spielern und Schiedsrichtern einfach drohten. Wenn man ihnen dann mit Sanktionen kommen wollte, antworteten sie selbstverständlich mit Attentatsversuchen auf UEFA-Bosse. Willkommen beim FK Obilić.

Der FK Obilić—dessen Name auf den in Serbien legendären Ritter Miloš Obilić aus dem 14. Jahrhundert zurückgeht—wurde 1924 in einem gutbetuchten Belgrader Stadtteil gegründet. Der Verein spielte die meiste Zeit seiner Geschichte in semi-professionellen Regionalligen Serbiens. Mit Ausnahme einer erfolgreicheren Zeit vor Beginn des zweiten Weltkriegs, als man im Fußballoberhaus vertreten war, spielte der Verein nie auf Profiniveau. Bis dann in der Saison 88/89 der Aufstieg in die dritte jugoslawische Liga gelang. Also vier Jahre, bevor die sozialistische Föderation zusammenbrechen und sich die Liga in etliche Nationalverbände aufsplitterten sollte.

Der erste große Erfolg von Obilić war das Erreichen des Pokalfinales 1995, das man jedoch gegen den übermächtigen Lokalrivalen Roter Stern Belgrad klar und deutlich mit 0:4 verlor. Zu diesem Zeitpunkt spielte der Verein in der zweiten Liga, wo man für gewöhnlich im Mittelfeld der Tabelle rumgurkte und mit dem Aufstieg nie etwas zu tun hatte. Ein Jahr später wurde der Verein von Željko Raznatović übernommen. „Arkan", so sein Spitzname, galt als Don Corleone von Belgrad. Und als mutmaßlicher Kriegsverbrecher. Unter seiner Führung gelang prompt der Aufstieg. Und nur eine Saison später wurde man sogar serbischer Meister, wodurch man das 27 Jahre währende Titelmonopol von Roter Stern und Partizan Belgrad durchbrechen konnte.

Arkan (Mitte) mit der Meistermannschaft. | PA Images

Die meisten Serben verbinden den ungewöhnlichen Aufstieg von Obilić mit dem berüchtigten Ruf seines Besitzers. Obwohl der offiziell nur eine Bäckerei besaß, machte sich Arkan einen Namen als Berufskrimineller, der in den 70ern und 80ern in Westeuropa sein Unwesen trieb. Dutzende Überfälle auf Banken und Juwelierläden in den Niederlanden, Deutschland, Schweden, Schweiz, Österreich, Italien und Belgien gehen auf sein Konto. Dazu kommen noch Schießereien mit der Polizei, vier Gefängnisausbrüche sowie ein Eintrag auf der Fahndungsliste von Interpol. Kurzum: Er war der wohl gefährlichste und einschüchterndste Bäcker der Welt. Um jugoslawische Gangster davon abzubringen, in der Heimat auf Beutezug zu gehen, hatte der Staat eine perfide Idee. Mithilfe des Geheimdienstes wurden Verbrecher wie Arkan mit falschen Pässen ausgestattet und außer Landes gebracht, wo sie rauben und stehlen konnten, um sie dann wieder mit offenen Armen aufzunehmen. Denn der Staat konnte sich darüber freuen, den Wirtschaftsetat mit zum Teil erheblichem Diebesgut aufbessern zu können.

Dieses Arrangement führte zu einer engen Beziehung zwischen Schwerverbrechern und Regierungsbeamten, die sich im Fall von Arkan für beide Parteien als günstig erweisen sollte. Als zwei Polizisten vor seiner Haustür auftauchten, um ihn wegen eines Banküberfalls in der kroatischen Hauptstadt Zagreb im November 1983 festzunehmen, erschoss Arkan sie kurzerhand. Obwohl man vielerorts für ein solches Verbrechen ein Leben lang in den Knast wandern muss oder sogar hingerichtet wird, wurde Arkan nach 48 Stunden wieder freigelassen. Spätestens jetzt war klar, dass er in Serbien tun und lassen konnte, was er wollte. Er hatte absolute Immunität.

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Im Gegenzug half Arkan dank seiner Unterweltkontakte dem Staat, auch dort Einfluss auszuüben, wo er normalerweise nicht viel zu sagen hatte. Ein gutes Beispiel hierfür waren die späten 80er-Jahre, als sich auf den Tribünen von Roter Stern eine offene politische Spaltung abzeichnete. Als größter Club des Landes (55 % der Serben vs. 35 % für Partizan) und heilige Institution standen seine Fans schon lange für eine schlagkräftige Miliz. Eine Miliz, der sich Politiker meist mutlos fügten, anstatt gegen sie vorzugehen.

