Popkultur

Die "verrückte Häufchenmacherin" terrorisiert eine Wohngegend mit ihren Hinterlassenschaften

Eine Joggerin kackt Anwohnern in die Gärten und niemand weiß warum.

Die Polizei im amerikanischen Colorado Springs fahndet nach einer Frau, die skrupellos eine Wohngegend vollkackt. Diese etwas verstörende Begebenheit berichtet der Lokalsender KKTV.

Die Missetäterin, die Anwohner in Anlehnung an Alice im Wunderland "The Mad Pooper" – die verrückte Häufchenmacherin – getauft haben, war zum ersten Mal im Sommer durch die Wohngegend gejoggt. Anfangs schöpfte niemand Verdacht, schließlich kommen viele Menschen für etwas Ruhe, Sonne und sportliche Ertüchtigung in die Gegend. Aber schon bald merkten die Nachbarn, dass diese Läuferin weitaus dunklere – ja, wenn du so willst: dunkelbraune – Motive in die Gegend führten.

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Anwohnerin und Häufchenopfer Cathy Budde sagte gegenüber KKTV, dass sich die Joggerin seit Anfang August etwa einmal pro Woche auf ihrem schönen Rasen entleeren würde. Ihre kleinen Kinder seien die ersten gewesen, die die Frau dabei erwischten, wie sie ungefragt den Garten düngte. Sie riefen ihre Mutter, die sofort rausrannte und die Übeltäterin konfrontierte. Die Sportscheißerin zeigte anscheinend jedoch keinerlei Reue oder Scham.


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"Meine Kinder kamen zu mir und sagten: 'Da draußen kackt eine Frau'", so Budde im Interview mit KKTV. "Ich bin also raus und sage zu ihr: 'Ernsthaft? Kacken Sie gerade wirklich vor den Augen meiner Kinder!?' Sie entgegnete nur: 'Ja, sorry!'" Die Übeltäterin lief davon, kehrte jedoch regelmäßig wieder zurück – und brachte neue übelriechende Hinterlassenschaften.

Eine Krankheit des Verdauungstrakts oder extreme Form von Lebensmittelunverträglichkeit scheint allerdings ausgeschlossen. Denn Budde zufolge gebe es genügend öffentliche Toiletten im angrenzenden Park, trotzdem bevorzugt es die Joggerin offensichtlich, ihren Ballast auf dem Rasen der Familie oder in nahegelegenen Gärten abzuladen – sogar ihr eigenes Klopapier scheint sie mitzubringen. Der ganze Fall riecht also extrem nach Vorsatz.

Die Gemeinde versucht, sich zu wehren

KKTV berichtete weiter, dass man die Kardio-Koterin dabei beobachtet hatte, wie sie hinter die Filiale einer großen Apothekenkette knödelte, anstatt die dafür vorgesehenen sanitären Anlagen im Inneren aufzusuchen. "Ich habe ein Schild aufgehängt, auf dem steht: 'Bitte, ich flehe Sie an, hören Sie auf", so Budde. "Sie ist gestern etwa fünfzehnmal daran vorbeigerannt und hat trotzdem [auf unseren Rasen] gekackt."

Budde hat sogar versucht, den Trainings- aka. Verdauungsplan der Frau auszuklamüsern, damit sie die Dame abfangen oder mit dem Gartenschlauch vertreiben kann – oder was man auch sonst immer tut, um Menschen davon abzuhalten, auf den heimischen Rasen zu scheißen. Die verrückte Häufchenmacherin war dafür allerdings zu schlau.

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"Ich habe sie noch zweimal erwischt, aber dann hat sie ihre Zeiten etwas geändert. Sie wusste offensichtlich, dass ich sie beobachte."

In der Hoffnung, der braunen Plage dadurch ein Ende zu setzen, hat Budde der Polizei Videoaufnahmen von der verrückten Häufchenmacherin übergeben. Die Beamten tun sich jedoch schwer damit, eine solide Lösung zu präsentieren. "Das ist abnormal. Ich habe so etwas in meiner ganzen Laufbahn noch nicht erlebt", sagte Polizei-Sergeant Jonathan Sharketti gegenüber KKTV. "Für mich ist das unbekanntes Territorium."

Aber es war schon schlimmer: 2015 war ein regelrechtes Scheißjahr

Um einen absoluten Präzedenzfall handelt es sich hier aber keineswegs. Bereits 2015 war Portland, ebenfalls in den USA, von einem manischen Wildkacker heimgesucht worden (VICE berichtete). Im selben Jahr gab es, wieder in den USA, eine ganze Serie von Supermarktscheißern (VICE berichtete) und ebenfalls 2015 hatte ein Fluggast die Bordtoilette einer British-Airways-Maschine dermaßen mit seinen Absonderungen kontaminiert, dass der Pilot gezwungen war, die Boeing 747 umzudrehen und zum Startflughafen zurückzukehren (VICE berichtete). Wer könnte außerdem den norwegischen Serienscheißer vergessen, der seit 2005 die Löcher eines Golfplatzes füllt (VICE Sports berichtete)?

Ja, 2015 war offensichtlich ein regelrechtes Scheißjahr, aber 2017 gibt sich offensichtlich alle Mühe aufzuschließen. Nach einem fulminanten Scheißstart mit Trumps Amtseinführung, der herrlich Shakespeare-esquen Geschichte über die Britin, die beim Tinder-Date ihre Kacke aus dem Fenster warf (VICE berichtete), und jetzt der verrückten Häufchenmacherin stehen die Chancen für 2017 nicht schlecht. Mal schauen, was für eine Scheiße uns in den nächsten drei Monaten noch erwartet.

Nicht vergessen: Diesen Sonntag ist Bundestagswahl.

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