Paare verraten, warum sie Tantra lieben
Alle Fotos: Aaron Veryard
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Paare verraten, warum sie Tantra lieben

Auf dem Taste of Love Festival gibt es von "sakralem Squirting" bis "bewusstem Umarmen" alles, was das Herz begehrt. Wir haben die Besucher nach ihrem Geheimnis für eine glückliche Beziehung gefragt.
8.2.17

Byron Bay ist eine Küstenstadt im Bundesstaat New South Wales im Südosten Australiens und Heimat unzähliger wunderschöner Strände, Surfer und Sporttaucher. Genau hier findet jedes Jahr Australiens größtes Treffen von Tantra-Anhängern – dem Yoga unter den Sexualpraktiken – statt.

Das Taste of Love Festival dauert drei Tage und hat unzählige Workshops im Angebot: von "Sakralem Squirting" und "Bewusstem Umarmen" bis hin zu "Der Unschuld des Phallus." Wir haben uns unter die Leute gemischt, um die Paare zu treffen, die an diesen Kursen teilnehmen.

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Alle Fotos: Aaron Veryard

Luana und Robert, seit drei Jahren verheiratet

Luana: Es gibt mir einen neuen Sinn und ein Bewusstsein für unsere Beziehung und hilft uns, unsere Nähe, unsere Verbundenheit und unsere Sexualität zu stärken. Es gibt unserem Herz mehr Raum.

Robert: Tantra deckt viele Lügen und Missverständnisse auf, die uns gefangen halten und davon abhalten, unsere echte Beziehung zu genießen.

Matt und Natalie, seit vier Jahren ein Paar

Matt: Als wir uns vor vier Jahren trafen, war es Liebe auf den ersten Blick. Wir haben uns sofort ineinander verliebt und ich war bereit, mich in der Liebe jeden Tag weiterzuentwickeln. Wir führen eine offene Fernbeziehung und versuchen, uns von unserer Wut und unserer Eifersucht zu befreien.

Pierre und Unmani, seit 25 Jahren verheiratet

Unmani: Alle Wunden – die gemeinsamen wie auch die persönlichen – können in der Yoni gehalten und mit dem Phallus geheilt werden. Ohne Tantra wären wir definitiv nicht mehr zusammen.

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Pierre: In der tantrischen Praxis geht es um viel mehr als nur um Sexualität. Wir halten aber auch heilige, sinnliche Rituale mit unseren Freunden ab. Es ist nicht orgasmusorientiert. Es geht darum, Energie auszutauschen.

David und Beck, seit 24 Jahren ein Paar

Beck ist seit zwei Jahren als tantrische Heilerin tätig. David ist dagegen erst seit Kurzem mit an Bord.

David: Ich liebe es, auch wenn es manchmal zu Konfrontationen führen kann. Es gibt einem die Freiheit, mit anderen Menschen in Verbindung zu treten – das habe ich in der Vergangenheit manchmal vermieden. Es kann sehr leicht sein, sich zu verstecken.

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Robyn und Felix, Freunde und Tantra-Kollegen

Robyn: Oft brauchen wir nur eine Erlaubnis, eine Einladung, um uns zu erfahren – und einen sicheren Ort, um diese Gefühl zu erforschen. Es ist überraschend, wie schnell sich Menschen selbst frei machen können und wie leicht es ist, das Heilige in sich aufzunehmen.

Felix: Trotz all der Jahre der Indoktrinierung kann man sich innerhalb eines Nachmittags verändern.

Aurora (links) und Arryn, verlobt

Aurora: Wir wollen eine monogame Beziehung führen, wie so viele Menschen. Wir tun alles, um zusammenzubleiben.

Arryn: Ich brauche mich nicht außerhalb meiner Beziehung zu bewegen, um zu bekommen, was ich brauche. In einer Partnerschaft geht es nicht darum, was du von ihr bekommst, sondern wie du sie behandelst.

Clare und Peter, ehemalige Liebhaber – mittlerweile Freunde

Clare: Als ich ihn kennengelernt habe, war mir Peter schon einen Schritt voraus auf seiner Reise. Er hat mir geholfen, meine eigene Reise in die Welt der schamanischen sakralen Sexualität anzutreten.

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Peter: Tantra war nicht nur ein Teil unserer Beziehung, es war auch immer Teil von allem, was wir taten. Es geht dabei um mehr als um Sex. [Tantra] bietet dir 110 Wege zur Erleuchtung.

Jaz (links) und Kiko, Freunde

Jaz: Tantra heißt, sich zu verflechten. Es geht dabei um Ausdehnung und Befreiung. Es kann uns dabei helfen, die Ablenkungen des Lebens auszublenden und gibt uns die Möglichkeit, miteinander zu verschmelzen. Man muss nicht mehr so hart dafür arbeiten, dass eine Beziehung funktioniert, wenn man erkennt, was man bereits hat.