Jetzt wurde Arkan von Slobodan Milošević damit beauftragt, genau diese politische Spannungen in den Griff zu bekommen, bevor sie für das Regime gefährlich werden könnten. Indem er auf eine nationalistische Rhetorik zurückgriff, gelang es ihm, rivalisierende Gruppen zu einer gemeinsamen Hooligan-Firm zusammenzuschweißen. Als ihr Anführer taufte er die Roter-Stern-Fans von „Cigani" (Zigeuner) zu „Delije" (Helden) um. Ein Titel, den sie noch heute für sich verwenden—auch wenn der Rest des Landes sie weiterhin abwertend Cigani nennt. Als Arkan 1990 die Serbische Freiwilligengarde gründete—eine paramilitärische Gruppierung, die er später in Kroatien und Bosnien in den Krieg schicken würde (und die auch als „Arkans Tiger" traurige Berühmtheit erlangen sollten)—, rekrutierte er vor allem unter seinen Hooligans. Wie es sich für eine Hobbyarmee aus gewaltbereiten Idioten gehört, haben sich die Tiger zahlreicher Gewaltverbrechen schuldig gemacht, die man in Europa in der Form seit dem Holocaust nicht mehr gesehen hatte. Die Rede ist von schwersten Plünderungen sowie der Gefangennahme, Vergewaltigung und Hinrichtung von Zivilisten.

Arkan posiert mit seiner Einheit im Dorf Erdut (Kroatien) im Jahr 1991. | PA Images

Als der Konflikt 1995 endlich beendet war, wendete sich Arkan Schwarzmarktgeschäften in seiner Heimat zu, die sich in den Jahren zuvor in einen ausgewachsenen Mafiastaat verwandelt hatte. Die organisierte Kriminalität war mittlerweile so tief im serbischen Fußball verankert, dass zwischen 1995 und 2006 in Sopranos-ähnlichen Hinrichtungen insgesamt elf Vereinsvorsitzende ermordet wurden. Die Mafia fühlte sich zum Fußball hingezogen, weil sie hier an Transfererlösen mitverdienen konnte—was sich als besonders profitabel erwies, wenn Spieler an große europäische Vereinen verkauft wurden. Außerdem zwangen sie Spieler, sich zu verschulden, indem sie ihnen Autos und Grundstücke beschafften, um sie später—wenn sie erst einmal im Ausland unter Vertrag standen—gewinnbringend erpressen zu können.

Anfangs versuchte Arkan noch, die Kontrolle über Roter Stern an sich zu reißen. Doch wie bei allen Institutionen im sozialistischen Jugoslawien wurden auch die großen Fußballvereine wie staatliche Unternehmen behandelt, die so ähnlich wie politische Parteien funktionieren. Viel hat sich daran übrigens nicht geändert. Man kann sie also nicht einfach so wie ein Herr Abramowitsch kaufen. Man muss erst einmal in den Vorstand gewählt werden. Arkans Annäherungsversuche wurden jedoch allesamt zurückgewiesen, was daran lag, dass der Verein von so vielen korrupten Politikern, verehrten Ex-Profis und anderen einflussreichen Personen kontrolliert wurde, dass hier nicht einmal die Androhung roher Gewalt helfen konnte. Aus diesem Grund haben sich Kriminelle wie Arkan lieber auf unterklassige Vereine wie eben Obilić konzentriert.

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Nachdem Arkan im Sommer 1996 bei den „Rittern" das Ruder übernahm, wurde der Verein direkt mit 15 Punkten Vorsprung Zweitligameister. Nur viermal verlor man während der gesamten Saison. Was zusätzlich stutzig machte: Zweiter wurde ein Verein namens FK Železnik, der von einem Arkan-Vertrauten—der ein Jahr später einem Mordanschlag zum Opfer fiel—gelenkt wurde. Doch während Železnik von Anfang an nur gegen den Abstieg kämpfte, konnte sich Obilić gleich im ersten Jahr den Titel holen—und zwar mit zwei Punkten Vorsprung auf Roter Stern und nur einer einzigen Saisonniederlage. Zudem erreichte man auch das Pokalfinale, verlor dort aber gegen Partizan Belgrad. Es war ein Spiel, das Gerüchten zufolge verschoben wurde. Die Legende besagt nämlich, dass Partizan—die im Titelrennen schon abgeschlagen waren—zum Ende der Saison absichtlich gegen Obilić verloren, damit Roter Stern nicht den Titel gewinnen würde. Obilić hätte sich dann revanchiert, indem sie Partizan den Pokaltitel überließen.

