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Ärzte entfernten einen Klumpen aus über 500 Zähnen aus dem Mund eines Jungen

Sie waren so angetan, dass sie ein Video dazu veröffentlicht haben.

von Madeleine Gregory
02 August 2019, 12:08pm

Fotos: Saveetha Dental College

Ein siebenjähriger Junge in Indien klagte über einen geschwollenen Kiefer. Als seine Eltern ihn in ein Krankenhaus für Zahnmedizin in Chennai brachten, befürchteten sie Krebs. Die Ärzte fanden beim Röntgen und durch CT-Scans allerdings etwas anderes: eine Art Gewebetasche mit 526 zahnartigen Strukturen.

Ja, der Junge hatte über 500 Zähne in seinem Mund.

In einer 90-minütigen Operation entfernten die Kieferchirurginnen und -chirurgen das 200 Gramm schwere Gebilde. Anschließend machten sie sich daran, es zu sezieren.

Es handelte sich um ein sogenanntes Verbund-Odontom – einen gutartiger Tumor, bei dem das Zahngewebe sozusagen etwas freidreht. Als Ursache kommen Umwelteinflüsse und genetische Veranlagung infrage. Laut dem Saveetha Dental College, in dem die Operation stattfand, wurden noch nie so viele Zähne bei einer einzigen Person gefunden.

Die Ärzte jedenfalls konnten ihre Begeisterung kaum zurückhalten. Frischgebackene Zahnmedizinerinnen und -mediziner nannten das Gebilde die "Zahnbüchse der Pandora" und ein "Juwel in unserer Krone", heißt es beim Saveetha Dental Colllege.

Die Mediziner brauchten fünf Stunden, um alle Zähne aus der Struktur zu entfernen, heißt es in einer Meldung des Krankenhauses. Laut des zuständigen Pathologen ähneln die Zahnkörner "den Perlen in einer Auster". Das erklärt wohl auch, warum man die einen bis 15 Millimeter großen Gebilde nach der Extraktion fein säuberlich in einer Spirale anordnete.

Es war anscheinend nicht das erste Mal, dass der Junge wegen der Kieferschwellung im Krankenhaus war. Schon als er drei war, sei seinen Eltern die ungewöhnliche Verformung aufgefallen. Allerdings habe sich der Junge damals zu sehr gegen die Behandlung gewehrt. Er sei einfach noch zu jung gewesen, heißt es vom Krankenhaus. Vier Jahre später war die Schwellung immer noch da und sogar gewachsen.

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