Das waren übrigens nicht die einzigen Betrugsvorwürfe in Obilić' Meisterschaftssaison. Denn wie später bekannt wurde, haben gegnerische Spieler Drohanrufe vor wichtigen Spielen erhalten, gewöhnlich mit dem Hinweis, dass man ihnen bei Zuwiderhandlung ins Knie schießen würde. Außerdem wurde Nikola Lazetić, ein Außenstürmer von FK Vojvodina, angeblich in den Kofferraum eines Autos gestopft und dazu gezwungen, bei Obilić zu unterzeichnen, bevor er 18 Monate später an Fenerbahçe verkauft wurde.

Arkan stolz wie Bolle mit einem Pokal. | PA Images

Die damaligen Richtlinien der UEFA sahen vor, dass die einzelnen Fußballverbände eigenständig Trainerlizenzen ausstellen konnten. Auf diese Weise erhielt auch Arkan einen Trainerschein, und das aus gutem Grund. So konnte er nämlich auf der Trainerbank neben dem Chefcoach Platz nehmen und mit seiner bloßen Gegenwart Angst und Schrecken bei der gegnerischen Mannschaft auslösen. Doch damit nicht genug: Vor einigen Jahren gab der internationale Schiedsrichter Zoran Arsić im serbischen Staatsfernsehen zu, dass Arkan einmal in der Halbzeitpause in seine Kabine stürmte, um ihm dort zu drohen. Arsić behauptet weiter, dass er verbal angegriffen und geschlagen wurde und dass man ihm eine Pistole an den Kopf gehalten habe. Den damaligen Offiziellen soll das alles bekannt gewesen sein, doch sie redeten auf Arsić ein, um ihn davon zu überzeugen dichtzuhalten. Im Gegenzug wurde ihm versprochen, dass er nie wieder ein Spiel mit Obilić-Beteiligung pfeifen müsse. Dabei hätte es keinen großen Unterschied mehr gemacht, wäre dieser Vorfall früher an die Öffentlichkeit gelangt. Denn Arkans Treiben war alles andere als geheim. So haben sich einmal die Spieler von Roter Stern geweigert, in der Halbzeitpause den Gang in die Kabine anzutreten, um dort nicht auf Arkan zu stoßen. Stattdessen hingen sie auf dem Rasen rum, wo sie auch ihr Geschäft verrichteten.

Der Gewinn der Meisterschaft beförderte Obilić in die Qualifikation zur Champions League. Wie zu erwarten war, war die UEFA alles andere als erfreut über einen Teilnehmer in seinem wichtigsten Vereinswettbewerb, der von einem Kriegsverbrecher angeführt wurde. Die Chance auf das Erreichen der Gruppenphase wurde immer größer, nachdem man den isländischen Meister ÌBV im Hinspiel zu Hause mit 2:0 schlagen konnte. Um einen Imageschaden abzuwenden, drohten die Fifa-Funktionäre dem Verein mit Ausschluss, woraufhin Arkan am 25. Juli 1998 seinen Rücktritt verkündete.

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Doch das war noch nicht der letzte Akt in dieser machiavellistischen Seifenoper. Denn an seine Stelle trat seine gerade mal 25 Jahre alte Frau Ceca, die zu der Zeit der größte Popstar des Landes war und als serbische Antwort auf Dolly Parton galt. Was natürlich hieß, dass auch sie mit grotesk aufgepumpten Brüsten umherlief.

Obwohl der Verein daraufhin im Turnier bleiben durfte und nach einem Auswärtssieg in Island in die zweite Qualifikationsrunde einzog, war Arkan über die Machtdemonstration der UEFA überhaupt nicht amused. Darum ließ er Gerüchten zufolge ein Attentat auf UEFA-Präsident Johansson planen, der später auch zugab, von solchen Plänen gehört zu haben. So wurde ein Killerteam nach Wien gesandt, um den Fußballfunktionär dort umzubringen. Doch als sich keine gute Abschussgelegenheit ergab, wurde die Mission wieder abgeblasen.

Arkan heiratete Ceca im Jahr 1995. Sie sollte später noch eine wichtige Figur bei FK Obilic einnehmen. | PA Images

Da man jedoch auf europäischer Bühne seine Gegner nicht so leicht einschüchtern konnte, wurde Arkans Team in der zweiten Qualirunde endlich seine Grenzen aufgezeigt. Der Gegner war kein Geringerer als der FC Bayern München. Die Bayern kamen im Hinspiel zu einem lockeren 4:0-Sieg. Eine Partie, die sich Arkan nicht live im Stadion anschauen konnte, weil er in Deutschland noch immer mit einem Haftbefehl aus den 70ern gesucht wurde. Das Rückspiel in Belgrad endete 1:1, so dass Obilić mit dem UEFA-Cup vorliebnehmen musste. In der Runde der letzten 32 traf man auf Atlético Madrid, war aber auch gegen die Spanier chancenlos. Im Rückblick kann man sagen, dass dieser Moment das Ende einer goldenen—wenn auch blutverschmierten—Ära eingeleitet hat. Es war für Obilić das Anfang vom Ende.

Denn auch wenn man in der Folgesaison 98/99 ungeschlagen blieb, schaffte man es nicht, seinen Titel zu verteidigen. Grund dafür waren NATO- Bombardements gegen Serbien, die ein vorzeitiges Saisonende nötig machten. Am Tag des letzten gültigen Spieltags stand Partizan mit zwei Punkten Vorsprung auf Obilić auf dem ersten Platz und war damit neuer serbischer Meister. Während eine solche Platzierung normalerweise die Qualifikation für den Europacup bedeutet hätte, führte eine Anklage des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien gegen Arkan wegen Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit dazu, dass der Verein von allen europäischen Wettbewerben ausgeschlossen wurde. Eine Entscheidung, die man wohl mehr als nachvollziehen kann.

In der darauffolgenden Saison startete Obilić vielversprechend, bis zur Winterpause verlor man nur ein einziges Mal. Doch dann, am 15. Januar 2000, wurde Arkan in der Lobby des Belgrader Interconti umgebracht.

Erwartungsgemäß zeigten sich Obilić' Gegner von dem Tag an weitaus weniger eingeschüchtert, weswegen Obilićin der zweiten Saisonhälfte sechs Niederlagen einstecken musste. Genauso viele wie unter der gesamten Arkan-Ägide. Am Ende wurde man deswegen nur Dritter, ein Ergebnis, das sie auch im folgenden Jahr schaffen sollten. Doch danach begann der langsame Abstieg des krisengeschüttelten Vereins. Bis man am Ende der Saison 05/06 sogar in die zweite Liga abstieg. Es sollte der erste von insgesamt sechs Abstiegen in den folgenden sieben Jahren sein, was dazu geführt hat, dass der Club schon bald auf in den tiefsten Niederungen des serbischen Fußballs rumdümpelte.

Doch der Zirkus war da noch immer nicht vorbei. Ceca, die chirurgisch gepimpte Frau des ermordeten Arkan, wurde 2003 bei einer Polizeiaktion gegen organisierte Kriminalität verhaftet. Der Festnahme vorausgegangen war ein Attentat auf den für Reformpolitik stehenden Premierminister Zoran Djindjić, ausgeführt von Cecas Handlangern. Bei einer Razzia in ihrer Villa wurden elf unregistrierte Feuerwaffen gesichert. Außerdem fanden sich Dokumente, die nachweisen konnte, dass die schwarze Witwe in den Jahren nach dem Tod ihres Mannes insgesamt 4 Millionen DM und 3,5 Millionen Dollar aus Transfererlösen veruntreut hatte. Wer jetzt auf ein hartes Durchgreifen vonseiten der serbischen Regierung gehofft hatte, wurde bitter enttäuscht. Denn erst 2011 kam es zur Verhandlung. Am Ende wurde Ceca zu gerade mal 18 Wochen Hausarrest und einer Geldstrafe von 1,5 Millionen Euro verurteilt—also deutlich weniger als die Summe, die sie sich in all den Jahren in die eigene Tasche geschoben hatte.

Wenn man heutzutage am Vereinsgelände von Obilić vorbeiläuft, sieht man an der Wand ein Bild von Arkan mit Militärmütze. Ein ähnliches Bild von ihm findet man auch an der Nordseite des Stadions von Roter Stern. Ceca hingegen kann man jeden Sonntag im serbischen Staatsfernsehen „bewundern", wo sie als Jurymitglied des serbischen X-Factor-Abklatsches die Träume junger Menschen zerstört. Der Krieg mag zwar schon lange beendet sein und Jugoslawien längst Geschichte, doch an den Verhältnissen, die es einem Kriegsverbrecher erlaubten, einen unbekannten Verein bis in die Champions League zu führen, hat sich nichts geändert. Dies ist absolut symptomatisch für einen Staat, der in erster Linie nicht unfähig ist, sich seiner blutigen Vergangenheit zu stellen, sondern vielmehr einfach darauf pfeift.